Erhalt der Gleishalle - Stadt Oldenburg
Erhalt der Gleishalle

Gespräche zum Erhalt der Oldenburger Gleishalle wieder aufgenommen

Foto: Peter Duddek
Schild Hauptbahnhof. Foto: Peter Duddek

Im Hinblick auf die Zukunft der Oldenburger Gleishalle sind die DB Station & Service AG und die Stadt Oldenburg wieder in lösungsorientierte und ergebnisoffene Gespräche eingetreten. Eine Kooperationsvereinbarung wurde am 14. Juli 2017 zwischen der Stadt und der DB geschlossen. Die DB hat bereits zugesagt, die Option zur Sanierung der Gleishalle in ihre Überlegungen und Prüfungen einzubeziehen – die verschiedenen Varianten eines Neubaus sind damit nicht mehr die einzigen Optionen, ein Erhalt der historischen Gleishalle wird nunmehr ergebnisoffen in Betracht gezogen.

Positive Entwicklung
Für Oberbürgermeister Jürgen Krogmann ein wichtiges Signal: „Wir haben schon jetzt mehr erreicht, als wir uns bisher erhofft hatten. Zum ersten Mal ist die DB bereit, die Sanierungsfähigkeit der Bahnhofsgleishalle ergebnisoffen zu prüfen.“

„Das ist eine sehr positive Entwicklung für alle Mitstreiter, die sich für den Erhalt der historischen Gleishalle einsetzen: für die Oldenburgische Landschaft, das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege, für uns als Stadt und andere“, betont Baudezernentin Gabriele Nießen.

Gutachten und Materialprüfungen
„Wir haben nochmals umfangreiche statische Gutachten und Materialprüfungen angestoßen. Ergebnisse liegen voraussichtlich Mitte des Jahres vor. Auf der Basis werden wir dann die Aufwände berechnen und mit der Stadt über Lösungen zur Finanzierung sprechen. Parallel nehmen wir unsere Verkehrssicherungspflicht wahr, indem wir die hölzerne Schutzkonstruktion auf allen betroffenen Bahnsteigen herstellen. Wir werden diese aber gegenüber der bisherigen Ausführung verschlanken“, ergänzt Bärbel Aissen, Leiterin Regionalbereich Nord von DB Station & Service.

Ziel der Kooperationsvereinbarung ist eine gemeinsame Verständigung über das weitere Vorgehen, das in diesem Zuge auch auf gemeinsam beauftragten Untersuchungen beruht. Die von der Stadt Oldenburg beauftragen Gutachter sollen ebenfalls beteiligt werden. Mit der Vereinbarung werden die laufenden gerichtlichen Eilverfahren der DB gegen die Stadt beigelegt. Die Stadt hatte der DB unter anderem untersagt, bestimmte Betonplatten zu entfernen, ohne der Unteren Denkmalschutzbehörde ein aussagekräftiges Sanierungskonzept vorzulegen.

Die Deutsche Bahn hat das Baudezernat Anfang November ausführlich über den Stand der Voruntersuchungen (Fundamentqualitäten, Schiefstellungen von Stützen, Stahlgüte, Zustand der Betoneindeckung etc.) informiert. Sobald hierzu ein Endbericht vorliegt, werden die Unterlagen zur Verfügung gestellt, damit die von der Stadt beauftragten Gutachter eine Stellungnahme abgeben können. Ziel ist es, dass Ende Februar eine Aussage aller Sachverständigen (von Bahn und Stadt) vorliegt.