Preisverleihung 2012 - Stadt Oldenburg
Carl-von-Ossietzky-Preis für Ágnes Heller

Carl-von-Ossietzky-Preis 2012 für Ágnes Heller

Carl-von-Ossietzky-Preisträgerin Prof. Dr. Ágnes Heller. Foto: Peter Kreier
Foto: Peter Kreier

Die ungarische Philosophin Prof. Dr. Ágnes Heller wurde am Freitag, 4. Mai, im Rahmen eines Festaktes mit dem Carl-von-Ossietzky-Preis für Zeitgeschichte und Politik der Stadt Oldenburg ausgezeichnet. Eine unabhängige Jury erkannte ihr den mit 10.000 Euro dotierten Preis mit einstimmigem Votum zu.

Die Jury schreibt in ihrer Begründung:
„Die 1929 in Budapest geborene Philosophin Ágnes Heller erhält den Preis aufgrund ihrer Furchtlosigkeit, mit der sie zeitlebens unter wechselnden Regimen ihren eigenen Überzeugungen gefolgt ist. Als europäisch und kosmopolitisch denkende Intellektuelle gibt sie einem verängstigten Europa ein eindrucksvolles Beispiel.“

Der Jury gehören an:

  • die Literaturwissenschaftlerin und Jury-Sprecherin Prof. Dr. Sabine Doering (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)
  • der Historiker Prof. Dr. Norbert Frei (Friedrich-Schiller-Universität Jena)
  • der Soziologe und Konfliktforscher Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer (Universität Bielefeld)
  • der Journalist Dr. Gunter Hofmann (Die ZEIT, Berlin)
  • der Direktor des NDR-Landesfunkhauses Schleswig-Holstein, Friedrich-Wilhelm Kramer (Kiel)

Uraufführung der Komposition „Rundumschlag#“
Während des Festaktes wurde auch die Komposition „Rundumschlag#“ der Kölner Komponistin Brigitta Muntendorf uraufgeführt. Das von der Stadt Oldenburg in Auftrag gegebene Werk hat Muntendorf eigens zu Ehren der diesjährigen Carl-von-Ossietzky-Preisträgerin Ágnes Heller geschrieben. Die Komposition für Flöte, E-Gitarre, Schlagwerk, Piano und Violoncello wurde von den Mitgliedern des oh ton-ensembles Keiko Murakami (Straßburg), Steffen Ahrens (Frankfurt/Main), Michael Pattmann (Bochum), Thomas Hell (Hannover) und Eva Boesch (Zürich) interpretiert.

 

Über den Carl-von-Ossietzky-Preis

Der Carl-von-Ossietzky-Preis für Zeitgeschichte und Politik wird von der Stadt Oldenburg alle zwei Jahre für Arbeiten, Gesamtwerke oder an Personen vergeben, die sich in herausragender Weise mit Leben und Werk Ossietzkys, dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus und der demokratischen Tradition und Gegenwart befassen oder die sich im Geiste Ossietzkys mit Themen der Politik und Zeitgeschichte auseinandersetzen.

 

Weitere Informationen

Hier stehen folgende Informationen bereit:

 

 

Podiumsgespräch

Foto: Peter Kreier

Bereits am Donnerstag, 3. Mai, fand ein öffentliches Podiumsgespräch mit Ágnes Heller und prominenten Gästen statt. Das Thema des Abends lautete „Demokratie und Freiheitsrechte in Ungarn – Rechtspopulismus in der EU“. Gesprächspartner von Ágnes Heller waren Prof. em. Dr. Lutz Niethammer (Jena), Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer (Bielefeld) und die ungarische Wissenschaftlerin Luca Váradi (Berlin). Moderiert wurde die Veranstaltung von Rainer Sütfeld, NDR Kultur, Hannover.

Podiumsgäste und Publikum. Foto: Peter Kreier
Foto: Peter Kreier
Podiumsgäste. Foto: Peter Kreier
Foto: Peter Kreier