MapMyDay - Stadt Oldenburg
MapMyDay

„MapMyDay!“ – Oldenburg goes wheelmap!

Foto: www.dasdenkeichduesseldorf.
wordpress.com/Pixelio.de
Rolliräder an einer Kante. Foto: www.dasdenkeichduesseldorf.wordpress.com/Pixelio.de

Unter der Schirmherrschaft von Baudezernentin Gabriele Nießen lief seit Juni 2016 die Oldenburger Kampagne zur Online-Plattform wheelmap. Eine Aktionsreihe sowie eine Kooperation mit Schulen, mit dem Ziel die Barrierefreiheit an verschiedenen Orten Oldenburgs zu erkunden und zu dokumentieren wurde seit dem veranstaltet und fand am 9. Mai 2017 auf der Oldenburer Inklusionswoche den vorläufigen Abschluss. Mit der Kampagne sollten die Oldenburgerinnen und Oldenburger ermutigt werden, bewusster auf mögliche Barrieren im täglichen Leben zu achten und entsprechend noch weitere Orte auf der digitalen Karte einzutragen. Auch die Inhaber, Besitzer und Betreiber von Orten öffentlichen Interesses sollten so für die Barrierefreiheit gewonnen werden.

Auftakt im Schlauen Haus und weitere Aktionen bis zur Inklusionswoche 2017
Hintergrund: Auf der wheelmap-Plattform können seit 2010 öffentliche Orte in ganz Deutschland und auch darüberr hinaus nach ihrer baulichen Barrierefreiheit beurteilt werden. Dies geschieht nach dem Ampelprinzip von grün „völlig barrierefrei“ bis rot „nicht barrierefrei“. Oldenburg hat sich im Rahmen des Inklusionsprozesses entschlossen, seine Präsenz auf der Online-Plattform zu verstärken und hat mithilfe der Öffentlichkeit drei sogenannte „Mapping-Aktionen“ durchgeführt. Das bedeutet, dass Orte gezielt auf ihre Barrierefreiheit hin erkundet und die Ergebnisse online kenntlich gemacht wurden. 

1. Mapping-Aktion
Den Auftakt machte eine Veranstaltung im Juni 2016 im Schlauen Haus. Nach einer allgemeinen Einführung in die wheelmap wurde das Hauptaugenmerk auf die Oldenburger Innenstadt gelegt. Obwohl diese schon relativ breit erfasst war, konnten mehrere Neueinträge vorgenommen sowie bereits bestehende Einträge überarbeitet werden.

2. Mapping-Aktion
Eine zweite „Mapping-Aktion“ fand im Herbst 2016 statt. Im Oldenburger Blauschimmel Atelier ging es dieses Mal vor allem um die Bereiche Bahnhof, Stau und Hafen. Es entstand darüber hinaus die Idee, auch andere Oldenburger Stadtteile mit in den Fokus zu nehmen.

3. Mapping-Aktion
Diese wurde im Stadtteil Kreyenbrück zusammen mit der Grundschule Kreyenbrück durchgeführt. An mehreren Terminen wurden die Schülerinnen und Schüler über die wheelmap informiert, Eintragungen vorgenommen sowie mit dem nahegelegenen Seniorenwohnheim zusammengearbeitet. Eine enge Kooperation mit der Gemeinwesenarbeit Kreyenbrück belebte die Aktion zusätzlich.

vorläufiges Fazit
Im Rahmen der 6. Oldenburger Inklusionswoche wurde die Kampagne im Mai 2017 ausgewertet. Neben rund 150 Neueinträgen sowie vielen Neubewertungen lässt sich festhalten, dass vor allem das Bewusstsein für Barrieren in der Öffentlichkeit zugenommen hat. Erfreulich ist, dass viele Beteiligte signalisierten, weiter für die wheelmap zu werben und weitere Einträge vorzunehmen.

Stimmen
„Eine Stadt, die ein gutes Leben für alle Bürgerinnen und Bürger möchte, muss sich bemühen, die Barrieren im öffentlichen Raum und in öffentlichen Gebäuden Stück für Stück abzubauen. Dafür brauchen wir alle, die Menschen in Rat und Verwaltung, aber auch die Leute vor Ort, in der Innenstadt, in den Quartieren, die Geschäftsleute, die Dienstleister. Eine große Aufgabe, für die wir viel Zeit brauchen werden. Wichtig ist aber der erste Schritt: Möglichst vielen die Barrieren bewusst zu machen und sie für die gemeinsame Aufgabe zu gewinnen. Hierfür ist die Kampagne eine gute Unterstützung“, so Baudezernentin und Schirmherrin Gabriele Nießen.

„Wheelmap ist eine tolle Plattform, um eine Übersicht zu erhalten. Gerade auch die Funktion ‚barrierefreie Toilette‘ ist sinnvoll, sollte aber noch viel stärker genutzt werden“, meint Wiebke Hendeß, Behindertenberaterin des Studentenwerkes Oldenburg.

David Hienen, DJ und Rollstuhlfahrer ergänzt: „Wenn ich irgendwo hin will, rufe ich meist vorher dort an und frage, ob der Ort barrierefrei ist. Vielleicht wird das durch die Wheelmap-Kampagne irgendwann nicht mehr nötig sein.“

Auch Corinna Schroth, VdK Sozialverband, ist begeistert: „Wir haben eine ähnliche Kampagne. Was mir an Wheelmap gefällt, ist, dass dort auch die positiven Beispiele gelistet werden.“