Planungsrahmen - Stadt Oldenburg
Planungsrahmen

Was ist möglich?

Foto: Stadt Oldenburg
Blick vom Shelter. Foto: Stadt Oldenburg

Der Fliegerhorst ist kein unbeschriebenes, weißes Blatt Papier, auf dem frei gezeichnet und geplant werden kann. Die militärische Nutzung mit all ihren Konsequenzen hat das Gelände über Jahre hinweg stark geprägt. Große und kleine Hallen, Shelter für die Flugzeuge, eine Start- und Landebahn sowie viele Wege und kleine Straßen, Dienst- und Unterkunftsgebäude, aber auch ein Kino und Sporthallen sind hier zu finden. Bei jedem Abriss, jeder Sanierung und jedem Neubauvorhaben müssen umfangreiche Untersuchungen angestrengt werden. Kampfmittel, wie zum Beispiel Blindgänger und andere Munitionsreste im Boden oder Altlasten, wie beispielsweise Verunreinigungen durch Benzin und ähnliches müssen ausgeschlossen oder abgeräumt werden. Das ist eine große Herausforderung, die nicht nur zeitaufwendig, sondern auch kostenintensiv ist. Die zukünftige Entwicklung des neuen Stadtteils bringt daher nicht nur viele Chancen mit sich, sondern wirft auch viele Fragen auf. Diese zu lösen ist die große Herausforderung, die wir Oldenburgerinnen und Oldenburger gemeinsam meistern müssen: Politik, Verwaltung, Bürgerinnen und Bürger.

Wertzonen
Die Stadt hat von der Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (BIMA) den Fliegerhorst unter bestimmten Bedingungen gekauft. Die Höhe des Kaufpreises wurde über die Festlegung von sogenannten Wertzonen » (PDF, 1,9 MB) ermittelt. So gibt es die Wertzone „Wohnbaufläche“, „gemischte Baufläche“, „gewerbliche Baufläche“, „Grünfläche“ und „Gemeindebedarfsfläche“. Auch an einen möglichen Straßenverlauf für eine Verbindungsstraße über den Fliegerhorst ist bereits gedacht worden. Die Wertzonen wurden auf Grundlage der vorhandenen Qualitäten und Potentiale des Geländes festgelegt. Grundsätzlich sind Abweichungen von dieser Aufteilung noch möglich, haben aber Konsequenzen. Wenn zum Beispiel die „Wohnbaufläche“ vergrößert wird, so steigt der Wert des Fliegerhorstes und damit nachträglich auch der Kaufpreis.

Natur und Landschaft
Teile des Fliegerhorstes haben eine hohe Bedeutung für die Natur. So wurde im Nordosten eine größere Fläche bereits als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Die Fläche des Naturschutzgebietes Alexanderheide können Sie auf dieser Karte » (PDF, 1,5 MB) anschauen. Außerdem prägen Gehölz- und Waldbestände das Gelände. Diese sollten erhalten bleiben.

Solarpark
Für eine Teilfläche des Fliegerhorstes entlang der Start- und Landebahn wurde bereits 2011 ein Bebauungsplan aufgestellt. Auf dieser Fläche betreibt ein Oldenburger Unternehmen eine Photovoltaikanlage ». Das Grundstück ist langfristig verpachtet.

Neue Straßen
Um den Fliegerhorst zu erschließen, können zum Teil die vorhandenen Straßenparzellen genutzt werden. Dies ist jedoch nicht ausreichend, so dass eine Verbindungsstraße notwendig werden könnte, die die Alexanderstraße mit der Ammerländer Heerstraße verbindet.

Bausubstanz
Einige Gebäude waren baufällig und mussten bereits aus Sicherheitsgründen abgerissen werden. Womöglich kann ein Teil der Gebäude » weitergenutzt werden, wenn dies für zukünftige Investoren wirtschaftlich tragbar ist.

(Zwischen-)Nutzungen
Die Stadt hat von der BImA Mietverhältnisse übernommen, die Garagen, Hallen und Shelter belegen. Langfristig vermietete Flächen sind der Solarpark im Bereich der Start- und Landebahn und der Bereich der sogenannten „Wagenburg“. Landwirtschaftlich nutzbare Flächen sind an einen Landwirt verpachtet und ein Schäfer betreibt mit seinen Tieren, wie schon früher, eine Schafwirtschaft.