Fragen und Antworten - Stadt Oldenburg
Fragen und Antworten

Wie groß ist der Fliegerhorst und wem gehört(e) er?

Die Fläche des Fliegerhorstes umfasst insgesamt 309 Hektar. Davon entfallen 4 Hektar auf die Gemeinde Bad Zwischenahn, 112 Hektar auf die Gemeinde Wiefelstede und 193 Hektar auf die Stadt Oldenburg. Seit Anfang 2014 ist die Stadt Oldenburg im vollständigen Eigentum der Flächen des Fliegerhorstes, die sich auf ihrem Stadtgebiet befinden.

Warum ist das Gelände abgeriegelt und wie komme ich auf das Gelände?

Es ist nicht ganz ungefährlich, sich auf dem Fliegerhorst aufzuhalten. Es gibt dort noch Altlasten sowie Flächen, die mit Munition kontaminiert sind oder Gebäude, die nicht betreten werden dürfen. Sie können den Fliegerhorst während unserer Fahrradtouren » erkunden. Bitte kontaktieren Sie uns dazu unter fliegerhorst(at)stadt-oldenburg.de.

Sind die verschiedenen Flächen auf dem Fliegerhorst schon verplant?

Die Stadt hat von der Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (BImA) den Fliegerhorst unter bestimmten Bedingungen gekauft. Hierzu wurde eine Wertzonenkarte » erstellt Grundsätzlich sind Abweichungen von dieser Aufteilung noch möglich.

Gibt es Naturschutzflächen auf dem Fliegerhorst? Wie wird damit umgegangen?

Teile des Fliegerhorstes haben eine hohe Bedeutung für die Natur. So ist im Nordosten eine größere Fläche bereits unter Naturschutz gestellt. Außerdem prägen Gehölz- und Waldbestände das Gelände. Diese sollten erhalten bleiben.

Wie soll der neue Stadtteil verkehrsmäßig erschlossen werden?

Um das Gebiet zu erschließen, könnten zum Teil die vorhandenen Straßenparzellen genutzt werden. Dies ist jedoch nicht ausreichend, so dass auch neue Verbindungsstraßen notwendig werden.

Was ist mit den ganzen alten Gebäuden?

Einige Gebäude waren baufällig und mussten bereits aus Sicherheitsgründen abgerissen werden. Die Stadt geht davon aus, dass ein Teil der Gebäude weitergenutzt werden kann, wenn dies für zukünftige Investoren wirtschaftlich tragbar ist.

Gibt es bereits Mieter und Bewohner des Fliegerhorstes?

Die Stadt hat von der Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (BImA) Mieter übernommen, die vor allem die Garagen und Hallen gemietet haben. Außerdem befindet sich eine Form alternativen und selbstbestimmten Lebens (Wagenburg) auf der Fläche.

Gibt es schon Überlegungen für die Entwicklung der Fläche?

Es hat bereits einen Architektenwettbewerb im Jahr 2006 gegeben. Ein Teil der damals genannten Ideen ließe sich auch heute noch umsetzen. Andere Flächen, wie zum Beispiel die der Start- und Landebahn, stehen heute nicht mehr zur Verfügung.

Wird sich die Entwässerung im Norden Oldenburgs durch eine Bebauung ändern?

Die Entwässerung des Stadtnordens stellt eine große Herausforderung dar. Zurzeit erarbeitet der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) für den Fliegerhorst ein Konzept, das Lösungsansätze bieten soll. Dabei steht über den Generalentwässerungsplan schon fest, dass eine Umleitung der Ofenerdieker Bäke in Richtung Westen erfolgen muss.

Können die vorhanden Straßen, Leitungen und Kanäle ohne weiteres wieder genutzt werden?

Dies wird noch weiter zu untersuchen sein.

Von der städtischen Vermessung wurde bereits im Jahre 2004 die Topografie des Fliegerhorstes mit dem bestehenden Straßensystem aufgenommen. Ende 2006 wurden diese Pläne mit Hilfe der von der Bundeswehr zur Verfügung gestellten Leitungsbestandspläne ergänzt – wobei sich allerdings herausstellte, dass diese aufgrund ihrer Qualität die Lage der einzelnen Leitungen nur grob wiedergeben können. Nach diesen Plänen müsste ein Großteil der Leitungen außerhalb der Straßentrasse liegen, beziehungsweise im Bereich des freien Geländes verlaufen. Allein schon deswegen ist eine örtliche Überprüfung (Aufgrabungen und Einmessungen) und in Teilabschnitten eine Neuverlegung der Leitungsnetze erforderlich.

Die Schmutz- und Regenwasserkanäle verlaufen häufig außerhalb der bestehenden Straßentrassen quer über das Gelände. Es wird davon ausgegangen, dass sowohl das Schmutzwassernetz als auch die Oberflächenentwässerung komplett neu zu beordnen sind. Ob das Schmutzwasserkanalnetz zumindest teilweise weiter nutzbar ist, hängt zum einen vom baulichen Zustand und der jeweiligen Lage der einzelnen Kanäle ab, zum anderen von den zukünftigen Nutzungen und dem daraus resultierenden Abwasseranfall.