Neubau Jugendherberge - Stadt Oldenburg
Neubau Jugendherberge

Jugendherberge zwischen EWE-Arena und ZOB

Bild: selugga & selugga architektur gmbh
Skizze zum geplanten Neubau der Jugendherberge. Bild: selugga und selugga architektur gmbh

In zentraler Lage und in unmittelbarer Nähe zum ZOB und der EWE Arena plant die GSG für das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) den Neubau einer Jugendherberge mit etwa 190 Betten und den dazugehörigen Seminar-, Küchen- und Aufenthaltsbereichen. Sehr erfreut über diese Entwicklung äußert sich Oberbürgermeister Jürgen Krogmann: „Mit dem Bau der Jugendherberge in attraktiver Lage und in unmittelbarer Nähe zum Stadtzentrum wird dem DJH die Möglichkeit eröffnet, den bisher doch schon in die Jahre gekommenen alten Standort zugunsten einer optimal angebundenen und den heutigen Anforderungen entsprechenden Einrichtung zu ersetzen. Gleichzeitig entsteht im ZOB-Umfeld ein weiterer attraktiver Anziehungspunkt.“

Jugendherberge als Inklusionsstandort
Thorsten Richter, Geschäftsführer des DJH-Landesverbandes Unterweser-Ems e.V., sieht an der Straßburger Straße „einen ausgezeichneten Standort für unsere neue Jugendherberge“. Ziel ist es aus seiner Sicht, ein Gebäude zu schaffen, das ein attraktives Angebot für unterschiedliche Gästegruppen bereithält und dabei den heutigen Komfortansprüchen genügt. Die neue Jugendherberge sei der ideale Ausgangspunkt für Stadterkundungen; die Innenstadt und die Weser-Ems-Hallen seien in wenigen Gehminuten zu erreichen, genauso wie die zahlreichen Museen der Stadt. Auch Ausflüge in die Umgebung würden sich dank der guten Anbindung an Bus und Bahn anbieten. Das Deutsche Jugendherbergswerk möchte die Jugendherberge als Inklusionsstandort betreiben, so dass ein hoher Anteil von Mitarbeitern mit Handicap in den Betrieb integriert wird. Oldenburg wäre dann nach Leer und Aurich der dritte Inklusionsstandort im Nordwesten. Außerdem sei eine enge Kooperation mit der benachbarten Volkshochschule anvisiert.

Chance für Menschen mit Behinderungen und Langzeitarbeitslose
Das Jugendherbergswerk will das Objekt langfristig von der GSG anmieten. Die GSG plant das Gebäude deshalb in enger Abstimmung mit dem zukünftigen Mieter. In den Betrieb der Jugendherberge sollen die Gemeinnützigen Werkstätten oder eine vergleichbare Institution einbezogen werden, eine Idee des GSG-Geschäftsführers Stefan Könner. Dazu Könner: „In der Jugendherberge bietet sich die Chance für ein inklusives Projekt, das Menschen mit Behinderungen und Langzeitarbeitslosen eine Beschäftigung bieten kann.“

Für Dr.-Ing. Malte Selugga von dem von der GSG beauftragten Architekturbüro Selugga & Selugga ist es eine reizvolle Aufgabe, dieses nicht alltägliche Vorhaben in der exponierten Lage zu projektieren. Übereinstimmendes Lob aller: „Ein toller Standort, der viele Möglichkeiten bietet!“

Bei dem Grundstück handelt es sich um Flächen des ehemaligen Betriebs- und Ausbesserungswerks der Deutschen Bundesbahn, das die Stadt 1987 erworben hat und jetzt an die GSG veräußern will. Es gab zunächst Bemühungen, die 1947 errichtete Lagerhalle, die sogenannte „Rämmi-Dämmi-Halle“, in das Neubauvorhaben zu integrieren. Der bauliche Zustand des nicht unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes und die internen Abläufe innerhalb einer Jugendherberge lassen dies allerdings nicht zu, so dass der Rückbau der Halle erfolgt.

Nachnutzung des bisherigen Standortes
Positive Aspekte ergeben sich für die Stadt auch durch die Aufgabe des bisherigen Standortes. „Die Nachnutzung des im städtischen Eigentum stehenden Grundstücks an der Alexanderstraße/von-Finckh-Straße bietet die hervorragende Chance, unter anderem auch der Nachfrage nach innenstadtnahem und bezahlbarem Wohnen gerecht zu werden“, so Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Zugleich betonte der OB, dass für alle jetzt dort untergebrachten Einrichtungen rechtzeitig neue Standorte gefunden werden sollen. „Bis zur endgültigen Fertigstellung der neuen Jugendherberge wird noch etwas Zeit vergehen“, so Krogmann. Die entsprechenden Planungen für die künftige Unterbringung der städtischen und nichtstädtischen Einrichtungen würden jetzt aber vorangetrieben.