Kita-Jahr 2017/2018: neue Gruppen - Stadt Oldenburg
Kita-Jahr 2017/2018: neue Gruppen

Kita-Jahr 2017/2018: acht neue Gruppen geplant

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Die Stadt Oldenburg bietet den aktuell im Stadtgebiet lebenden 7.416 Kindern im Alter von einem bis sechs Jahren ein breit gefächertes Betreuungsangebot mit insgesamt 5.764 Plätzen in Krippen- und Kindergartengruppen an. Hinzu kommen zurzeit 71 Plätze für Oldenburger Kinder in den Betriebskindertagesstätten der EWE. Weitere 465 Plätze für Kinder unter drei Jahren stehen derzeit in der Kindertagespflege zur Verfügung. Seit dem 1. August 2013 gilt für Kinder, die das erste Lebensjahr vollendet haben, der Rechtsanspruch auf Förderung in einer Tageseinrichtung oder in der Kindertagespflege.   

Weiterhin starke Nachfrage nach Krippenplätzen
Die starke Nachfrage nach Krippenplätzen hält unvermindert an: Für das im August beginnende neue Betreuungsjahr besteht ein Bedarf an Betreuungsplätzen für 1.972 Kinder im Alter von unter drei Jahren. Von diesen werden 364 erst nach dem 1. August 2017 ein Jahr alt und haben somit zu Beginn des Kindertagesstättenjahres noch keinen Rechtsanspruch. Obwohl die Stadtverwaltung die Platzkapazitäten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 1.641 auf 1.720 Plätze (inklusive der bereits beschlossenen und in Planung befindlichen Einrichtungen) ausgebaut und den Versorgungsgrad auf 38,8 Prozent gesteigert hat, besteht ein Defizit von 252 Plätzen. Weil erfahrungsgemäß im Laufe eines Kita-Jahres eine Vielzahl von nachträglichen Anmeldungen zu verzeichnen ist, hat die Verwaltung den tatsächlich zu erwartenden Bedarf hochgerechnet: Prognostiziert werden 2.092 Anmeldungen – das würde den Fehlbedarf an Plätzen auf 372 erhöhen.

Im Kita-Jahr 2017/2018 werden im Kindergartenbereich 1.464 Plätze frei. Dieser Zahl stehen 1.548 Neuanmeldungen von anspruchsberechtigten Kindern gegenüber. Die Verwaltung rechnet damit, dass sich diese Zahl im Laufe des Kita-Jahres auf 1.620 erhöht, was den Fehlbedarf auf 156 Plätze ansteigen lassen würde. Für die Kindergärten wurden 341 Kinder angemeldet, die zu Beginn des Kita-Jahres im August noch nicht drei Jahre alt sind.

Nachfrage im Rahmen der Prognosen
Die hohe Zahl an Anmeldungen trifft die Verwaltung indes nicht unvorbereitet: Die Nachfrage bewegt sich im Rahmen der Prognosen, die der im Juni vergangenen Jahres vom Rat verabschiedeten 3. Fortschreibung des Kita-Ausbauprogramms zugrunde liegen. Demnach sollen bis zum Kindertagesstätten-Jahr 2021/2022 420 Krippenplätze in 28 Gruppen sowie 200 Kindergartenplätze (für drei- bis sechsjährige Kinder) in acht Gruppen neu geschaffen werden. Allerdings lassen sich die benötigten Plätze nicht so kurzfristig schaffen, dass die aktuellen Bedarfe befriedigt werden können.

Foto: Stadt Oldenburg
Die ehemalige Kita Achtermöhlen wurde 2014 am Eschenplatz neu gebaut und um zwei Krippengruppen ergänzt. Foto: Stadt Oldenburg

Neue Gruppen für 2018 und 2019 geplant
Elf Krippen- und sechs Kindergartengruppen hat der Jugendhilfeausschuss des Rates bereits per Beschluss auf den Weg gebracht. Im kommenden Kita-Jahr können 90 Krippenkinder und 50 Kindergartenkinder zusätzlich versorgt werden durch neu entstehende Plätze am Deelweg (jeweils eine Krippen- und Kindergartengruppe), an der Willersstraße (zwei Krippengruppen, die voraussichtlich Anfang 2018 in Betrieb genommen werden) sowie an der Maria-Montessori-Straße (drei Krippen- und zwei Kindergartengruppen, davon 1 Gruppe als Verlagerung, voraussichtlich ab Januar 2018).

Anfang 2019 sollen zwei Krippen- und zwei Kindergartengruppen durch einen Neubau an der Klingenbergstraße hinzukommen. Außerdem soll eine neue Kita in der Adenauerallee mit drei Krippen- und zwei Kindergartengruppen ebenfalls Anfang 2019 den Betrieb aufnehmen.

Suche nach weiteren Grundstücken für Kitas
Zur Erfüllung des Ausbaukonzeptes fehlen somit noch Standorte für 17 Krippen- und zwei Kindergartengruppen. „Die Stadtverwaltung ist mit Trägern und Investoren kontinuierlich in Kontakt und eruiert in regelmäßigen Ämterkonferenzen, welche Grundstücke für den Bau von neuen Kindertagesstätten in Frage kommen“, informiert Sozialdezernentin Dagmar Sachse. Darüber hinaus sollen weitere betriebliche Großtagespflegen initiiert werden, wodurch der Bedarf an Krippenstandorten entsprechend reduziert werden könnte.

Stand: März 2017