Film - Stadt Oldenburg
Film

Wir sind Juden aus Breslau

Foto: Karin Kaper Film
Filmszene aus Wir sind Juden aus Breslau. Foto: Karin Kaper Film

Überlebende Jugendliche und ihre Schicksale nach 1933

Freitag, 8. September 2017/19 Uhr/Casablanca-Programmkino
, Johannisstraße 17, 26121 Oldenburg

Dokumentarfilm von Karin Kaper & Dirk Szuszies, Deutschland 2016, 106 Minuten, teilweise Originalfassung mit Untertiteln

Sie waren jung, blickten erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten jüdischen Gemeinde, beheimatet. Dann kam Hitler an die Macht. Ab diesem Zeitpunkt verbindet diese Heranwachsenden das gemeinsame Schicksal der Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Juden: Manche mussten fliehen oder ins Exil gehen, einige überlebten das Konzentrationslager Auschwitz. Der Heimat endgültig beraubt, entkamen sie in alle rettenden Himmelsrichtungen und bauten sich in den USA, England, Frankreich, und auch in Deutschland ein neues Leben auf. Nicht wenige haben bei der Gründung und dem Aufbau Israels wesentlich mitgewirkt. 14 Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt dieses Films. Sie erinnern nicht nur an vergangene jüdische Lebenswelten in Breslau. Ihre späteren Erfahrungen veranschaulichen eindrücklich ein facettenreiches Generationenporträt. Einige von ihnen nehmen sogar den Weg in die frühere Heimat auf sich, reisen ins heutige Wrocław, wo sie einer deutsch-polnischen Jugendgruppe begegnen. Gerade in Zeiten des zunehmenden Antisemitismus schlägt der Film eine emotionale Brücke von der Vergangenheit in eine von uns allen verantwortlich zu gestaltende Zukunft.

Zu Gast sind: Regisseurin Karin Kaper, Projektkoordinatorin Maria Luft (OL)

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Eintritt: 9,50 Euro/ermäßigt 8,50 Euro, für Kinder und Schüler bis 18 Jahre 5,50 Euro.
Kartenreservierung beim www.casablanca-kino.de »

Sonntags-Matinée September bis November 2017 im Casablanca-Kino


Marie Curie

Foto: NFP Filmverleih
Filmszene aus Marie Curie. Foto: NFP Filmverleih

Sonntag, 10. September 2017/11.15 Uhr/Casablanca-Programmkino, Johannisstraße 17, 26121 Oldenburg

Von Marie Noëlle mit  Karolina Gruszka, Arieh Worthalter, Charles Berling und Samuel Finzi, Deutschland/Polen/Frankreich 2016, 95 Minuten, deutsche Fassung.

Was wäre der Mensch ohne die Neugier seines Geistes? Der Filmemacherin Marie Noëlle gelingt mit ihrem lebendigen, sensiblen Biopic nicht nur eine längst überfällige Würdigung der zweifachen polnischen Nobelpreisträgerin Marie Curie, sondern sie zeigt die geniale Wissenschaftlerin auch als leidenschaftlichen Freigeist und emotionale, moderne Frau. Vor allem die polnische Schauspielerin Carolina Gruszka begeistert als feminine, unermüdliche Forscherin.
1903 erhält die Wissenschaftlerin Marie Curie als erste Frau gemeinsam mit ihrem Mann Pierre den Nobelpreis für Physik. Nur kurze Zeit später, mit gerade Mitte dreißig und als junge Mutter zweier Kinder, verliert sie Pierre durch einen tragischen Unfall. Dennoch geht sie ihren Weg unerschütterlich weiter, setzt in einer von Männern dominierten Welt ihre gemeinsamen Forschungen alleine fort und erhält als erste Frau einen Lehrstuhl an der Pariser Sorbonne. Als sie sich dann, nach einer langen Zeit der Trauer um ihren geliebten Mann, in den verheirateten Wissenschaftler Paul Langevin verliebt und sich auf eine Affäre mit ihm einlässt, löst sie einen heftigen Skandal aus.

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Eintritt: 9,50 Euro/ermäßigt 8,50 Euro, für Kinder und Schüler bis 18 Jahre 5,50 Euro.
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Kommunion

Foto: Peripher Filmverleih
Filmszene aus Kommunion. Foto: Peripher Filmverleih

Sonntag, 1. Oktober 2017/11.15 Uhr/Casablanca-Programmkino, Johannisstraße 17, 26121 Oldenburg

Komunia. Dokumentarfilm von Anna Zamecka, Polen 2016, 72 Minuten, Originalfassung mit Untertiteln

Gewinner der filmPolska 2017

Die 14-jährige Ola kümmert sich um ihren jüngeren autistischen Bruder Nikodem, der bald zum ersten Mal die heilige Kommunion empfangen soll. Bedingung dafür ist allerdings, dass er die mündliche Prüfung besteht, deshalb lernt Ola mit ihm all das, was ein Katholik über seinen Glauben wissen sollte, und malt in den schwärzesten Farben aus, was passieren könnte, wenn er durchfällt. Mit Hilfe von Bananenscheiben wird schließlich auch geübt, wie man die Hostie richtig entgegen nimmt. Daneben kümmert sich Ola um den Haushalt und darum, dass der Vater, den es immer wieder in die Kneipe zieht, bald wieder zu Hause ist. Zur Mutter besteht nur telefonisch Kontakt, bei jedem Gespräch mit ihr versucht Ola sie zu überreden, zur Kommunionfeier von Nikodem zu kommen - mit dem Hintergedanken, dass sich die Familie dabei ja auch wieder vereinen und die Mutter dann zurück zu ihnen ziehen könnte.
Im Direct Cinema-Stil gedreht, beschränkt sich KOMMUNION ganz darauf, den Lebensalltag von Ola und Nikodem zu dokumentieren. Dabei entfaltet sich das wechselvolle und intensive Verhältnis zwischen den beiden sich selbst überlassenen Jugendlichen. Der Realität, die kaum Raum zum Atmen lässt, eingefangen mit beklemmender Unmittelbarkeit, setzen die Teenager all ihre Lebenskraft entgegen.

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Eintritt: 9,50 Euro/ermäßigt 8,50 Euro, für Kinder und Schüler bis 18 Jahre 5,50 Euro.
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IDA

Foto: Arsenal Filmverleih
Filmszene aus IDA. Foto: Arsenal Filmverleih

Sonntag, 22. Oktober 2017/11.15 Uhr/Casablanca-Programmkino, Johannisstraße 17, 26121 Oldenburg

Von Pawel Pawlikowski mit Agata Kulesza, Agata Trzebuchowska, Dawid Ogrodnik, Polen 2013, 80 Minuten, Originalfassung mit Untertiteln.

Polen 1962. Die junge Novizin Anna wuchs als Waise im Kloster abgeschottet von der Außenwelt auf. Nun bereitet sie sich auf ihr Gelübde vor. Doch bevor sie dieses ablegen darf, muss sie ihre letzte verbleibende Verwandte treffen: Sie fährt in die Stadt zu Wanda, der Schwester ihrer Mutter. Das Aufeinandertreffen des naiven, religiösen Mädchens und der harschen, sozialistischen Tante setzt bei beiden Frauen eine Entwicklung in Gang.
Ida wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem erhielt er 2015 den Oscar als Besten Fremdsprachigen Film.

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Eintritt: 9,50 Euro/ermäßigt 8,50 Euro, für Kinder und Schüler bis 18 Jahre 5,50 Euro.
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Lauf Junge Lauf

Foto: Hagen Keller NFP
Szene aus Lauf Junge Lauf. Foto: Hagen Keller NFP

Sonntag, 5. November 2017/11.15 Uhr/Casablanca-Programmkino, Johannisstraße 17, 26121 Oldenburg

Von Pepe Danquart nach dem Roman von Uri Oley. Mit Andy Tkacz, Jeanette Hain und Rainer Bock, Deutschland/Polen/Frankreich 2013, 108 Minuten, deutsche Fassung.

Der neunjährige Srulik kann im Zweiten Weltkrieg dem Warschauer Ghetto entfliehen. Das Ende des Krieges will er im Wald abwarten, doch vor Kälte und Einsamkeit muss er schon bald wieder in die Zivilisation zurückzukehren. Doch wem kann er vertrauen? Srulik trifft auf die Bäuerin Magda. Diese nimmt den Jungen bei sich auf und bringt ihm bei, sowohl seine Religion als auch seine Identität zu verleugnen. Fortan versucht sich der Neunjährige als katholischer Waisenjunge Jurek durchzuschlagen. Verfilmung des gleichnamigen Jugendromans von Uri Orlev.

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Eintritt: 9,50 Euro/ermäßigt 8,50 Euro, für Kinder und Schüler bis 18 Jahre 5,50 Euro.
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Kleine Tricks

Foto: Koolfilm
Szene aus Kleine Tricks. Foto: Koolfilm

Sonntag, 12. November 2017/11.15 Uhr/Casablanca-Programmkino, Johannisstraße 17, 26121 Oldenburg

Von Andrzej Jakimowski mit Damian Ul, Ewelina Walendziak, Tomasz Sapryk, Iwona Fornalczyk, Polen 2007, 96 Minuten, empfohlen ab 8 Jahren, deutsche Fassung.

Sommerferien, eine Kleinstadt irgendwo in Polen: Am Bahnhof beobachtet der 7-jährige Stefek vorbeifahrende Züge. Er lebt hier zusammen mit seiner Mutter und seiner Schwester Elka, die in einer Kneipe Geschirr abwäscht und nebenher italienisch lernt. Sie zeigt ihm auch, wie man das Schicksal mit Münzen und Zinnsoldaten besticht. Eigentlich fühlt Stefek sich ganz wohl und doch vermisst er seinen Vater, der sich vor Jahren aus dem Staub machte, und hofft, dass er irgendwann zurückkommt. Und dann steigt ein Mann aus dem Zug. Sein Vater? Stefek und lässt nichts unversucht, um das Schicksal mit kleinen Tricks zu überlisten…
Sommer, Sonne und Wassermelonen – KLEINE TRICKS ist eine wunderschöne, vielfach ausgezeichnete Komödie über einen Jungen, der dem Schicksal ein Schnippchen schlagen will!

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Eintritt: 9,50 Euro/ermäßigt 8,50 Euro, für Kinder und Schüler bis 18 Jahre 5,50 Euro.
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Body

Foto: Peripher Filmverleih
Filmszene aus Body. Foto: Peripher Filmverleih

Sonntag, 19. November 2017/11.15 Uhr/Casablanca-Programmkino, Johannisstraße 17, 26121 Oldenburg

Von Malgorzata Szumowska mit Janusz Gajos, Maja Ostaszewska und Justyna Suwala, Polen 2015, 90 Minuten, Originalfassung mit Untertiteln.

Der Untersuchungsrichter Janusz ist ein Mensch, den so leicht nichts erschüttern kann. Trotz der extremen Situationen, mit denen er im Job konfrontiert ist, arbeitet er viel. Seiner magersüchtigen Tochter Olga, die noch immer ihrer verstorbenen Mutter nachtrauert, steht er indessen hilflos gegenüber. Aus Sorge, sie könne sich umbringen, lässt er sie in eine Klinik einweisen, in der die Psychologin Anna ihren Dienst versieht...
„Kommst du mit in den Alltag?“ ist eine Tradition des polnischen Kinos und steht mit Janusz Gajos wieder auf, der als Untersuchungsrichter an die Tatorte von Gewaltverbrechen gerufen wird und die Grausamkeit der Realität in nüchterne Protokolle übersetzt. Seine magersüchtige Tochter Olga provoziert ihn, drückt ihn in die Ecke, er weicht aus und verdrängt die Ursachen des Todesfalls in der Familie. Die dritte Person des Films, Olgas Therapeutin Anna, kann und will beiden helfen, aber steht sich selbst ratlos gegenüber.

Ausgezeichnet mit dem Silbernen Bären für die Beste Regie, Berlinale 2015.

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Eintritt: 9,50 Euro/ermäßigt 8,50 Euro, für Kinder und Schüler bis 18 Jahre 5,50 Euro.
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In meinem Kopf ein Universum

Foto: MFA Film
Filmszene aus In meinem Kopf ein Universum. Foto: MFA Film

Sonntag, 26. November 2017/11.15 Uhr/Casablanca-Programmkino, Johannisstraße 17, 26121 Oldenburg

Chce sie zyk. Von Maciej Pieprzyca mit Dawid Ogrodnik, Dorota Kolak, Arkadiusz Jakubik, Helena Sujecka, Polen 2013, 111 Minuten, Originalfassung mit Untertiteln.

Mateus stellt sich immer wieder die eine Frage: „Wie kann ich den anderen zeigen, dass ich nicht zurückgeblieben bin. Dass ich fühle und denke wie jeder andere?“ Der junge Mann leidet unter einer zerebralen Bewegungsstörung und ist nicht im Stande seinen Körper zu kontrollieren. Obwohl er nicht mit seiner Umwelt kommunizieren kann, nimmt er doch alles um sich herum wahr: Die abstoßenden Bemerkungen seiner Schwester. Das Lächeln der wunderschönen Anka. Die liebevolle Fürsorge seiner Mutter. Und die üppigen Brüste der netten Nachbarin. Doch der Tag wird kommen, an dem er es allen zeigen wird...

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Eintritt: 9,50 Euro/ermäßigt 8,50 Euro, für Kinder und Schüler bis 18 Jahre 5,50 Euro.
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