JobPaten - Stadt Oldenburg
JobPaten

Selfieausstellung des Jobpatenprojekts

Foto: privat
Foto: privat

Zu Selfies kann man stehen wie man will. Sie sind aber aus dem Leben vieler Jugendlicher nicht mehr wegzudenken. Und an diese Lebenswelt der Jugendlichen knüpft die Ausstellung an. Sie zeigt die Jobpatinnen und Jobpaten und deren Patenschülerinnen und Patenschüler bei ihren regelmäßigen Treffen. Die selbst inszenierten Fotos zeigen, dass es bei einer Jobpatenschaft um weit mehr geht, als um die Unterstützung bei der Berufsorientierung. Es geht um eine Beziehung, die entsteht und beidenSeiten neue Welten öffnet und bereichert.

Alle Jobpaten setzen ihre fachlichen und sozialen Fähigkeiten ein, Einfühlungsvermögen, Freude an der Arbeit mit Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund sowie Reflexionsvermögenund Frustrationstoleranz. Und mit ihren Beziehungsnetzen helfen sie, Türen zu öffnen.

Die Paten nehmen in der Pubertät – und eventuell im Integrationsprozess – der Jugendlichen eine bestimmte, vielleicht distanziertere Rolle als Eltern und Lehrer ein. Es ist wohltuend, dass sich jemand für sie interessiert, sich einsetzt und sie ermutigt. Letztlich fördern die Jobpaten das Selbstvertrauen der Jugendlichen, die Dinge selber anzupacken.

Nicht nur die Jugendlichen, auch die Paten profitieren von der Jobpatenschaft. Sie lernen die Alltagswirklichkeit von Schülern und häufig ebenfalls eine andere Kultur kennen. Eigene Lebens- und Berufserfahrungen werden weitergegeben und die Arbeit mit Jugendlichen macht Freude. Auf die Ausbildung und Begleitung der Paten wird großen Wert gelegt. Sie werden von der Agentur :ehrensache in die Aufgaben eingeführt und während der Jobpatenschaft laufend begleitet. Das Engagement ist ehrenamtlich.

Im Jobpatenprojekt haben seit 2006 bis heute insgesamt mehr als 400 ehrenamtliche Jobpaten über 450 Schüler aus Oldenburger Oberschulen und Gesamtschulen begleitet. Partner des Jobpatenprojektes sind neben den Schulen die IHK, die Handwerkskammer, das Jugendamt, das Amt für Wirtschaftsförderung sowie die bundesweite Initiative „Arbeit durch Management/Patenmodell“ und die Diakonie. Die Schirmherrschaft hat der Oldenburger Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Die Ausstellung im Flurbereich der Agentur :ehrensache können Sie bis zum 4. Oktober 2017 besuchen.

Aktuell werden Jobpatinnen und Jobpaten für den 11. Durchgang des Projekts, der Anfang 2018 beginnt, gesucht. Wer Interesse an einer Patenschaft hat, kann sich gerne bei Monika Engelmann-Bölts unter Telefon 0441 235-2311 oder per Mail unter monika.engelmann-boelts(at)stadt-oldenburg.de melden.

Erfahrene JobPaten für Jugendliche gesucht

Foto: formsache, Gerlinde Domininghaus
Portrait eines Jugendlichen. Foto: formsache, Gerlinde Domininghaus

Wer den Sprung von der Schulbank in die Berufswelt unternimmt, zählt gerne auf kompetente und engagierte Unterstützung. Das von der Agentur :ehrensache im Jahr 2006 gestartete und bis heute koordinierte Modellprojekt JobPaten setzt genau hier an: Es vermittelt erfahrene Erwachsene mit Berufs- und Lebenserfahrung an Schülerinnen und Schüler, um diese auf ihrem Weg in die Arbeitswelt zu begleiten. 

Warum Jobpatenschaften?
Für Schülerinnen und Schüler gestaltet sich der Übergang von der Schule ins Berufsleben immer schwieriger. Nicht selten sind die Mädchen und Jungen durch den Druck, auch den richtigen Beruf zu finden, den Lehrstellenmangel und häufige Absagen auf ihre Bewerbungen ratlos und entmutigt. Besonders wenn sie keine Unterstützung aus ihrem sozialen Umfeld erhalten können oder erhalten, droht ein Scheitern und oft Jugendarbeitslosigkeit. Das Projekt JobPaten möchte genau dies verhindern und den Jugendlichen Perspektiven aufzeigen und Beistand leisten.

Foto: Stadt Oldenburg
JobPate Achim Brumund und Patenschüler Marcus Foto: Stadt Oldenburg

JobPaten helfen und motivieren
Dafür sollen aktive oder ehemalige Berufstätige mit Berufserfahrungen aus den Bereichen Wirtschaft, Handwerk, Handel, Pädagogik/Psychologie, Verwaltung und ähnlichem gewonnen werden, die ihre sozialen und fachlichen Kompetenzen einsetzen, um den Jugendlichen den Einstieg in das Berufsleben zu erleichtern. Wünschenswert wäre hierfür, dass Paten auch auf Führungs- und Ausbildungserfahrungen zurückgreifen können, sind aber nicht Bedingung. Die JobPaten treffen mit Schülerinnen und Schülern ab der 8. Klasse von sieben Oldenburger Ober- und integrierten Gesamtschulen zusammen. Die Jugendlichen in diesem Alter wissen dann oft noch nicht, wo ihre spezifischen Talente und Stärken liegen, wie die Arbeitswelt aussieht, wie sie sich bewerben und bewegen müssen und was sie erwartet, wenn sie die Schule verlassen.