MapMyDay in Oldenburg gestartet - Stadt Oldenburg
MapMyDay in Oldenburg gestartet

„MapMyDay!“ – Oldenburg goes wheelmap!

Foto: www.dasdenkeichduesseldorf.
wordpress.com/Pixelio.de
Rolliräder an einer Kante. Foto: www.dasdenkeichduesseldorf.wordpress.com/Pixelio.de

Unter der Schirmherrschaft von Baudezernentin Gabriele Nießen fand am Samstag, 11. Juni 2016, der Start zur Kampagne MapMyDay in Oldenburg statt. Auf der Online-Plattform www.wheelmap.org » können seit 2010 öffentliche Orte in ganz Deutschland nach ihrer baulichen Barrierefreiheit beurteilt werden. Dies geschieht nach dem Ampelprinzip von grün „völlig barrierefrei“ bis rot „nicht barrierefrei“.

Erfolgreicher Auftakt am 11. Juni im Schlauen Haus

Oldenburg hatte sich im Rahmen des Inklusionsprozesses entschlossen, seine Präsenz auf der Online-Plattform zu verstärken. Drei sogenannte „Mapping-Aktionen“ werden bis zur Inklusionswoche 2017 mithilfe der Zivilgesellschaft durchgeführt. Bei diesen Aktionen werden Orte gezielt auf ihre Barrierefreiheit hin erkundet und die Ergebnisse online auf www.wheelmap.org » dargestellt. An der Auftaktveranstaltung vom Samstag, 11. Juni, im Schlauen Haus, nahmen rund 20 Personen teil.

Hier ging es zunächst einmal um Grundsätzliches: Was ist die wheelmap? Wie kann ich Orte bewerten und wie kann ich neue Orte hinzufügen? Danach wurde es aber auch konkret: So wurde die Oldenburger Innenstadt in überschaubare Gebiete eingeteilt und die Anwesenden zogen in kleinen Teams los, um erste Erfahrungen beim „Mappen“ zu machen. Am Ende der Veranstaltung konnten beachtliche 100 neue Bewertungen/Neueintragungen verzeichnet werden.

Doch nicht nur Technikbegeisterte kamen an diesem Tag zum Zuge: Mithilfe eines kurzen Formulars konnten Eintragungen auch manuell vorgenommen werden. Diese werden dann zu einem späteren Zeitpunkt online nachgepflegt. „Uns ist es nicht wichtig, ob jemand ein Smartphone oder ein Tablett hat“, erklärt Susanne Jungkunz von der Strategischen Sozialplanung, „auf einen wachen Blick für Barrieren kommt es an.“

„Eine Stadt, die ein gutes Leben für alle Bürgerinnen und Bürger möchte, muss sich bemühen, die Barrieren im öffentlichen Raum und in öffentlichen Gebäuden Stück für Stück abzubauen. Dafür brauchen wir alle, die Menschen in Rat und Verwaltung, aber auch die Leute vor Ort, in der Innenstadt, in den Quartieren, die Geschäftsleute, die Dienstleister. Eine große Aufgabe, für die wir viel Zeit brauchen werden. Wichtig ist aber der erste Schritt: Möglichst vielen die Barrieren bewusst zu machen und sie für die gemeinsame Aufgabe zu gewinnen. Hierfür ist die Kampagne eine gute Unterstützung“, erklärt auch Baudezernentin und Schirmherrin Gabriele Nießen.

Quelle: www.wheelmap.org
Auszug aus der wheelmap-Karte. Quelle: www.wheelmap.org

Wie geht es weiter?

Nach dem gelungenen Kampagnenstart werden weitere Aktionen folgen: Im Herbst diesen Jahres fand eine weitere kleine Mapping-Aktion rund um den Oldenburger Bahnhof und den Hafen statt, um auch dort Barrieren (noch) sichtbarer zu machen. „Dafür eignet sich die wheelmap-Plattform ideal“, meint Peter Dresen von der Fachstelle Inklusion. Im Frühjahr 2017 wird die dritte „Mapping-Aktion“ ausgerichtet, ehe auf der 6. Oldenburger Inklusionswoche 2017 das gesamte Projekt seinen vorläufigen Abschluss findet. Neben diesen Aktionen sollen auch die Oldenburger Schulen einbezogen werden: Schülerinnen und Schüler können theoretische und praktische Erfahrungen mit der Online-Karte sammeln und in die Rolle von Mappern, Architekten, Rollstuhlfahrern, Älteren, Statistikern oder Journalisten schlüpfen und damit wichtige Beiträge leisten, um die Barrierefreiheit in Oldenburg sichtbar zu machen.

Darüber hinaus gibt es Informationsveranstaltungen in einzelnen Quartieren Oldenburgs.

„Die Kampagne fordert die Oldenburgerinnen und Oldenburger auf, bewusster auf mögliche Barrieren im täglichen Leben zu achten und entsprechend noch weitere Orte auf der digitalen Karte einzutragen. Auch die Inhaber, Besitzer und Betreiber von Orten öffentlichen Interesses sollen so für die Barrierefreiheit gewonnen werden“, erläutert Jungkunz den weiteren Verlauf.

Die „MapMayDay“-Kampagne soll generationenübergreifend die Bedürfnisse und Blickwinkel der verschiedensten Bevölkerungsgruppen sichtbar machen: Junge, Ältere, Familien mit kleinen Kindern und viele mehr. Wiebke Hendeß, Behindertenberaterin des Studentenwerkes Oldenburg lobt: „Wheelmap ist eine tolle Plattform, um eine Übersicht zu erhalten. Gerade auch die Funktion ‚barrierefreie Toilette‘ ist sinnvoll, sollte aber noch viel stärker genutzt werden.“ David Hienen, DJ und Rollstuhlfahrer: „Wenn ich irgendwo hin will, rufe ich meist vorher dort an und frage, ob der Ort barrierefrei ist. Vielleicht wird das durch die Wheelmap-Kampagne irgendwann nicht mehr nötig sein.“ Auch Corinna Schroth, VdK Sozialverband, ist begeistert: „Wir haben eine ähnliche Kampagne gestartet. Was mir an Wheelmap gefällt, ist, dass dort auch die positiven Beispiele gelistet werden.“
Mehr Informationen zur VdK-Kampagne gibt es hier »

Hier geht es direkt zur wheelmap »

Wenn Sie wissen möchten, wie Sie sich beteiligen können oder andere Informationen über die Oldenburger Kampagne haben möchten, schreiben Sie uns: inklusion(at)stadt-oldenburg.de