Klimawandel und globale Gerechtigkeit - angesichts dieser vielleicht größten
Herausforderungen der Menschheit für das 21. Jahrhundert haben sich mehrere Institutionen und Gruppierungen in Oldenburg zu einem neuen Bündnis zusammengeschlossen: der Klima-Allianz Oldenburg. Das neue Bündnis trat zeitgleich mit der Klimafolgen-Konferenz der Vereinten Nationen (29.11.-10.12.2010, Cancun/Mexiko) erstmals an die Öffentlichkeit .
Gemeinsam wollen sich seine Mitglieder dafür einsetzen, dass politische Rahmenbedingungen geschaffen und Verhaltensänderungen in der Bevölkerung herbei geführt werden, die eine deutliche und nachhaltige Senkung der Treibhausgase bewirken. Dabei treffen die Risiken des Klimawandels weltweit mit ebenfalls grundlegenden demografischen, sozialen und ökonomischen Veränderungen zusammen. Die Klima-Allianz will die sich daraus ergebenden
Risiken, Herausforderungen und Chancen im Zusammenhang mit ihren Wechselwirkungen betrachten. Sie will darauf aufmerksam machen, dass der Kampf gegen Klimawandel und der Kampf gegen globale Armut nur zusammen gewonnen werden können.
„Es gibt ja in Oldenburg eine ganze Reihe verschiedener Institutionen, Einrichtungen und Gruppierungen, die sich für den Natur-, Klima- und Umweltschutz, für Soziale Gerechtigkeit, Armutsbekämpfung oder Eine-Welt-Themen einsetzen – zum Teil schon seit Jahren und mit gutem Erfolg, auf unterschiedlichen Ebenen, ob professionell oder mit Ehrenamtlichen, in der
Forschung oder praxisbezogen mit konkreter Projektarbeit wie der Verschenkmarkt“ erklären die Initiatoren der Allianz.
Doch gibt es zuweilen Doppelarbeit, und manchmal ist auch Sand im Getriebe, und Konkurrenzdenken oder Eigeninteressen blockieren das gemeinsame Fortkommen. Die Initiatoren sind zuversichtlich: „Das wollen wir ändern. Gemeinsam kann man mehr erreichen“. Dies gilt auch für die Umsetzung der Millenniumsziele, zu denen sich die Stadt Oldenburg mit der Unterzeichnung der Millenniumserklärung der Mitgliedskommunen des Deutschen Städtetags im Mai 2008 bekannt hat.