Inklusion - Stadt Oldenburg
Inklusion

Inklusion

Foto: Dieter Schütz/Pixelio.de
Tafel mit Schriftzug Inklusion. © Dieter Schütz/Pixelio.de

Am 13. Dezember 2006 ist in Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft getreten. Als Folge hiervon hat der Niedersächsische Landtag am 20. März 2012 eine Schulgesetznovelle beschlossen, durch die eine inklusive Bildung an niedersächsischen Schulen beginnend mit dem Schuljahr 2013/2014 verbindlich eingeführt wird. Nach einer Übergangsphase müssen schließlich alle Schulen inklusiv arbeiten. Am 21. Mai 2012 hat der Rat der Stadt Oldenburg » einen einstimmigen Beschluss mit der Kernaussage „Oldenburg will Inklusion“ gefasst und dabei auch auf die große Bedeutung für den Bildungsbereich hingewiesen. Am 5. Juni 2012 hat auch der Schulausschuss » einen entsprechenden Beschluss gefasst.

Die Vorgaben des Schulgesetzes machen eine starke inhaltliche Fokussierung auf die Umsetzung einer inklusiven Erziehung, Bildung und Betreuung an Schulen vor allem von Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Behinderungen notwendig. Dennoch soll zugleich immer auch eine weite Sicht auf das Thema Inklusion als gesellschaftliche Querschnittsaufgabe berücksichtigt werden.

Zur Begleitung des Prozesses wurde die AG „Inklusion an Oldenburger Schulen“ » als zentrale Schnittstelle zur Gestaltung des Weges in ein inklusiven Schulsystem gegründet. Sie hat in einer ihrer ersten Sitzungen folgendes Verständnis von Inklusion als Grundlage des weiteren Vorgehens definiert:

„Allen Menschen soll von vornherein die Teilhabe an allen gesellschaftlichen Aktivitäten auf allen Ebenen und in vollem Umfang ermöglicht werden. Die öffentlichen Schulen ermöglichen allen Beteiligten eine gleichberechtigte, barriere- und diskriminierungsfreie Teilhabe und aktive Beteiligung an ihren Angeboten der Bildung, Kultur und Mitbestimmung.

Schulische Inklusion bezieht sich auf:

  • die Teilhabe der Schülerinnen und Schüler,
  • die Zusammenarbeit mit Eltern und deren Unterstützung in Fragen der Erziehung und Bildung,
  • die Zusammenarbeit im Kollegium und mit verschiedenen Fachkräften
  • die Zusammenarbeit mit Unterstützungsangeboten und anderen Personen und Gruppen des sozialräumlichen Umfeldes.

Inklusion ist eine umfassende Vision für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft. An ihr mitzuwirken liegt daher in der Verantwortung aller Bürgerinnen und Bürger, aller Organisationen, Institutionen, Behörden, Vereine und Gruppen.“

Um den Beteiligten einen Leitfaden für die Inklusion an Oldenburger Schulen an die Hand zu geben, wurde ein Praxishandbuch erarbeitet. Dieses bündelt Informationen zu Beschlüssen, Empfehlungen und weiteren Rahmenbedingungen wie beispielsweise der baulichen Ausstattung von Schulen oder der Regelung für die Einschulung. 

Praxishandbuch zur Inklusion an Oldenburger Schulen » (6 MB)

Zudem wurde ein Informationsflyer für Eltern zum Thema „Inklusion in Schule“ entwickelt und in die Sprachen Deutsch, Arabisch, Englisch, Kurdisch, Russisch und Türkisch übersetzt. Diese liegen auch an allen oldenburger Schulen, Kindergärten und weiteren zentralen Anlaufstellen aus.

Einen Fachartikel zum Inklusionsprozess an Oldenburger Schulen finden Sie hier »

Wo erhalte ich weitere Informationen?
Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie im Amt für Schule und Bildung unter 0441 235-2336 oder unter jessica.lucht(at)stadt-oldenburg.de.

Die Website des gesamtstädtischen Inklusionsprozesses finden Sie hier »