Einbürgerung - Stadt Oldenburg
Einbürgerung

Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung

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Schlüssel. Foto: Tatjana Balzer/Fotolia.com

Haben Sie nicht nur Ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland, sondern auch die deutsche Sprache, das Land, die Menschen und die Kultur kennengelernt und sind ein Teil davon geworden, besteht die Möglichkeit, Ihre Einbürgerung zu beantragen. Durch die Einbürgerung werden Sie deutscher Staatsangehöriger mit allen dazugehörigen Rechten und Pflichten.

Für den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit müssen Sie im Regelfall Ihre bisherige Staatsangehörigkeit aufgeben. Für Staatsangehörige der Mitgliedstaaten der Europäischen Union, für anerkannte Asylberechtigte und Flüchtlinge sowie für weitere Staatsangehörige gibt es hiervon Ausnahmen.

Die Anspruchseinbürgerung setzt voraus, dass Sie

  • sich seit acht Jahren durchgängig rechtmäßig in Deutschland aufhalten
  • ein unbefristetes Aufenthaltsrecht oder eine Aufenthaltserlaubnis für andere als die in §§ 16, 17, 20, 22, 23 Abs. 1, 23a, 24 und 25 Abs. 3 bis 5 des Aufenthaltsgesetzes aufgeführten Zwecke besitzen
  • den Lebensunterhalt für sich und Ihre unterhaltsberechtigten Angehörigen ohne den Bezug von Leistungen nach dem SGB II (sog. Arbeitslosengeld II) oder SGB XII (so genannte Sozialhilfe) sicherstellen können oder unverschuldet auf diese Leistungen angewiesen sind
  • nicht wegen einer Straftat verurteilt worden sind, wobei Verurteilungen in geringem Maß unter Umständen außer Betracht bleiben können; wird aktuell ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren gegen Sie geführt oder befinden Sie sich in einer laufenden Bewährungszeit, ist Ihre Einbürgerung zunächst ausgeschlossen.
  • über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen (Niveau B 1)
  • über Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland verfügen (zum Beispiel nachzuweisen durch einen allgemeinbildenden deutschen Schulabschluss oder einen sogenannten Einbürgerungstest)
  • sich zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland bekennen, hierfür unterschreiben Sie die so genannte „Loyalitätserklärung“

Für Ehegatten von deutschen Staatsangehörigen, Inhaber von Reiseausweisen für Flüchtlinge und bei erfolgreichem Abschluss eines Integrationskurses kann die erforderliche Aufenthaltsdauer verkürzt werden.

Ehegatten und Kinder können unter bestimmten Voraussetzungen miteingebürgert werden, auch wenn sie selbst nicht alle Voraussetzungen erfüllen.

Die Gebühr für die Einbürgerung beträgt jeweils 255 Euro für den Antragsteller und den Ehegatten und 51 Euro für jedes miteinzubürgernde Kind unter 16 Jahren ohne eigenes Einkommen. Ab Vollendung des 16. Lebensjahres müssen Kinder einen eigenen Einbürgerungsantrag stellen.

Gerne erörtern wir in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen, ob eine Einbürgerung für Sie in Frage kommt. Bitte vereinbaren Sie hierzu einen Termin mit uns. Eine Übersicht der Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner finden Sie auf der folgenden Seite. mehr »

Weitere Informationen

Sie können den folgenden Merkblättern weitere ausführliche Informationen entnehmen:

Merkblatt die deutsche Staatsangehörigkeit » (PDF, 56 KB)

Hinweise für die Einbürgerung Sprachnachweis und Einbürgerungstest » (PDF, 35 KB)