BLogbuch OLdenburg - Stadt Oldenburg
BLogbuch OLdenburg

www.blogbuch-oldenburg.de

Grafik: Gine Seitz
Logo BLogbuch OLdenburg, Entwurf: Gine Seitz

Mit dem BLogbuch OLdenburg entwickelte das Literaturbüro Oldenburg 2011 eine zeitgemäße Entsprechung des literarischen Stadtschreibertums und eine neue Form der Schriftstellerförderung. Es wird im Internet geschrieben. Als Logbuch. Als Blog. Als BLogbuch. Auf eine Residenzpflicht wird dabei bewusst verzichtet.

2016 war Katharina Hartwell Stipendiatin und BLogbuch-Autorin. Sie ging davon aus, dass ein Ort oder eine Region maßgeblich durch eine Ansammlung jener Geschichten definiert werden, die man sich bereits seit Jahrhunderten erzählt. Märchen und Legenden, aber auch weniger kategorisierbare Anekdoten und Geschichten, so ihre These, bilden den Hintergrund, auf dem sich das Leben in einer bestimmten Region vollzieht. Manchmal bleibt dieser Hintergrund diffus. Manchmal tritt er umso deutlicher hervor. Mit ihren BLogbuch-Texten ging sie auf die Mythen, Märchen und Formen von Aberglauben ein, die ihr bei ihrer Recherche zum Oldenburger Land begegneten. Ihre Texte erheben nicht den Anspruch zu dokumentieren. Katharina Hartwell griff vielmehr selber in die aufgespürten Geschichten ein, erzählte sie weiter und schlug so einen Bogen in die Gegenwart.

Sabrina Janesch entwarf 2015 als Stipendiatin ein fiktives Oldenburg, dessen Profil sich nach und nach aus den mündlich überlieferten Geschichten und Märchen ergab, die sich die Bewohner eines abseits gelegenen Andendorfes erzählten. Vor etlichen Generationen musste dort ein Oldenburger Kaufmann während heftiger Schneestürme für Monate Quartier beziehen. Reale historische Bezüge verankerten die Oldenburg-Fiktion in der Stadtgeschichte.

Als bundesweit erster Virtueller Stadtschreiber füllte Tilman Rammstedt von Juli bis Dezember 2011 das literarische Internetformat mit Inhalt. Seine originellen Prosaminiaturen erreichten eine große Leserschaft.

Das zweite Stipendium für das BLogbuch OLdenburg erhielt 2012 der Schriftsteller Gregor Sander. Er blickte aus der Ferne auf Oldenburg und ließ sich durch Informationen, die ihm medial vermittelt wurden, zu seinen Beiträgen für das BLogbuch anregen.

Der Schriftsteller Finn-Ole Heinrich schlug 2014 einen anderen Weg ein. Er schrieb öffentlich an einem fiktiven Prosatext, der sich über den Zeitraum seines Stipendiums von Woche zu Woche weiter entwickelte.

Das BLogbuch OLdenburg ist ein Projekt des Literaturbüros Oldenburg.

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