Ganztagsbildung in Grundschulen - Stadt Oldenburg
Ganztagsbildung in Grundschulen

Ganztagsbildung in Grundschulen

Die Leitidee der Ganztagsbildung ist, die Schule zu einem Ort des Lernens und Lebens werden zu lassen. Die Ganztagsschule unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei ihren individuellen Lernprozessen und die Eltern bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Sie bietet Raum für eine ganzheitliche Förderung und erlaubt es Kindern, eigene Interessen zu entwickeln, neue Erfahrungsräume zu entdecken und besondere Fähigkeiten zu entfalten.

Ganztagsangebote werden landes- und schulformspezifisch unterschiedlich gestaltet und genutzt. Grundlage ist in der Stadt Oldenburg der Niedersächsische Ganztagsschulerlass » „Die Arbeit an der Ganztagsschule“ vom 01.08.2014. Der Erlass erweitert den pädagogisch-organisatorischen Gestaltungsspielraum der Schule und ermöglicht neue Konzeptionen. Die Stadt Oldenburg legt aktuell einen Schwerpunkt auf die Grundschulen und setzt dabei inhaltlich auf die kooperative Ganztagsbildung. Sie finanziert den Ausbau der Ganztagsschulen sowie einen Großteil der Betriebskosten. Die Schülerinnen und Schüler dieser Schulen verbringen ihre Schulzeit in modernen, attraktiven und inklusionsgerechten Räumen, neu eingerichteten Schulbibliotheken und genießen das Mittagessen in modernen Mensen.


Dabei wird das ganztägige Lernen gemeinsam mit den Schulen », den Trägern der freien Jugendhilfe, dem Schulträger, den Eltern » und weiteren Bildungspartnern aus Kultur und Sport entwickelt und gestaltet. Das Mehr an Zeit ermöglicht es, unterschiedliche Lern- und Arbeitsweisen mit einem veränderten Tagesrhythmus zu verbinden. Neue Wege in der Zusammenarbeit der Lehrkräfte können erprobt werden, zum Beispiel beim fach- und jahrgangsübergreifenden Lernen.

Die Gestaltung des Prozesses begann im Jahr 2009. Eine Arbeitsgruppe aus Fachpersonen definierte ein gemeinsames Bildungsverständnis und legte die Qualitätsstandards, die Rahmenbedingungen und das Verfahren bei der Umwandlung einer Halbtagsschule zu einer Ganztagsschule fest. Das Rahmenkonzept „Kooperative Ganztagsbildung in Grundschulen“ wurde erstmalig 2011 und überarbeitet im November 2015 im Konsens aller Arbeitsgruppenmitglieder und vom Rat der Stadt Oldenburg verabschiedet. Es zielt auf die Verbesserung von Bildungs- und Teilhabechancen sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und beruht auf den Strategien des Konzeptes „Familienfreundliche Stadt Oldenburg“».

In Oldenburg haben die Grundschulen die Wahl wie bisher verlässliche Grundschule zu bleiben oder zukünftig Ganztagsgrundschule zu werden. Hierfür hat der Rat der Stadt Oldenburg jeder Schule eine zeitliche Perspektive gegeben. Seit 2014 ist niedersachsenweit die Errichtung einer (teil)gebundenen Ganztagsschule möglich. In der teilgebundenen Ganztagsschule mit zwei bis drei verpflichtenden Teilnahmetagen und möglichen weiteren offenen Teilnahmetagen (ein bis zwei) ist der Schultag so strukturiert, dass Unterricht, Projektarbeit und Arbeitsgemeinschaften einander abwechseln. Bei der (voll) gebundenen Form gilt ein verpflichtender Schulbesuch an mehr als drei Tagen. Bei der offenen Ganztagsform kann die Grundschule an bis zu vier Tagen den Schülerinnen und Schülern ein offenes  wählbares Nachmittagsangebot bieten. Alle diese schulischen Ganztagsformen sind für die Eltern kostenlos. Wählt die Grundschule ein Ganztagsmodel nach kooperativem Rahmenkonzept gestalten neben den Lehrerinnen und Lehrern auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Trägers der freien Jugendhilfe und aus Kultur und Sport den Ganztag mit. Hier stellt die Stadt zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung.

Ergänzt wird das schulische Angebot nach kooperativem Rahmenkonzept außerdem durch zwei weitere kostenpflichtige „hortähnliche“ Betreuungsangebote des Trägers der freien Jugendhilfe. Die Angebotszeiten variieren von Grundschule zu Grundschule. Mehr Informationen darüber können direkt bei der Grundschule» oder bei dem kooperierenden Partner der Jugendhilfe eingeholt werden. Eine Betreuung in den Ferien ist ebenfalls möglich.

 
In Oldenburg gibt es folgende Ganztagsgrundschulen:

  • 1991/1992 Ohmstede » - teilgebundene Ganztagsgrundschule in Kooperation mit dem OTB, nicht nach kooperativen Rahmenkonzept
  • 2012/2013 Nadorst » - offene Ganztagsgrundschulen nach dem kooperativen Rahmenkonzept
  • 2012/2013 Donnerschwee » - offene Ganztagsgrundschulen nach dem kooperativen Rahmenkonzept
  • 2013/14 Ofenerdiek » - offene Ganztagsgrundschulen nach dem kooperativen Rahmenkonzept
  • 2013/2014 Krusenbusch » - offene Ganztagsgrundschulen nach dem kooperativen Rahmenkonzept
  • 02/2014 Staakenweg » - offene Ganztagsgrundschulen nach dem kooperativen Rahmenkonzept
  • 2014/2015 Babenend»- offene Ganztagsgrundschulen nach dem kooperativen Rahmenkonzept
  • 2016/2017 Heiligengeisttor » (2016/2017) - offene Ganztagsgrundschulen nach dem kooperativen Rahmenkonzept
  • 02/2017 Bümmerstede » - offene Ganztagsgrundschulen nach dem kooperativen Rahmenkonzept


 
Wo erhalte ich weitere Informationen?

Bei Fragen zur Anmeldungen im Ganztag oder zur Berechnung Ihres Beitrags für das ergänzende Angebot der Jugendhilfe und der Ferienbetreuung finden Sie Informationen auf dem Homepage Ihrer zuständigen Grundschule ».

Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie im Amt für Schule und Bildung bei den Koordinatorinnen für Ganztagsschulen:

Stephanie Lichtenberg
Telefon: 0441 235-3855

Inka Sandmann-Müller

Telefon: 0441 235-2496

 

Downloads: