Kunst - Stadt Oldenburg
Kunst

Silent Utopia

Foto: Paweł Książek
Silent Utopia 11. Foto: Paweł Książek, courtesy ŻAK | BRANICKA

Ausstellungseröffnung

Donnerstag, 10. August 2017/18.30 Uhr/Eintritt frei/BBK-Galerie
, Peterstraße 1, 26121 Oldenburg

Paweł Książek's Hauptmedium ist die Malerei, doch man könnte ihn auch als interdisziplinären Künstler bezeichnen. Der Grund hierfür ist seine Arbeitsmethode, denn bevor Paweł Książek zum Pinsel greift recherchiert er im Internet, in Filmen (meist aus den 1920er Jahren), betrachtet Fotos und hört Musik. Der Prozess der Recherche bildet daher auch einen Schwerpunkt seiner Arbeit.
Seine Serien von Gemälden und Objekten sind eine eloquente und kraftvolle Umsetzung dieser Recherchearbeit.
Sein Werk zieht eine Linie zwischen historischen Momenten, Kunst und Architektur. Er nimmt Bezug auf Details von zeitgenössischer brasilianischer Architektur und Filmmotiven, die er zu neuen Bildkonstellationen zusammenfügt. In ihnen sind Anspielungen und Beispiele aus Hochkultur und Pop zu finden.
Über sich selbst sagt Książek: "Ich bin ein Detektiv der Phantasie und kreiere Visionen mit einem unvoreingenommenen Blick. Ich untersuche das Potential künstlerischer Kreativität und das künstlerische Potential von Amateuren. Es ist der Künstler der die Brücke schlägt zwischen Leben und Kunst."

Paweł Książek, geboren 1973 in Andrychow, Polen, lebt und arbeitet in Krakau, Polen.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr

Die Einführung der Ausstellungseröffnung von Jürgen Weichardt können Sie hier » downloaden.

Die Ausstellung läuft bis Sonntag, 29. September 2017.

Our world is beautiful- Polnische Impressionen aus dem CEWE Fotowettbewerb

Foto: Agnieszka Gulczyńska
Just be with me... Foto: Agnieszka Gulczyńska

Ausstellungseröffnung

Mittwoch, 30. August 2017/11 Uhr/
Eintritt frei/Bahnhofsvorplatz, Oldenburg
   
Der Wettbewerb „Our world is beautiful“ von Europas führendem Fotodienstleister und Online Druckpartner CEWE zählt zu den größten internationalen Fotowettbewerben. Rund 11.800 leidenschaftliche Fotografen aus 18 Ländern haben im Jahr 2015 insgesamt über 94.000 Fotos in den Kategorien Architektur, Landschaften, Natur, Menschen, Sport und Verkehr/Infrastruktur eingereicht.

Die 30 spannendsten polnischen Beiträge sind im Rahmen dieser Outdoor-Fotoauststellung zu sehen, hierunter auch die Gesamtsiegerin des Wettbewerbs: Agnieszka Gulczyńska aus Polen die hochkarätig besetzte Jury mit ihrem Bild „Just be with me...“. Ihr ergreifendes Bild von ihrem kleinen Sohn, der mit seinem Hund im Arm an einem Seeufer sitzt und in die Abendsonne blickt, symbolisiert meisterhaft die Begriffe Menschlichkeit, Partnerschaft, Glück, Freundschaft und Zukunft. „Dieses Foto bringt den Titel des Wettbewerbs ,Our world is beautiful’ exakt auf den Punkt. So schön, unbeschwert und positiv nach vorne schauend kann unsere Welt sein“, sagt Jury-Mitglied Wolfgang Heinen.

Alle eingesendeten Aufnahmen bilden die Vielfalt fotografischer Gestaltungsmöglichkeiten ab. Sie zeigen, wie mit einfachen, aber konsequent umgesetzten Stilmitteln größtmögliche Bildwirkung erzielt wird, wie sich einzelne Bildelemente zu einem narrativen Ganzen ergänzen oder welch kontrastreiche Dramatik gerade auch Schwarz-Weiß-Bilder entwickeln können.

CEWE ist dem Kulturgut Fotografie traditionell verbunden und übernimmt diesbezüglich seit Langem mit kontinuierlicher Förderung Verantwortung. Zahlreiche Fotowettbewerbe und ein langfristiges Engagement im Bereich Fotografie untermauern diesen Anspruch.

Die CEWE Fotoausstellung „ Our world is beautiful – Polnische Impressionen“ wurde auf hochwertigem Alu Dibond produziert. Dieses Material besticht durch Langlebig – und Witterungsbeständigkeit.

Die Exponate zeigen Aufnahmen aus den 6 Kategorien, die in Polen entstanden sind.

Diese und weitere Fotografien sind im Rahmen der „Polen Begegnungen 2017" zwischen dem 30. August und dem 29. September auf dem Vorplatz des Oldenburger Hauptbahnhofs zu sehen.

Aktuelle Werke von Beata Rojek

Foto: Beata Rojek
Beata Rojek Übergang 2, 125 x150 Öl auf Leinwand. Foto: Beata Rojek 125 x150 Öl auf Leinwand

Ausstellungseröffnung

Donnerstag, 7. September 2017/18 Uhr/Eintritt frei/Treuhand, Kunstfoyer am Langenweg, Langenweg 55, 26125 Oldenburg

Begrüßung: Kersten Duwe, Sprecher der Geschäftsführung Treuhand Weser-Ems
Einführung: Sabine Schicke, Stellvetretende Leiterin der Stadtredaktion Oldenburg Nordwest-Zeitung

Die Treuhand Weser-Ems zeigt ab September im Kunstfoyer am Langenweg 55 im Rahmen der Polen- Begegnungen 2017 der Stadt Oldenburg eine Ausstellung mit der polnischen Künstlerin Beata Rojek. Die 1985 in Wroclaw geborene Künstlerin hat dort bis 2010 an der Kunstakademie Malerei studiert. Sie wird aktuelle Werke auf Leinwand und Papier präsentieren.

In kräftigen, bunten Farben schweben schemenhafte Figuren über dem Bildgrund von Beata Rojeks Gemälden. Farbverläufe erzeugen räumlichen Illusionismus und betonen zugleich die Flächigkeit der Leinwand. Das Zusammenspiel der abstrakten, seltsam vertrauten Formen lässt sich als räumliche Schichtung beschreiben. Die Herkunft der Motive bleibt unklar. Manche Formen erinnern an unlesbares Graffiti und Streetart oder an futuristische Architekturen, in anderen Arbeiten erscheint das Gegenständliche deutlicher, zum Beispiel als ein halb verdeckter Kopf. Die Mehrdeutigkeit der Bilder erlaubt es dem Betrachter, individuelle Vorstellungen mit den Motiven zu verbinden. Beata Rojeks attraktive Bildwelten entziehen sich der einfachen Les- und Konsumierbarkeit. Mit einem Hang zur Subkultur schafft sie neben den Gemälden Comic-Geschichten. Die Künstlerin erweitert gelegentlich ihre Gemälde mit Alltagsgegenständen wie Stühlen, Tischen und Pflanzen zu kleinen Installationen, produziert 3D-Videos sowie Klangstücke und beweist damit eine enorme Vielfältigkeit und Freude am Experiment.

Die Ausstellung läuft bis Freitag, 10. November 2017.

Öffnungszeiten:
Montags bis Freitags 8 bis 17 Uhr.

Agata Nowosielska-How I ended up becoming a painter

Foto: Agata Nowosielska
Agata Nowosielska, A Serce 2016, 150x130 Öl auf Leinwand. Foto: Agata Nowosielska

Ausstellungseröffnung

Donnerstag, 5. Oktober 2017/19 Uhr/Eintritt frei/Kulturlounge Seelig in den Schlosshöfen, Schloßplatz 2, 26122 Oldenburg

Die Künstlerin ist anwesend.

Die polnische Künstlerin Agata Nowosielska lebt und arbeitet in Danzig. Dort kuratiert sie neben ihrer künstlerischen Arbeit auch selbst Ausstellungen. In Norddeutschland ist sie keine Unbekannte: Neben Danzig und Krakau studierte sie unter anderem in Bremen an der Hochschule für Künste bei Yuji Takeoka. 2007 erhielt sie ein Stipendium der Bremer Heimstiftung. Ihre abwechslungsreichen Werke zeichnen sich durch farbintensive, komplexe Arrangements und sparsam kolorierte Motive aus.
Sie gewann den zweiten Preis in dem internationalen Wettbewerb „Bilder retten Bücher“ der Österreichischen Nationalbibliothek Wien.
Seit 2004 nahm sie an diversen Einzel- und Gruppenausstellungen teil.


Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag 9 bis 1 Uhr
Freitag und Samstag 9 bis 3 Uhr

Die Ausstellung läuft bis Samstag, 4. November 2017.

For beyond that horizon lies another horizon - Denn hinter diesem Horizont liegt ein weiterer Horizont

Foto: Diana Lelonek
The Center of the Living things. Foto: Diana Lelonek

Ausstellungseröffnung

Mittwoch, 11. Oktober 2017/19 Uhr/Edith-Russ-Haus für Medienkunst, Katharinenstraße 23, 26121 Oldenburg

Internationale Gruppenausstellung am Edith-Russ-Haus

Im Rahmen der „Polen Begegnungen" der Stadt Oldenburg im Herbst 2017 zeigt das Edith-Russ-Haus eine Ausstellung in Kooperation mit dem Museum Sztuki in Łódź.

Das Museum Sztuki in Łódź ist eines der weltweit ältesten Museen für moderne Kunst. Seine Verbindungen mit der Avant-Garde Szene reichen weit zurück in die 1920er und 1930er Jahre. Heute wird die Sammlung im modernisierten ms² bewahrt, einem Gebäude im Stil des 19. Jahrhunderts. Das Hauptgebäude ms¹, welches zuvor die Sammlung beherbergte, nutzt den gewonnenen Platz für Sonderausstellungen und Events experimentellen Charakters sowie Workshops und Screenings.

Joanna Sokołowska (*1984) ist Kuratorin am Museum Sztuki in Łódź. Ihre Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Kunst, Wirtschaft und Politik. Des Weiteren interessiert sie sich für die Bildung von „ästhetischen Gemeinden“ und den Stellenwert von Kunst innerhalb eines sozialen Beziehungsgeflechts. Ihr kuratorisches Schaffen umfasst Projekte wie: Eyes Looking for a Head to Inhabit und Workers Leaving the Workplace, beide Muzeum Sztuki in Łódź; Accretions, Galerija Škuc, Ljubljana; Another City, Another Life, Zachęta Narodowa Galeria Sztuki, Warschau.

Die Ausstellung „For beyond that horizon lies another horizon- Hinter diesem Horizont liegt ein weiterer Horizont“ spiegelt den Blick der zeitgenössischen Kunst auf alternative Zukunftsentwürfe, also mögliche Horizonte hinter dem jetzt sichtbaren Horizont. Die Werke, die so unterschiedliche Formate wie Installationen, Videos, Fotografien und Skulpturen umfassen, drehen sich um existenzielle Fragen der Menschheit, es geht um alternative Formen von Gemeinschaft, um Nachhaltigkeit, die faire Verteilung von Ressourcen, wie auch Strategien zur Überwindung der fortschreitenden Entfremdung von Mensch, Gesellschaft und Natur. Die Ausstellung will damit auch ein kreatives und hoffnungsvolles Statement gegen die wachsende Verunsicherung in der Welt setzen.

Der Ausgangspunkt der Ausstellung basiert auf der bereits 1972 am St. Gallen Symposium vorgestellten Studie Die Grenzen des Wachstums zur Zukunft der Weltwirtschaft, die besagt, dass sich, mittels sofortiger Umsetzung einer Reihe von Maßnahmen zum Umweltschutz und zur Begrenzung des Kapitalwachstums, die Weltbevölkerung und ihr Wohlstand in einem Zustand des Gleichgewichts befinden könnte. In Anlehnung daran kann auch Jason Moores Theorie der Veränderung des Welt-Ökosystems und der folglichen Anerkennung ihrer Grenzen genannt werden; die sogenannten „four cheaps“, bestehend aus Arbeitskraft, Energie, Nahrungsmitteln und Rohstoffen.
Die eingeladenen Künstler stammen überwiegend aus Polen und anderen osteuropäischen Ländern (Rumänien, Slowakei und Ungarn). Sie alle stellen sich international gegen die andauernde Lähmung der weltökologischen Phantasie. In ihrer Praxis arbeiten sie über geteilte Register des Wissens und der Politik hinweg. Sie kombinieren verschiedene Dimensionen und Modelle des Lebens um neue Karten, Bilder, Diagramme, Darstellungen oder Metaphern einer unsicheren und unbekannten Zukunft zu entwerfen. Diese künstlerischen Intuitionen und Erkenntnisse sind keine Utopie im Sinne eines imaginären, idealen Nicht-Ortes, sondern eine kritische Untersuchung der „toxischen“ Bedingungen gegenwärtiger Produktion und der damit verbundene Wunsch nach sozio-ökologischen Veränderungen.

Kunst erscheint in dieser Ausstellung als ein Medium, um in eine mögliche Zukunft zu schauen.

Der Titel der Ausstellung zitiert eine Zeile aus einem Gedicht des simbabwischen Dichters, Liedtexters und Schriftstellers Chirikure Chirikure.

Künstlerinnen und Künstler

●    Anetta Mona Chişa & Lucia Tkáčová (Slowakei)
●    Tamas Kaszas & Anikó Loránt (Ungarn)
●    Diana Lelonek (Polen)
●    Sin Kabeza (Chile)
●    Alicja Rogalska (Polen)
●    Mona Vatamanu & Florin Tudor (Rumänien)
●    Monika Zawadzki (Polen)

Die Ausstellung läuft bis Mittwoch, 14. Januar 2018.

Lex Drewinski

Foto: Lex Drewinski
Untitled. Foto: Lex Drewinski

Ausstellungseröffnung

Freitag, 3. November 2017/18 Uhr/Eintritt frei/VHS Oldenburg, 1. Etage, Karlstraße 25, 26123 Oldenburg

Die Ausstellung läuft bis Donnerstag, 18. Oktober 2018.

Der vielfach ausgezeichnete Designprofessor Lex Drewinski hatte das Glück, in einem Land geboren zu sein und dort studieren zu dürfen, wo das Plakat zur Kunst zählte. Die Professoren, die diese Kunst lehrten, waren gleichzeitig Vorläufer und Schöpfer der polnischen Schule des Plakats, deren guter Ruf bis heute weit über die Grenzen Polens hinweg reicht. In den Straßen hingen damals Plakate, an den Litfaßsäulen und Zäunen, von Plakatmachern, wie zum Beispiel Henryk Tomaszewski, Waldemar Świerzy, Jan Leica, Roman Cieślewicz oder Franciszek Starowieyski; Personen, die heute als Klassiker des Weltplakats gelten. Auch vor dem Betreten des Kinos schaute man sich zuerst das Plakat an, das die grafische Darstellung des Films war. Die Filme, die aus dem Westen nach Polen kamen, waren für Drewinski »ein Fenster zur Welt« und Filmplakate ein Teil davon. Gerade dieser Aspekt, vermutet Drewinski, trug wesentlich dazu bei, dass er anfing sich mit dem Plakat zu beschäftigen. Die Wahl gerade dieses Mediums gibt ihm als Künstler zudem immer wieder die Gelegenheit, an verschiedenen Orten der Welt, aktive Meinungen zu formulieren und Haltungen zu manifestieren. Dabei bemüht er sich, sein Plakat als »Fenster zur Welt« nicht unnötig zu dekorieren, um klare Einsichten und Aussichten nicht zu verbauen: Keine Blumentöpfe und gemusterte Gardinen.