Jakob-Muth-Preis - Stadt Oldenburg
Jakob-Muth-Preis

Jakob-Muth-Preis für AG „Inklusion an Oldenburger Schulen“

Foto: Bertelsmann Stiftung

Ausgezeichnet: Am Mittwoch, 21. Juni 2017, wurde der AG „Inklusion an Oldenburger Schulen“ der Jakob-Muth-Preis in Rostock verliehen. Als stadtweite Arbeitsgruppe wurde sie in diesem Jahr mit dem bundesweiten Preis für inklusive Schulen ausgezeichnet, der von der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Verena Bentele, der Deutschen UNESCO-Kommission und der Bertelsmann Stiftung ausgeschrieben wird.

5.000 Euro Preisgeld und individuelle Fortbildung
Sozialdezernentin Dagmar Sachse und Prof. Dr. Holger Lindemann haben zusammen mit weiteren Vertreterinnen und Vertreter der AG den Preis in Anwesenheit von Verena Bentele, Birgit Hesse, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Mecklenburg-Vorpommern, Britta Ernst, Ministerin für Schule und Berufsbildung in Schleswig-Holstein, sowie der niedersächsischen Kultusministerin Frauke Heiligenstadt entgegengenommen. Die Auszeichnung beinhaltet 5.000 Euro Preisgeld und die Möglichkeit einer individuellen Fortbildung.

Porträtfilm im Internet verfügbar

Foto: Stadt Oldenburg

Bereits im April war in Oldenburg Engelkes TV zu Gast, ein Filmteam aus Köln, das im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung ein Porträt der Arbeitsgemeinschaft und der inklusiven Arbeit an Schulen in Oldenburg gedreht hat. Der Film, der bei der Preisverleihung seine Premiere feierte, zeigt die Grundschule Krusenbusch und die Helene-Lange-Schule mit ihren Beiträgen zur Inklusion sowie ausführlich die Arbeit der AG „Inklusion an Oldenburger Schulen“. Er ist in voller Länge auf der offiziellen Website des Jakob-Muth-Preises » zu sehen.

Stolz auf Auszeichnung und Freude über Anerkennung

Foto: Stadt Oldenburg
Sozialdezernentin Dagmar Sachse mit Vertererinnen und Vertertern der AG Inklusion an Oldenburger Schulen. Foto: Stadt Oldenburg

Sozialdezernentin Dagmar Sachse sagt: „Alle am Prozess Beteiligten sind stolz auf diese Auszeichnung. Wir freuen uns über die Anerkennung der geleisteten Arbeit und die Wertschätzung des Engagements der AG. Auch in Zukunft wollen wir diese bewährte Arbeitsweise beibehalten.“

Weg zur Teilhabe und gemeinsames Lernen unterstützen
Die Arbeit der AG Inklusion an Oldenburger Schulen ist Bestandteil des gesamtstädtischen Inklusionsprozesses. Gegründet im Jahr 2012 umfasst die AG aktuell mehr als 60 Personen unter anderem aus Schulen, Stadtelternrat, Stadtschülerrat, Landesschulbehörde, Selbsthilfegruppen, freien Trägern, Universität, Politik und Stadtverwaltung. Zusammen entwickeln sie Maßnahmen und sprechen Empfehlungen aus, um den Weg zur Teilhabe und zum gemeinsamen Lernen in der Schule zu unterstützen. Aktuell steht vor allem die Umsetzung von Inklusion am Übergang in den Beruf im Fokus, nachdem in der Vergangenheit viele Themen besprochen wurden, die die allgemeinbildenden Schulen betrafen.

Inklusion ist eine gemeinsame Aufgabe
Geleitet und wissenschaftlich begleitet wird die Arbeit der AG durch Prof. Dr. Holger Lindemann, der auch die Struktur der Zusammenarbeit und Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern entwickelt hat. „Wer Teilhabe als Ergebnis haben möchte, muss auch schon auf dem Weg dorthin teilhaben lassen“, betont Lindemann. „In Oldenburg ist deshalb klar: Inklusion ist eine gemeinsame Aufgabe!“

In den monatlichen Sitzungen der AG an jeweils wechselnden Schulen können sowohl Best Practice-Beispiele gezeigt als auch Probleme bei der Umsetzung von Inklusion angesprochen werden. Die AG fungiert dabei als Resonanzkörper, in welchem neue Ideen, bestehende Probleme und Meinungen diskutiert werden. Die erarbeiteten Empfehlungen für einzelne Themenbereiche werden über die Stadtverwaltung in die entsprechenden Ämter und Ausschüsse weitergeleitet.

Über den Preis
Mit dem Jakob-Muth-Preis werden seit 2009 jeweils drei einzelne Schulen (Preisgeld von jeweils 3.000 Euro) sowie ein Verbund (5.000 Euro) ausgezeichnet. Vergeben wird der Preis durch die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, den Verein Deutsche UNESCO-Kommission e.V. sowie die Bertelsmann-Stiftung. Die weiteren Preisträger 2017 sind der Schulcampus Rostock-Evershagen, die Antonius-von-Padua-Schule Fulda und die Geschwister-Prenski-Schule in Lübeck. Die Preisverleihung fand am 21. Juni 2017 in Rostock statt.