Wie wird es umgesetzt? - Stadt Oldenburg
Wie wird es umgesetzt?

Wie wird das „step2025“ umgesetzt?

Das „step2025“ ist nicht nur ein Instrument, das die Entwicklung Oldenburgs begleitet. Es ist gleichzeitig die notwendige Grundlage für das „tägliche Geschäft“ der Stadt Oldenburg, die gesamtstädtische Entwicklungsplanung umzusetzen. Die Aufgabe des „step2025“ ist es auch, Räume und Orte zu benennen, die für die Zukunft Oldenburgs Impulse aussenden und die zum Motor der Stadtentwicklung werden können - die so genannten „Impulsquartiere“ und „Zukunftsorte“. Für alle Zukunftsorte gibt es daher ganz konkrete Beschreibungen der erforderlichen Maßnahmen und Hinweise zur Umsetzung. Mit den von der Stadt Oldenburg erarbeiteten „Lupenplänen“ sind im „step2025“ darüber hinaus wichtige Bereiche der räumlichen Entwicklung dargestellt.

Die Impulsquartiere.

In den drei Impulsquartieren „Wissenschaftsband“, „Weißer Campus“ und „Kreativquartier Bahnhofsviertel | Hafenquartier“ wird der Stadtumbau hin zu „kreativen Milieus“ erlebbar. Als „kommunikative Räume“ verbinden sie technischen Fortschritt und wirtschaftliche Innovation mit urbanem Leben. Mit dem vierten Impulsquartier „Huntebogen“ wird ein innerstädtischer, heute noch zu wenig beachteter Bereich zum prägenden, identitätsstiftenden und vielfältig nutzbaren Stadt- und Landschaftsraum.


Impuls 01 | Das Wissenschaftsband:

Was funktional mit den zahlreichen Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen schon längst vollzogen ist, bekommt in Zukunft auch den passenden städtebaulichen und architektonischen Rahmen: Die Ammerländer Heerstraße wird zur Bildungsachse und präsentiert die Wissenschaft im Stadtbild.
Die neu gestaltete Radiale wird zur gestalterischen Klammer der Einrichtungen von Wissenschaft und Bildung und verbindet sie mit den Kulturangeboten in der Innenstadt. Mit der Markierung der Stadt- und Quartierseingänge und der Gestaltung des Straßenraums – z. B. durch Kunstobjekte – wird sie auch zum Schaufenster der Wissenschaft: als „Wissensboulevard“ vor der Carl von Ossietzky-Universität Wechloy, als „Universitätsboulevard“ vor dem Standort Haarentor und als „Hochschulboulevard“ vor der Jade-Hochschule.


Impuls 02 | Das Gesundheitsquartier:

Mit der Qualifizierung der Oldenburger Kliniken zur Uniklinik ist der Grundstein der Entwicklung des Gesundheitsbereiches zum „Gesundheitsquartier“ gelegt worden. Dabei spielt die European Medical School EMS  – das mit Groningen initiierte grenzüberschreitende Gemeinschaftsprojekt zur Medizinerausbildung – eine zentrale Rolle. Neben den Innenstadt-Kliniken und dem Standort Wechloy der Universität ist das Klinikum Oldenburg einer der EMS-Teilstandorte.

Ähnlich dem Aufbau einer Zwiebel stellt sich sowohl die bauliche als auch die Nutzungsstruktur des Gesundheitsquartiers dar: mit den zentralen Einrichtungen des Klinikums und den anstehenden Erweiterungen als Kern, mit einer inneren Schale für die klinische Lehre und entsprechenden baulichen Nutzungen wie Rehazentrum und Kinderklinik im unmittelbaren Umfeld und mit der äußeren Schale, die die Bereiche Forschung und Entwicklung aufnimmt. Diese Dienstleistungen für den Bereich „life science“ sollen in Zukunft auf dem ehemaligen ACC-Gelände ihre Heimat finden.

 
Impuls 03 | Kreativquartier Bahnhofsviertel | Hafenquartier:

Seine Lage direkt an der historischen Altstadt und innerhalb des Kulturrings, seine bauliche Struktur und die urbane Mischung geben dem Bahnhofsviertel die besten Voraussetzungen für seine Weiterentwicklung zum Kreativquartier. Mit dem Bahnhofsviertel entsteht ein kleinräumig gemischtes Quartier für Kultur, Dienstleistungen, Freizeit und Gastronomie. Von hier werden weitreichende Impulse für die Stadtentwicklung, aber auch für die Oldenburger Kreativwirtschaft und Kultur ausgehen.

Zur besseren Verknüpfung von Bahnhofsviertel und historischer Altstadt wird unter Berücksichtigung der gesamten Stellplatzsituation der Bereich Staulinie und Staugraben zur Flaniermeile. Die  Verlängerung der Bahnhofstraße ermöglicht eine kurze und attraktive fußläufige Anbindung des Hauptbahnhofs an die Innenstadt.

Die Entwicklung des „Alten Stadthafens“ zu einem gemischten Quartier aus Wohnen, Dienstleistung, Freizeit nördlich und gewerblicher Nutzung südlich des Hafenbeckens wird die Innenstadt nach Osten erweitern.

Durch die Entwicklung des „Alten Stadthafens“ und der Hafenpromenade wird das Bahnhofsviertel zum städtebaulichen und funktionalen Bindeglied zwischen historischer Altstadt und Hafenquartier.

Zwischen der zum modernen Messe- und Veranstaltungszentrum ausgebauten Weser-Ems-Halle und dem Stadthafen entsteht eines der umfassendsten Stadtentwicklungsprojekte Oldenburgs. Nördlich der Bahn sollen sich hochwertige Büro- und Dienstleistungszentren etablieren: das westlich gelegene „Dienstleistungs- und Gemeinbedarfsquartier“ und der östlich anschließende „Bürostandort Bahn“. Die Nähe zur Innenstadt und zum hochwertigen Freiraum, herausragende Architektur und die Gestaltung als – auch von der Bahn wahrzunehmender – Eingang in die Stadt profilieren diese Bereiche zu zeichensetzenden Stadtquartieren“.


Impuls 04 | Der Huntebogen

Der Raum entlang der Hunte hat wie kein anderer in Oldenburg das Potenzial, die Vielfältigkeit der Stadt zu symbolisieren: entlang des Stadtflusses wechseln sich landschaftlich geprägte Freiräume mit urbanen Stadtquartieren und Orten der Freizeit und des Sports ab.

Mit der Entwicklung des Huntebogens sind vielfältige Ziele verbunden:
- die Aufwertung und das Nutzen der städtischen Freiräume,
- das Nutzen des Wertes „Wasser“,
- die Wahrnehmbarkeit der Hunte im Stadtbild,
- das Überführen der besonderen Hafenatmosphäre zur Profilierung von kulturellen Angeboten,
- die Anpassung der Sport- und Spielflächen an die Freizeiterfordernisse und die demografischen Entwicklungen und
- die Profilierung Oldenburgs als urbane Sportstadt.

Um ihr Potenzial auszuschöpfen und die Hunte zu einem prägenden, identitätsstiftenden und vielfältig nutzbaren Stadtraum zu machen, wird der Bereich zum „Huntebogen“ entwickelt. In ihm wird der Fluss durchgängig von Wegen begleitet und somit im wahrsten Sinne „erfahrbar“.

Bausteine des Huntebogens sind die Elemente Freizeit, Hafen und Landschaft. Sie definieren die einzelnen Flussabschnitte und sind doch durch gemeinsame und verbindende Merkpunkte geprägt: Uferwege, gestaltete Verbindungen in die Stadt und in die Landschaft oder illuminierte Querungen schaffen einen in seiner Gesamtheit erlebbaren Raum.


Die Zukunftsorte


Zukunftsort 01 | Technologiepark Oldenburg:

Die Ansiedlung zukunftsweisender Betriebe ergänzt die Flächen des Technologie- und Gründerzentrums Oldenburg (TGO).
Zukunftsort 02 | Carl von Ossietzky-Universität:
Die Universität öffnet sich zur Stadt und präsentiert Bildung und Wissenschaft im Stadtbild.

 
Zukunftsort 03 | Jade-Hochschule:

Campusentwicklung sowie gestalterische und bauliche Verbesserungen verknüpfen die Hochschule noch besser mit ihrem Umfeld und dem Bildungsstandort Oldenburg.


Zukunftsort 04 | IT-Quartier 101:

Das IT-Quartier zeigt unter anderem mit der Entwicklung der Arrondierungsflächen und dem Bau eines Quartierszentrums mit sozialen Einrichtungen den Wandel vom industriellen zum IT-Standort.


Zukunftsort 05 | Bildungsachse:

Die Bildungsachse präsentiert mit der umgestalteten Ammerländer Heerstraße und der Ofener Straße sowie durch ergänzende städtebauliche Maßnahmen die Wissenschaft im Stadtbild.


Zukunftsort 06 | Oldenburger Kliniken / EMS – European Medical School:

Mit der Ansiedelung der EMS auf den Teilstandorten des Klinikverbundes profiliert sich Oldenburg als Medizin- und Gesundheitsstandort und präsentiert die Gesundheitsstandorte im Stadtbild.


Zukunftsort 07 | ACC-Gelände:

Forschungseinrichtungen zu den Themen „Life Sciences“ und Gesundheitswirtschaft erweitern den Medizin- und Gesundheitsstandort und beleben das Stadtquartier.


Zukunftsort 08 | Bahnhofsviertel:

Der Ausbau als kleinräumig, gemischtes Quartier für Kultur, Dienstleistungen, Freizeit und Gastronomie entwickelt das Bahnhofsviertel zum Kreativquartier und lässt es zum innovativen Bindeglied zwischen „Altem Stadthafen“ und Altstadt werden.


Zukunftsort 09 | „Alter Stadthafen“:

Nach der Umsetzung und Weiterentwicklung der Rahmenplanung wird mit der Entwicklung des „Alten Stadthafens“ die Innenstadt um attraktive Wohn-, Dienstleistungs-, Freizeit- und gewerbliche Nutzungen erweitert.


Zukunftsort 10 | Dienstleistungs- und Gemeinbedarfsquartier:

Die Ansiedlung von Büro- und Dienstleistungsnutzungen nördlich des Bahnhofes erfordert eine hochwertige Standortgestaltung und dient durch die Verlagerung tertiärer Nutzungen auch der Entlastung innerstädtischer Wohnquartiere.


Zukunftsort 11 | Bürostandort Bahn:

Auf nicht mehr benötigten Bahnflächen wird die im Dienstleistungs- und Gemeinbedarfsquartier begonnene Entwicklung im Osten fortgesetzt.


Zukunftsort 12 | Donnerschwee-Kaserne:

Eine gemischte Nutzung aus innovativen Wohnformen, Dienstleistungen und sozialer Infrastruktur bindet die brachgefallene, innerstädtische Fläche in den Stadtteil ein.


Zukunftsort 13 | Bildungsachse Handwerk:

Auf einer Bildungsachse Handwerk entlang der Donnerschweer Straße präsentiert sich das Oldenburger Handwerk mit seinen Bildungseinrichtungen als Partnerin der akademischen Bildung.


Zukunftsort 14 | Gerhard-Stalling-Straße:

Junge Unternehmen und Betriebe mit geringem Flächenbedarf finden auf den bereitgestellten Gewerbeflächen eine neue, hochwertige Adresse.


Zukunftsort 15 | Fliegerhorst:

Der Fliegerhorst, der zum Teil mit der Übergangsnutzung Photovoltaikanlage belegt ist, wird in den Stadtteil und in die Landschaft integriert. Es entsteht eine Mischnutzung aus Wohnen, Dienstleistung und Gewerbe. Prägende Grünelemente werden gesichert.


Zukunftsort 16 | Kulturring:

Die Mischung aus Großstadtkultur, Kleinkunst- und freien Kulturangeboten, deren Vernetzung und die Aufwertung des öffentlichen Raumes profilieren Oldenburg als Kulturstadt.


Zukunftsort 17 | Stadtteilzentren:

Neue urbane Qualitäten, die Ergänzung der Versorgungsfunktion und die Erweiterung um kulturelle, kommunikative und soziale Angebote machen aus den bisherigen Versorgungsbereichen nun echte Stadtteilzentren und erhöhen die Verbundenheit der Bewohnerinnen und Bewohner mit ihren Stadtteilen.


Zukunftsort 18 | Stadtteilbänder. Urbane Radiale:

Die Verdichtung und Nutzungsergänzung der Ränder sowie der Umbau zu Alleen oder zu grünen Achsen machen aus den bisherigen Einfallstraßen Orte des Ankommens und neue Imageträger.


Zukunftsort 19 | Gerichtsviertel:

Die städtebauliche Struktur wird geschützt und das urbane Wohnen gestärkt. Die Justizgebäude werden saniert, sollte die Justiz eine Bündelung der Justizeinrichtungen an anderer Stelle erwägen, ergäbe sich die Chance für weitere Wohnangebote.


Zukunftsort 20 | Sanierungsgebiete:

Die Stärkung der sozialen Strukturen und der Schaffung quartiersspezifischer Angebote steht im Zusammenhang mit baulichen Maßnahmen.


Zukunftsort 21 | Stadttore und Stadteingänge:

Während die Stadteingänge als Übergänge von der Landschaft in die Stadt mit künstlerischen und freiraumplanerischen Zeichen gestaltet werden, erhalten die Stadttore im Schnittpunkt der Radialen mit dem AutobahnRing eine starke städtebauliche und architektonische Inszenierung.


Zukunftsort 22 | AutobahnRing:

Die Lärmschutzwände an den Autobahnen werden mit Durchblicken und durch Nutzungsergänzungen zu „Schaufenstern der Stadt“.


Die Lupenpläne

Der Lupenplan A | Eversten
sieht die Arrondierung der vorhandenen Siedlungsstrukturen vor. Ergänzt werden sollen Wohn- und gewerbliche Bereiche. Besonderes Augenmerk liegt auf der Verzahnung von Landschaft und Siedlung durch den Wechsel von Öffnungen und geschlossenem Rand und durch die Bildung von Grünkorridoren.


Mit dem Lupenplan B | Hohe Moor
werden bisher im Flächennutzungsplan dargestellte Wohnbauflächen im Bereich des Sportparks zurückgenommen.  Stattdessen wird  südlich des Storchweges eine Neuausweisung von Wohnbauflächen das Quartier „Am Bahndamm vorgeschlagen, die den bisher dargestellten Bereich „Storchweg“ ergänzt. Die Verzahnung von Bebauung und Grünflächen sowie  der Erhalt der Streuobstwiesen sind wichtige Entwurfsmerkmale.

Der Lupenplan C | Osternburg_Sandweg
schlägt die Ergänzung bestehender Siedlungsbereiche und -strukturen entlang des auszubauenden Sandwegs vor. Die Vorschläge bleiben dabei deutlich unter den Darstellungen des Flächennutzungsplans. So wird etwa ein 75 m Grünbereich zwischen Siedlungsrand und Drielaker Kanal erhalten.


So wird das „step2025“ umgesetzt!