Preisverleihung 2016 - Stadt Oldenburg
Preisverleihung 2016

Verleihung des Carl-von Ossietzky-Preises an Ahmad Mansour

Foto: Heike Steinweg
Carl-von-Ossietzky-Preisträger 2016 Ahmad Mansour. Foto: Heike Steinweg.

Der Psychologe und Islamexperte Ahmad Mansour ist am Vorabend des Todestages Carl von Ossietzkys, am Dienstag, 3. Mai, mit dem gleichnamigen Preis der Stadt Oldenburg für Zeitgeschichte und Politik ausgezeichnet worden. Im Rahmen des Festaktes im Kulturzentrum PFL wurde auch das Werk des diesjährigen Kompositionspreisträgers Malte Giesen zur Uraufführung gebracht

Begründung der Jury
Mansour hat den Preis erhalten „aufgrund seines außerordentlichen Einsatzes für Demokratie, Toleranz und Integration. Mit seiner beispielhaften Präventions- und Aufklärungsarbeit setzt er sich eindrucksvoll für ein demokratisches, gewaltfreies und friedliches, dem Grundgesetz und den Menschenrechten verpflichtetes Zusammenleben ein“, so die Jury.

Die Laudatio hielt Bundesminister a. D. Gerhart R. Baum. Baum war von 1972 bis 1994 Mitglied des Deutschen Bundestages, von 1978 bis 1982 Bundesminister des Innern. Er ist als Rechtsanwalt tätig und war an mehreren erfolgreichen Verfassungsbeschwerden beteiligt, unter anderem gegen die Vorratsdatenspeicherung. Er setzt sich seit Langem für den Schutz von Bürger- und Menschenrechten ein und ist zudem kulturell engagiert, beispielsweise im Bereich der Neuen Musik.

Zur Person Ahmad Mansour
Der in Berlin lebende Ahmad Mansour wurde in einem arabischen Dorf bei Tel Aviv in Israel geboren. Als Jugendlicher vollzog sich dort in der örtlichen Koranschule seine Erziehung zum Islamisten. Nach einem langen, schwierigen Prozess der Abkehr engagiert er sich nun bei verschiedenen Einrichtungen in der Präventionsarbeit gegen Radikalisierung, Unterdrückung und Antisemitismus. Er ist unter anderem Programmdirektor der „European Foundation for Democracy“ in Brüssel und führt zudem regelmäßig Schulungen und Workshops durch.

Über den Preis
Der Carl-von-Ossietzky-Preis für Zeitgeschichte und Politik wird von der Stadt Oldenburg alle zwei Jahre für Arbeiten, Gesamtwerke oder an Personen vergeben, die sich in herausragender Weise mit Leben und Werk Ossietzkys, dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus und der demokratischen Tradition und Gegenwart befassen oder die sich im Geiste Ossietzkys mit Themen der Politik und Zeitgeschichte auseinandersetzen. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Reden

Hier finden Sie die Reden, die anlässlich der Preisverleihung gehalten wurden.
Es gilt jeweils das gesprochene Wort!

Eindrücke von der Preisverleihung 2016

Foto: Peter Kreier
Der Preisträger Ahmad Mansour im Publikum neben dem Bundesminister a. D. Gerhart R. Baum und Prof. Dr. Sabine Doering. Foto: Peter Kreier.
Foto: Peter Kreier
Das oh-ton ensemble bei der Uraufführung von „Die Paradoxie der Sichtbarkeit II.“ Foto: Peter Kreier.
Foto: Peter Kreier
Bundesminister a. D. Gerhart R. Baum bei seiner Laudatio auf Herrn Mansour. Foto: Peter Kreier.
Foto: Peter Kreier
Das Überreichen der Urkunde. Von links nach rechts: Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, Ahmad Mansour, Bundesminister a. D. Gerhart R. Baum. Foto: Peter Kreier.
Foto: Peter Kreier
Preisträger Ahmad Mansour hält seeine Dankesrede. Foto: Peter Kreier.
Foto: Peter Kreier
Preisträger Ahmad Mansour. Foto: Peter Kreier.