2030-Agenda - Stadt Oldenburg
2030-Agenda

Rat beschließt 2030-Agenda

Grafik: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Logo der 17 Nachhaltigkeitsentwicklungsziele

Der Rat der Stadt Oldenburg hat in seiner Sitzung am 29. Februar 2016 auf Anregung des Deutschen Städtetages und auf Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mehrheitlich die 2030-Agenda „Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten“ beschlossen:

 

Die Stadt Oldenburg

1. begrüßt die von den Vereinten Nationen (VN) am 27.09.2015 verabschiedete 2030-Agenda und die darin enthaltenen Entwicklungsziele, die „Sustainable Development Goals“ (SDGs), die sich an die Mitgliedsstaaten der VN richten, und insbesondere durch eine kommunale Beteiligung und Verantwortung mit Leben gefüllt werden sollten.

2. begrüßt die Anerkennung von Städten, Gemeinden und Kreisen als zentrale Akteure für nachhaltige Entwicklung durch die erstmalige Aufnahme des sogenannten „Stadtziels“ SDG 11 „Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandfähig und nachhaltig machen“ in die Entwicklungsagenda der VN.

3. unterstützt die in der 2030-Agenda enthaltene stärkere Fokussierung auf die gemeinsame Verantwortung des Nordens und des Südens für mehr Gerechtigkeit in der Einen Welt und die darin beschriebene Verbindung zwischen Nachhaltigkeit und Entwicklung.

4. begrüßt die Forderung des Bundestages an die Bundesregierung, sich dafür einzusetzen, Städten und Kommunen weltweit mehr Einnahme- und Haushaltshoheit zu geben, sie beim Aufbau demokratischer und leistungsfähiger kommunaler Selbstverwaltungen und als zentrale Akteure einer integrativen und partizipatorischen Stadtentwicklung in ihrer internationalen und entwicklungspolitischen Zusammenarbeit zu unterstützen.

5. fordert Bund und Länder auf, Kommunen und Ihre Vertretungen bei der Entwicklung von Strategien zur Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele auf Augenhöhe einzubeziehen, die Bedeutung des kommunalen Engagements zur Erreichung der Ziele der 2030-Agenda anzuerkennen, Kommunen stärker als bisher als Akteure für Nachhaltigkeit und globale Verantwortung auch im Rahmen der eigenen Nachhaltigkeitsstrategien zu berücksichtigen und die Voraussetzungen hierfür zu schaffen. Dabei sollen kommunale Belastungen durch die Umsetzung internationaler Verpflichtungen von Bund und der Länder ausgeglichen werden.

6. Die Stadt Oldenburg wird ihre Möglichkeiten nutzen, sich für nachhaltige Entwicklung konkret zu engagieren und eigene Maßnahmen nach innen und außen sichtbarer zu machen. Sie wird dies in einem breiten Bündnis gemeinsam mit den lokalen Akteuren und den Bürgerinnen und Bürgern vorantreiben.

Initiative des Deutschen Städtetages

Diese Resolution basiert auf einer Initiative des Deutschen Städtetages (DST). Dieser hatte sich im Herbst 2015 an die Mitgliedstädte gewandt mit dem Vorschlag, sich für ausgewählte Ziele der 2030-Agenda zu engagieren. Hier » finden Sie das Schreiben des DST.

Nachhaltigkeitsentwicklungsziele

Die von den Vereinten Nationen im Herbst 2015 in New York beschlossenen 17 Nachhaltigkeitsentwicklungsziele („Sustainable Development Goals“ SDGs) umfassen einen Zeitraum von 15 Jahren bis zum Jahr 2030. Hier » können Sie die neuen Ziele nachlesen.

Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Internet-Seite des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ».