Krippenausbauprogramm bis 2021/22 - Stadt Oldenburg
Krippenausbauprogramm bis 2021/22

Krippenausbau bleibt Investitionsschwerpunkt

Foto: Klicker/Pixelio.de
Bunte Abdrücke von Kinderhänden. Foto: Klicker/Pixelio.de

Der ambitionierte Ausbau der Krippenplätze in Oldenburg wird in den kommenden Jahren ein Schwerpunktthema der Stadtpolitik bleiben. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann will die Anstrengungen in diesem Bereich noch einmal verstärken, ohne die finanziellen Möglichkeiten dabei  aus dem Blick zu verlieren. „Wir müssen wegen der zunehmenden Zahl von Kindern unsere Planungen noch einmal anpassen und planen ein Krippenausbauprogramm bis 2021/22“, kündigt Krogmann an.

Der große Zuwachs an Kindern in Oldenburg beruht vor allem auf dem Zuzug von allein Erziehenden, aber auch auf dem Zuzug von Flüchtlingen und deren Kindern. Zudem hat auch die Nachfrage nach Krippenplätzen in den vergangenen Jahren stetig zugenommen, derzeit liegt sie bei 45 Prozent gemessen an der Bevölkerungszahl. Daraus ergibt sich eine Platznachfrage von 1.975 im Jahr 2016, drei Jahre früher waren es noch 1.513.

„Um ausreichend  Krippenplätze anbieten zu können, sieht der Ausbau die Schaffung von 20 zusätzlichen Gruppen über das zweite Ausbauprogramm hinaus vor. Auch weitere Kitagruppen werden gebaut. Die mittelfristige Finanzplanung sieht dafür eine Investition von etwa 20 Millionen Euro vor“, kündigt Krogmann an. Dieser Bedarf soll bis 2021 in die Finanzplanung aufgenommen werden.

Die Stadt geht davon aus, dass die Kinderzahlen in der Altersgruppe bis zu sechs Jahren in den nächsten Jahren stabil bleiben und es nicht zu einem großen demographischen Rückgang kommen wird.
„Das gute Angebot an Krippenplätzen ist ein zentraler Baustein, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen und die frühkindliche Bildung zu verbessern“, sagt Sozialdezernentin Dagmar Sachse.

Foto: Stadt Oldenburg
Die ehemalige Kita Achtermöhlen wurde 2014 am Eschenplatz neu gebaut und um zwei Krippengruppen ergänzt. Foto: Stadt Oldenburg

Ausbau von bestehenden Standorten und Neubauten
Um die zusätzlichen Plätze zu schaffen, setzt die Stadt auf ein ganzes Bündel von Maßnahmen. Dazu gehört das bewährte Verfahren an bestehenden Einrichtungen festzuhalten und dort  die Platzkapazitäten zu erweitern. Bereits praktiziert wird dies an der Krippe Babenend. Aber auch Standorte für Neubauten werden aktuell gesucht. Bei der Schaffung neuer Krippenplätze haben die freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe in den vergangenen Jahren maßgeblich mitgewirkt und eine Vielzahl an neuen Plätzen geschaffen.

Unterstützung durch Freie Träger und Betriebe
Die Bereitschaft der meisten  freien Träger die Stadt auch weiterhin beim dem Ausbau zu unterstützen ist gegeben. Neben dem Ausbau von Krippen und Kindergartenplätzen setzt die Stadt auch weiterhin auf den Ausbau der Tagespflege und der Großtagespflege. Insbesondere Betriebe sollen gewonnen werden, um betriebliche Großtagespflegestellen auszubauen. Hierbei wird die Stadt die Betriebe nicht nur mit Betriebs- sondern auch mit Investitionskostenzuschüssen  unterstützen.