Rahmenplanung Weißenmoor/ Südbäkeniederung - Stadt Oldenburg
Rahmenplanung Weißenmoor/ Südbäkeniederung

Öffentliche Bürgerversammlung

Am 22. Mai 2017 wurden in der Schule am Bürgerbusch die Rahmenbedingungen und der Entwurf zur Rahmenplanung Weißenmoor/Südbäkeniederung mit Stand März 2017 vorgestellt.

Hier finden Sie die Präsentation » (PDF, 6 MB) sowie das Protokoll » (PDF, 0,1 MB) der Veranstaltung.

Zum aktuellen Landschaftsrahmenplan der Stadt Oldenburg gelangen Sie hier».

Rahmenplanung

Foto: Stadt Oldenburg
Blick in die Südbäkeniederung. Foto: Stadt Oldenburg

Anlass
Der Landschaftsraum Weißenmoor/Südbäkeniederung stellt die größte zusammenhängende Freifläche innerhalb des besiedelten Oldenburger Stadtgebietes dar. Um die Qualitäten des Weißenmoors und der Südbäkeniederung trotz möglicher Bebauung auch auf lange Sicht zu erhalten, soll anhand des vorliegenden Rahmenplanes eine maßvolle bauliche Entwicklung unter Berücksichtigung der besonderen Naturraum- und Freiraumqualitäten aufgezeigt werden.

Bestand Naturraum und Bebauung
Allgemein ist das Plangebiet durch Wallhecken/Gehölzreihen, durch kleinflächigen Wald und durch prägnante Einzelbäume vielfältig strukturiert. Es zeichnet sich durch einen hohen Biotop-, Arten- und Strukturreichtum aus.

Es sind zahlreiche Schutzgüter im Plangebiet vorhanden. Hier sind die Allee an der Weißenmoorstraße (Landschaftsschutzgebiet), ein als Naturdenkmal festgesetzter Baum südlich der Südbäke und Wallhecken als lineare Naturdenkmale sowie zahlreiche Einzelbäume zu nennen. Nördlich der Weißenmoorstraße sind nach § 30 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) klassifizierte Biotope sowie nördlich und südlich der Weißenmoorstraße realisierte Kompensationsflächen vorhanden.

Ein bedeutender Wasserzug ist die Südbäke. Im nordwestlichen Bereich finden sich kleinere Teiche (zum Teil Feuchtbiotop). Der gesamte Betrachtungsraum wird zudem von zahlreichen Gräben durchzogen. In weiten Teilen des Planbereiches sind noch Grünlandnutzungen vorhanden. Darüber hinaus ist das schützenswerte Landschaftsbild zu nennen. Zwischen der vorhandenen Bebauung eröffnen sich an zahlreichen Stellen reizvolle Blickverbindungen auf die freie Natur und Landschaft sowie auf eine für Oldenburg auffällige Topografie. Die Vielfalt, Eigenart und Schönheit der Landschaft inmitten des besiedelten Bereiches der Stadt Oldenburg sind einzigartig und von besonderem Wert für die naturgebundene Erholung.

Diese Elemente tragen wesentlich zu einer regionaltypischen, historisch geprägten Kulturlandschaft bei. Aufgrund dieser Bedeutung ist laut Landschaftsrahmenplan nahezu der gesamte Betrachtungsraum landschaftsschutzgebietswürdig (ca. 90 ha). Überdies sind laut Flächennutzungsplan 1996 (FNP '96) ca. 55 ha Flächen zum Schutz, Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft (Kompensationsflächenpool) vorgesehen, wobei Teilbereiche bereits realisiert worden sind.

Hinsichtlich der Bebauung ist die Umgebung des Plangebietes im Norden, Westen und Südwesten durch Einzel-, Doppel-, Reihenhausstrukturen und durch ein Fachmarktzentrum (Stubbenweg) sowie durch Gewerbe- und Mischbereiche geprägt. Im Südosten schließt ein Bereich mit verdichtetem Geschosswohnungsbau an, welcher in das Sanierungsprogramm „Soziale Stadt“ aufgenommen worden ist. Im Gebiet selbst befindet sich vereinzelt Bebauung. Dazu gehören alte typische Hoflagen mit Altbaumbestand und größtenteils Einfamilienhäuser auf größeren Grundstücken. Nördlich der Weißenmoorstraße liegen innerhalb des Gebietes ein Umspannwerk, von dem eine Hochspannungsleitung nach Norden abzweigt, einzelne Gebäude und ein Mobilfunksendemast.

Hier finden Sie den Plan „Rahmenbedingungen“ » (pdf, 2MB).


Rahmenplanentwurf
Grundsätzlicher Planinhalt

Ziele für den Naturraum:

  • Bewahrung des landschaftsgeprägten Charakters
  • Bewahrung, Aufwertung und Erweiterung der vernetzenden Grünstrukturen
  • Freihaltung von Landschaftseinblicken
  • Übernahme der Darstellung des Kompensationsflächenpools aus dem Flächennutzungsplan 1996
  • Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet


Ziele für eine behutsame Ergänzung der Bebauung:

  • Entsprechend der im step2025 formulierten Ziele eine mittel- bis langfristige Entwicklung von Wohnbauflächen
  • Kleinräumige bauliche Entwicklung in den Randbereichen unter Zugrundelegung der grundsätzlichen landschaftsbezogenen Aussagen
  • Eingrünung der Baugebiete mit Abpflanzungen im Übergang zu den landschaftsgeprägten Bereichen

Sonstige stadtplanerische Ziele:

  • Freihaltung einer Fläche im südwestlichen Plangebiet für eine Sportanlage
  • Aufwertung und Ergänzung bestehender Fuß-/Radwege in Vernetzung mit dem Großen Bürgerbusch
  • Realisierung eines Regenrückhaltebeckens im Bereich der Südbäke zur Entlastung des südlich gelegenen Bürgerfelder Teiches und der umliegenden Flächen

Flächenbilanz
Auf Grundlage der bestehenden Rahmenbedingungen und Planungsziele kann ein Landschaftsschutzgebiet mit einer Größe von circa 75 ha ausgewiesen werden, und es könnten neue Wohnbauflächen (circa 10 ha) mit circa 145 Gebäuden in den Randbereichen und in räumlicher Nähe zu den vorhandenen Siedlungsflächen verwirklicht werden. Die Grundstücksflächengrößen reichen von 400 m² bis 1 400 m². Eine Realisierung ist nur auf Grundlage von Bebauungsplänen/städtebaulichen Verträgen mittel- bis langfristig möglich. Für alle Bereiche ist auch der Flächennutzungsplan zu ändern.

Hier finden Sie den Plan „Entwurf Rahmenplan, Stand März 2017“ » (pdf, 4MB).