Wettbewerb Klingenbergplatz - Stadt Oldenburg
Wettbewerb Klingenbergplatz

Klingenbergplatz bekommt neues Gesicht

Foto: Stadt Oldenburg
Stadtbaurätin Gabriele Nießen und Oberbürgermeister Jürgen Krogmann schauen sich den Siegerbeitrag an. Rechts im Bild: Landschaftsarchitekt Oliver Kilian und Christine Frenz-Roemer. Foto: Stadt Oldenburg

Der Klingenbergplatz in Kreyenbrück wird neu gestaltet: In dem seit Frühjahr 2015 laufenden Realisierungswettbewerb um die Umgestaltung des Platzes entschied das Preisgericht sich nun für den Entwurf des Oldenburger Landschaftsarchitekturbüros Kilian + Frenz. Der Wettbewerb war unter anderem im Rahmen des Stadtentwicklungsprogramms step2025 ausgelobt worden, der die Entwicklung der Stadtteilzentren als einen herausragenden Baustein beinhaltet.

Am 1. Juli 2015 tagte das Preisgericht des Wettbewerbs unter dem Vorsitz des Essener Landschaftsarchitekten Friedhelm Terfrüchte, um über die eingereichten acht Entwürfe für die zukünftige Gestalt des Mittelpunkts im Stadtteilzentrum Kreyenbrück zu beraten und zu entscheiden. Die Jury bestand neben externen Landschaftsplanern und Architekten aus Vertreterinnen und Vertretern der Verwaltung, der Ratsfraktionen, des Sanierungsbeirates und weiteren Beraterinnen und Beratern. Auch Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und Stadtbaurätin Gabriele Nießen nahmen an der ganztägigen Sitzung des Preisgerichts teil.

Nach eingehender Erörterung und Betrachtung aller Arbeiten und intensiven Diskussionen entschied sich das Preisgericht einstimmig, die Arbeit des Oldenburger Büros Kilian + Frenz mit dem ersten Preis auszuzeichnen. Der zweite Preis ging an das Büro nsp Christoph Schonhoff Landschaftsarchitekten aus Hannover, der dritte Preis an das Büro Lohaus + Carl GmbH, ebenfalls aus Hannover.

Grafik: Kilian + Frenz
Computergrafik: So könnte der Klingenbergplatz bald aussehen. Grafik: Kilian + Frenz

Gewinner-Entwurf mit Gastronomie, Bäumen und Spielplätzen
Die erstplatzierte Planung sieht vor, den über den Alten Postweg nach Osten hin ausgedehnten Platz mit einem einheitlichen Plattenbelag zu rahmen. Das Innere, die eigentliche Platzfläche, soll mit einem Klinkerpflaster gestaltet werden. Der vorhandene Baumbestand bleibt weitestgehend erhalten und wird in geschwungene, bepflanzte Inseln integriert, die auch als Sitzbänke dienen sollen. An der Ecke Klingenbergplatz/Cloppenburger Straße sieht der Entwurf einen neuen Pavillon mit Gastronomie als Ersatz für den vorhandenen Kiosk vor. Östlich des Alten Postweges, im Bereich des so genannten „Kopf-Nord“ auf dem ehemaligen AEG-Gelände sollen Kinderspielangebote geschaffen werden. Außerdem sind am Rande des Platzes zehn Kurzzeitparkplätze vorgesehen, ergänzt durch Flächen für Bedarfsparken östlich des Alten Postweges. Die vorgesehene Beleuchtung soll so in die Ausstattungselemente integriert werden, dass die Leuchten tagsüber kaum wahrnehmbar sind und den Platz abends in ein attraktives Licht- und Schattenspiel im Zusammenhang mit den Bauminseln tauchen.

Grafik: Kilian + Frenz
Computergrafik: So könnte der Klingenbergplatz bald aussehen. Grafik: Kilian + Frenz

Begründung der Jury
An dem erstplatzierten Entwurf von Kilian + Frenz lobte die Jury besonders die zahlreichen Qualitäten und die sehr gut nachvollziehbare freiraumplanerische Idee. Die Vernetzung mit der geplanten Neubebauung nördlich (Aktiv-Irma-Markt) und östlich (auf dem „Kopf-Nord“) sei, so die Jury, städtebaulich gut gelungen. Das Motiv der Gestaltung binde den Platz zusammen. Der Pavillon im Nordwesten gebe dem Platz Halt, ohne Rückseiten zu schaffen und den Einblick von der Cloppenburger Straße zu verstellen. Die Fläche des „Kurzzeitparkens“ sei gut gelöst. Auch die Führung des Radverkehrs mit einem Schutzstreifen sei sehr gut umgesetzt. Die Gestaltungsidee werde mit dem Lichtkonzept nachempfunden: Stark frequentierte, fußläufige Bereiche werden konsequent ausgeleuchtet. Der innere Platzraum sei dunkler gehalten, hier entstehe mit atmosphärischem Licht ein eigenes Abendbild. Allerdings bemängelt die Jury unter anderem, der Platz sei zu sehr baumbestanden, es fehle an Großzügigkeit.

Konkrete Planung voraussichtlich ab 2016
Entsprechend dieser Planung soll nun nach der Erörterung in den verschiedenen Gremien, wie dem Ausschuss für Stadtplanung und Bauen und dem Sanierungsbeirat Kreyenbrück, voraussichtlich im Jahr 2016 die konkrete Umgestaltung des Klingenbergplatzes und der angrenzenden Bereiche in Angriff genommen werden.

Die Wettbewerbs-Ergebnisse zum Anschauen

Die Entwürfe zum Download:

1. Preis, Landschaftsarchitekturbüro Kilian + Frenz, Oldenburg

2. Preis, nsp Christoph Schonhoff Landschaftsarchitekten, Hannover

3. Preis, Lohaus + Carl GmbH, Hannover