Klimawandel - Stadt Oldenburg
Klimawandel

Klimawandel und Klimaszenarien

Foto: Deutscher Wetterdienst
Wolkenbild: Foto: Deutscher Wetterdienst

„Das Jahr 2016 brachte den dritten globalen Temperaturrekord in Folge. In Deutschland betrug die mittlere Temperatur 9,5 °C, ein Plus von 1,3 Grad verglichen mit dem Mittel des Referenzzeitraumes 1961 bis1990.

Den Temperaturrekord in Deutschland hält das Jahr 2014 mit 10,3 °C. Diese Werte stellen dabei sehr wahrscheinlich nur die bisherigen Höhepunkte einer fortlaufenden Entwicklung dar. Der 5. Sachstandsbericht des Weltklimarates (IPCC) lässt für den weiteren Verlauf dieses Jahrhundert seine weitere deutliche Klimaerwärmung erwarten.

Der Klimawandel stellt für nahezu jeden von uns eine große Herausforderung dar. Sei es beispielsweise für Sie in Form vermehrt auftretender Tage mit Hitzebelastung oder für den Landwirt in Form häufiger vorkommender extremer Witterungsereignisse." Dr. Paul Becker Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes/Nationaler Klimareport

Der Nationale Klimareport fasst das bekannte Wissen über das Klima von gestern, heute und morgen in Deutschland kurz und knapp zusammen. Hier geht es zum Download » ( PDF 8 MB)

Klimaszenarien und Anpassungsstrategien für Niedersachen finden Sie auch auf den Seiten des Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz hier »

Klimaanpassung und Gründächer

Bild: Stadt Oldenburg
Dachbegrünung auf einem Flachdach; Bild: Stadt Oldenburg

Die bereits vor Jahrzehnten vom Naturschutz proklamierte Dachbegrünung gewinnt heute im Zusammenhang mit Stadtklima und Klimaanpassung eine neue Bedeutung. Mit einer erhebliche Zunahme der Bodenversiegelung gehen zahlreiche Probleme einher: Neben dem Verlust von pflanzlichen und tierischen Lebensräumen ergeben sich negative Auswirkungen auf das Stadtklima (zum Beispiel verstärkte sommerliche Aufheizung, verringerte Staubbindung und Luftfeuchtigkeit) und damit direkt auch für die Wohnbevölkerung. Darüber hinaus wird die Versickerung und Rückhaltung von Niederschlagswasser verhindert, wodurch sich besonders bei zunehmenden Starkregenereignissen Überlastungen der Stadtentwässerungssysteme mit örtlichen Überschwemmungen und erheblichen Sachschäden ergeben. Dachbegrünungen können dazu beitragen, diese Probleme zu verringern. Sie können im Jahresmittel eine Wasserrückhaltung von 40 bis 60 Prozent leisten, Intensivbegrünungen sogar bis über 90 Prozent (aus: FFL-Dachbegrünungsrichtlinie). Dadurch lassen sich entsprechende Kosten für die Einleitung von Niederschlagswasser in die Kanalisation sparen und eine erhebliche Verlängerung der Lebensdauer der Dachhaut erreichen. Das erforderliche Volumen von Rückhalteanlagen wird verringert; Wärmedämmung und Hitzeabschirmung werden erhöht, das Stadtklima durch Verdunstung und Staubbindung positiv beeinflusst, usw. Einen Beitrag zum (globalen) Klimaschutz können Gründächer dagegen nicht leisten.

Gründächer in Oldenburg

Bild: LzO
Gründach auf der Hauptzentrale der Landessparkasse zu Oldenburg: Bild: LzO

Ein besonders positives Beispiel in Oldenburg ist das 5600 Quadratmeter große Sedum-Moosdach auf den Betriebsgebäuden der VWG, das bereits 1996 angelegt wurde und nach dortigen Angaben „bis heute unverändert absolut pflegeleicht" ist.

Sehr beispielhaft ist auch die Begrünung der Hauptzentrale der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) auf einer Fläche von ca. 2400 Quadratmeter. Die LzO führt Dachbegrünungen, soweit es umsetzbar, auch bei ihren Filialen in Stadt und Region durch.

Weitere Projekte sind der Wohnpark Wechloyer Tor (ca. 800 Quadratmeter), sowie das Neubaugebiet „Wohnen am Küstenkanal“ (alle Gebäudedächer mit weniger als 15 Grad Neigung).

Oldenburger Gründachkataster

Foto: VWG
Sedum-Moosdach auf den Betriebsgebäuden der VWG; Bild: VWG

In Kooperation mit dem Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) hat die Stadt Oldenburg ein Gründachkataster erstellt. Wenn Sie wissen möchten, ob auch Ihr Dach für eine Begrünung geeignet ist, informieren Sie sich hier »