Der richtige Standpunkt 2017 - Stadt Oldenburg
Der richtige Standpunkt 2017

Der richtige Standpunkt - Gegen Gewalt

Die bereits im  Jahr 2015 begonnene Aktion „Der richtige Standpunkt - Gegen Gewalt“ wird in diesem Jahr mit Standpunkten aus Sicht unterschiedlicher Religionen fortgesetzt.

Der Arbeitskreis häusliche Gewalt im Präventionsrat Oldenburg hat die Initiative zu dieser Aktion ergriffen.

Ahmed Hazzaa

© Foto : Carsten Lienemann/ clever-links-ol.de
Ahmed Hazzaa. Foto: Carsten Lienemann/ clever-links-ol.de

„Häusliche Gewalt und Zwangsverheiratungen finden ihren Ursprung nicht in religiösen Texten sondern in patriarchalischen Gesellschaftsstrukturen. Wir, als Islamischer Kulturverein Oldenburg e.V./Maryam Moschee, distanzieren uns ganz deutlich vor einem Missbrauch jeglicher religiöser Texte zum Zwecke der Gewaltausübung gegenüber Frauen.“

Ahmed Hazzaa, Islamischer Kulturverein (Maryam Moschee)

Dr. Birgit Panahi

© Foto: Carsten Lienemann/ clever-links-ol.de
Dr. Birgit Panahi. Foto: Carsten Lienemann/ clever-links-ol.de

„Aus Bahá‘í-Sicht wird häusliche Gewalt in jeglicher Form strikt abgelehnt. Wenn Kinder und Heranwachsende sowohl Zusammenarbeit als auch eine Kultur des gegenseitigen Respekts, der Liebe und Gleichwertigkeit in der Familie und in ihrem Umfeld erleben, ist das die beste Prävention.“

Dr. Birgit Panahi, Bahá‘í-Gemeinde Oldenburg


Sabine van Geuns

© Foto: privat/ Sabine van Geuns
Sabine van Geuns. Foto: privat/ Sabine van Geuns

„Die Freiheit des Einzelnen ist das höchste Gut und sie endet dort, wo sie die Freiheit eines Anderen beschneidet. Ich finde Gewalt gegen Frauen ist nicht zu tolerieren, da sie die Freiheit extrem beschneidet!“

Sabine van Geuns, Bischöfin Christlich Essenische Kirche
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Manfred Folkers

© Foto: Manfred Folkers
Lotusblume. Foto: Manfred Folkers

„Die Ablehnung von „Gewalt gegen Frauen“ ist selbstverständlich. Von folgender Haltung aus ist es unmöglich, Gewalt gegen Frauen zu rechtfertigen: „Wenn ihr für euch selber versteht: 'Diese Dinge sind heilsam, förderlich, von Weisen empfohlen und, wenn man sie akzeptiert und durchführt, bringen sie allseits Nutzen und Glück', dann solltet ihr danach handeln.““ (Der Buddha - Kalama-Sutra)

Manfred Folkers, Buddhistische Gruppen in Oldenburg

Prof. em. Dr. Jürgen Heumann

© Foto: Carsten Lienemann/ clever-links-ol.de
Prof. em. Dr. Jürgen Heumann. Foto: Carsten Lienemann/ clever-links-ol.de

„Psychische oder physische Gewalt, Gewalt aufgrund von Rollenfestschreibungen gegen Mädchen und Frauen – gehen gar nicht: weder im häuslichen Umfeld, weder als sexuelle Übergriffe privat noch beruflich.
Fragt man  nach den Ursachen von Gewalt gegen Mädchen und Frauen kommen, neben kulturellen Traditionen und gesellschaftlichen Gegebenheiten, immer wieder auch die Religionen in den Blick; egal ob es solche aus dem westlichen oder solche aus dem östlichen Religionskreis sind. Besonders die oft hervorgehobene Rolle des Mannes in den Religionen war und ist immer noch Mitverursacher auch von häuslicher Gewalt gegen Mädchen und Frauen. Das muss aufhören. Religionen können in der Demokratie erst dann ernsthafte Partner sein, wenn sie ihre Schuldgeschichte gegenüber Mädchen und Frauen aufarbeiten und die Beseitigung von Gewalt in den eigenen Reihen durchsetzen.“

Prof. em. Dr. Jürgen Heumann; Uni Oldenburg, Institut für Evangelische Theologie und Religionspädagogik

Ilyas Yanc

© Foto: Johannes Bichmann
Ilyas Yanc. Foto: Johannes Bichmann

„Als Yezidische Gemeinde lehnen wird jede Form der Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen ab. Da darf es null Toleranz gegenüber den Tätern geben. Frauen und Mädchen die Gewalt erfahren, müssen geschützt werden und die Täter zur Rechenschaft gezogen werden. Das Yezidische Forum e.V. ist bei Konflikten als Mediator tätig und berät Frauen und Mädchen die Gewalt erfahren haben.
Als Gesamtgesellschaft ist es unsere Aufgabe hinzusehen und solche Taten zu verurteilen.“

Ilyas Yanc, Yezidisches Forum e.V. Oldenburg-Yezidische Gemeinde Oldenburg

Jona Simon

© Foto: Tobias Barniske
Jona Simon. Foto: Tobias Barniske

„Behandle jeden Menschen so, wie du selbst behandelt werden willst“

Rabbi Jona Simon, Jüdische Gemeinde zu Oldenburg

Werner Bieberstein

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Werner Bieberstein. Foto: Carsten Lienemann/ clever-links-ol.de

„In der „Sozialen Tür St.Willehad“ unserer Gemeinde berichten mir immer wieder Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt geworden sind von ihrem Leid! Oftmals spielen dabei auch Drogen und finanzielle Probleme eine Rolle.  Das dies heutzutage immer noch so aktuell ist, ist für mich gesellschaftlich beschämend und nicht akzeptabel.“

Werner Bieberstein, Pastoralreferent und Seelsorger
Katholische Kirchengemeinde

Standpunkte aus dem Jahr 2016

Wenn Sie die Standpunkte aus medizinischer Sicht im Jahr 2016 nocheinmal nachlesen möchten dann klicken Sie hier »