Vergaberichtlinien für Grundstücke - Stadt Oldenburg
Vergaberichtlinien für Grundstücke

Aktive Grundstückspolitik für sozialen Wohnungsbau

Foto: birgitH/Pixelio.de
Grundriss mit Haus und Schlüssel. Foto: birgitH/Pixelio.de

Der Bau bezahlbarer Wohnungen in Oldenburg soll stärker gefördert werden als bisher. Außerdem soll es für Familien mit Kindern, die bereits in Oldenburg wohnen, leichter werden, ein Grundstück direkt von der Stadt zu kaufen. Diese beiden zentralen Maßnahmen für die Schaffung bezahlbaren Wohnraums in Oldenburg stellte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann am Dienstag, 31. Mai 2016, im „Bündnis für Wohnen“ vor. Konkret geht es um die Richtlinien für die Vergabe von Grundstücken und Geschossflächenwohnungsbau.

Vergabe nach Punktesystem

Damit soll die Vergabe von städtischen Grundstücken für Einfamilienhäuser und Doppelhäuser an Familien mit Kindern und andere Gruppen erleichtert werden. Die Vergabe erfolgt nach einem Punktesystem. Kinder bis zur Vollendung des 10. Lebensjahres und pflegebedürftige Kinder werden dabei besonders berücksichtigt, genauso wie Bewerber, die ihren Hauptwohnsitz bereits länger als vier Jahre in Oldenburg haben. „Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum bleibt ein zentrales Ziel der Stadtentwicklung und wir legen mit der neuen Vergaberichtlinie eine sehr familienfreundliche Regelung vor“, betont Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Auch eine konzeptgebundene Vergabe von Geschosswohnungsbauflächen wird geregelt. Diese werden nach einer Mischung von konzeptionellen Aspekten und Preis vergeben. Damit können Punkte wie Städtebau, besondere Wohnformen oder Klimaschutz- und Energiesparkonzepte besser berücksichtigt werden. Die Vergabe wird künftig nach klaren Kriterien erfolgen und nicht mehr nach der jetzigen Vorgehensweise, die lediglich die zeitliche Reihenfolge der Bewerbungen berücksichtigte.
„Damit können wir die Vergabe von Grundstücken sehr viel besser steuern und deutlich mehr Transparenz bei der Vergabe erreichen“, sagt Baudezernentin Gabriele Nießen.

Konzeptvergabe sieht drei Richtlinien – unterschieden nach Gebäudetypen – vor. Auch diese orientieren sich an den Zielen: Schaffung von preiswertem Wohnraum, sozialverträgliche Bodenpolitik und Unterstützung von besonderen Wohnformen. „In der Summe sollte es damit gelingen, vor allem junge Familien in Oldenburg zu halten und eine Abwanderung ins Umland zu stoppen“, erwartet Krogmann.

Der Wohnungsbau in Oldenburg hat in den vergangenen Jahren eine erfreuliche stabile Tendenz gezeigt.

Weitere Informationen

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