Wespen, Hornissen, Bienen und Hummeln - Stadt Oldenburg
Wespen, Hornissen, Bienen und Hummeln

Wespen, Hornissen, Bienen und Hummeln

Zwei Bienen auf einer Wabe
Foto: Maren Bessler, pixelio.de

Alljährlich in den Sommermonaten sind sie wieder unterwegs – und fliegen ins Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger: Hornissen, Wespen, wildlebende Bienen und Hummeln sind auf Nahrungssuche und bauen ihre Nester auch im besiedelten Bereich.
Dies ist jedoch kein Grund zur Panik. Mit der Einhaltung einfacher Verhaltensregeln und mit etwas Toleranz gegenüber diesen für den Naturhaushalt sehr wichtigen Tieren, die zur größten Insektenordnung, der Gruppe der Hautflügler (Hymenoptera) gehören, ist meistens ein Zusammenleben über den Sommer möglich. Hautflügler übernehmen wichtige Aufgaben im Naturhaushalt wie die Bestäubung von Pflanzen (z.B. Obstbäumen). Zur Fütterung ihrer Brut benötigen sie Eiweiß in Form von Fleisch, das sie durch die Jagd anderer Insekten (z.B. Fliegen, Schnaken) erhalten. Die Nester werden nur in einer Saison besiedelt; die Völker sterben je nach Art spätestens Ende Oktober bzw. Anfang November ab. Nur die jungen Königinnen überleben. Sie verlassen das Nest, überwintern frostfrei in Baumstubben oder Holzstapeln und gründen im nächsten Frühjahr einen neuen Staat in einem neuen Nest.
Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist es verboten, Wespen, Hornissen, Bienen und Hummeln und alle anderen wildlebenden Tiere unnötig zu beunruhigen, zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Zudem sind die Hornisse und einige andere Wespenarten (alle heimischen Arten der Kreisel- und Knopfhornwespen) sowie alle wildlebenden Bienen und Hummeln nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Eine Umsiedlung bzw. im Ausnahmefall eine Abtötung darf nur nach vorheriger Genehmigung durch die Untere Naturschutzbehörde erfolgen.

Um den Umgang mit diesen Tieren zu erleichtern und die notwendigen Maßnahmen festzustellen, bietet die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Oldenburg (Oldb) telefonische Beratungen und persönliche Beratungen vor Ort im Bereich der Stadt Oldenburg an. Die Beratungen sind für den Bürger kostenlos. Für diese Beratungen stehen seit 2005 sieben in einem Beraternetz organisierte ehrenamtlich tätige Imker zur Verfügung. In den Jahren 2005 bis 2010 wurden von den ehrenamtlichen Beratern in der Sommersaison jeweils zirka 180 bis 200 vor-Ort-Beratungen durchgeführt. 

Für dieses besondere ehrenamtliche Engagement wurde den ehrenamtlich tätigen Beratern der Umweltschutzpreis 2007 verliehen.

Bei Fragen und Problemen wenden Sie sich bitte an das Umwelttelefon der Stadt Oldenburg. Wir beraten Sie, stellen Informationsmaterial zur Verfügung und stellen den Kontakt zum nächstgelegenen Berater her.

Um langfristig die kontinuierliche Weiterführung dieses Projektes zu gewährleisten, sucht die Untere Naturschutzbehörde weitere Personen, die Interesse an dieser ehrenamtlichen Tätigkeit im Beraternetz haben. Vorteilhaft haben sich hier Kenntnisse als Hobby-Imker(in) erwiesen, sie sind aber nicht zwingende Voraussetzung für die Mitarbeit. Für Fragen und weitere Informationen sprechen Sie uns bitte an.

Kontakt:

Fachdienst Naturschutz und technischer Umweltschutz
Industriestraße 1
Eingang B, 1. Stock, Zimmer 150
26105 Oldenburg
Umwelttelefon: 0441/235-2777
Umweltmail: naturschutz(at)stadt-oldenburg.de
Umweltfax: 0441/235-2110

 

Stechimmenwand, Informationsbroschüren, Pflanzpakete und Aktionen

Stechimmenwand im Botanischen Garten
Foto: Stadt Oldenburg

Im Frühjahr 2008 wurden zwei weitere wichtige Projekte für die Unterstützung der Aufklärungsarbeit des Beraternetzes umgesetzt:

Im Botanischen Garten der Universität Oldenburg wurde mit Projektförderung durch die Niedersächsische Lottostiftung, durch die Umweltstiftung Weser-Ems und durch das Hautflüglerberaternetz (Einbringen des Umweltschutzpreise i.H.v. 1000 Euro)  eine Stechimmenwand errichtet, und es wurden Informationsbroschüren jeweils für Erwachsene und Kinder erstellt.  Die Broschüren werden kostenlos an Interessierte und im Rahmen der Vor-Ort-Beratung ausgegeben.  Die Broschüren können Sie kostenlos unter der nachfolgenden Kontaktadresse bestellen und hier einsehen:

Im Frühjahr 2009 wurde im Rahmen eines Folgeprojektes der Bereich der Stechimmenwand im botanischen Garten durch ein Schaubeet mit Wildpflanzen für Wildbienen und Co ergänzt. Die Pflanzen sind umfangreich beschildert, und es gibt eine ausführliche Informationsbroschüre (PFD, 847 KB) zum Thema "Wildbienen und Co in Oldenburger Gärten", die Sie durch Anklicken herunterladen und einsehen können. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Pflanzen in zwei verschiedenen Pflanzpaketen bei unserem Projektpartner, der Biolandgärtnerei Kräuterei an der Alexanderstraße 29 a in Oldenburg, zu erwerben. Näheres zu den Pflanzpaketen entnehmen Sie bitte einem Informationsblatt, dass Sie hier » (PDF, 449 KB) herunterladen können.

Am 13.06.2010 und am 12.06.2011 nahm die Untere Naturschutzbehörde wiederum am  Schautag des Botanischen Gartens  in der Internationalen Woche der Botanischen Gärten teil. Leitthema war die Biologische Vielfalt, die bedroht ist, und die wieder mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden soll.

Bei Fragen und Problemen wenden Sie sich bitte an das Umwelttelefon der Stadt Oldenburg.
Wir beraten Sie, stellen Informationsmaterial zur Verfügung und stellen den Kontakt zum nächstgelegenen Berater her.

Weiterführende Informationen über Hautflügler (Hymenoptera) erhalten Sie auch unter folgenden Internetadressen: