Schwerpunktthema 2017 - Stadt Oldenburg
Schwerpunktthema 2017

Unser Müll

Im Jahr 2017 dreht sich im Agenda-Büro alles um das Thema „Unser Müll“.

In unserem Alltag produzieren wir alle so viele unterschiedliche Arten von Abfällen in verschiedenen Mengen und in den meisten Fällen fällt uns das gar nicht auf. Es ist eben Alltag.

Hierauf soll aufmerksam gemacht werden und es sollen Alternativen angeboten werden.

Vermeidung von Lebensmittelverschwendung

Foto: Stefan Körber, Fotolia
Möhren, Foto: Stefan Körber, Fotolia

Laut einer Studie des WWF landen allein in Deutschland pro Sekunde 313 Kilogramm Lebensmittel im Müll, ein Großteil davon wäre noch genießbar. Diese Zahl summiert sich auf das Jahr gesehen auf über 10 Millionen Tonnen.

Abgesehen vom moralischen Aspekt benötigt die Produktion von Lebensmitteln Fläche, verbraucht Wasser und emittiert Treibhausgase. Die Vermeidung von Lebensmittelabfällen ist somit ein konkreter und in vielerlei Hinsicht wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.

Was kann man dagegen tun?

Beispielsweise in der Gastronomie entstehen an verschiedenen Stellen Lebensmittelabfälle. Um diese Abfälle zu reduzieren, gibt es zum Beispiel den Leitfaden des Umweltbundesamtes „Vermeidung von Lebensmittelabfällen beim Catering“. Der Leitfaden enthält viele praktikable und einfach umsetzbare Tipps und kann als Datei auf der Internet-Seite des Bundesumweltamtes heruntergeladen werden (www.umweltbundesamt.de/publikationen »).

Außerdem gibt es zu diesem Themenkomplex die Internet-Seite www.lebensmittel-abfall-vermeiden.de ». Diese Seite ist durch ein Projekt der FH Münster, Institut für nachhaltige Ernährung, entstanden, gefördert wurde es durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt. Die Plattform richtet sich an Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft und stellt Instrumente zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen zur Verfügung.

Foto: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
Beste-Reste-Box, Foto: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Weiterhin gibt es die „Beste-Reste-Box“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Diese Box soll dazu dienen, den Restaurant-Gästen die nicht verzehrten Speisen aktiv zum Mitnehmen anzubieten. Auf diese Weise kann das Abfallaufkommen reduziert werden und die Gäste freuen sich über den Snack für den kleinen Hunger zwischendurch. Weitere Informationen hierzu gibt es unter www.restlos-geniessen.de ». Die Box kann im Großhandel bezogen werden und kostet nur 0,50 Euro netto pro Box. Eine Entsorgung der Box über die Biomülltonne ist möglich, da sie vollständig kompostierbar ist. Fragen Sie bei Ihrem nächsten Restaurant-Besuch doch einmal nach der "Beste-Reste-Box", wenn Speisen übrig geblieben sind.

Darüber hinaus bestehen weitere Möglichkeiten, noch genießbare Lebensmittel nicht zu vernichten. So gibt es beispielsweise im Internet verschiedene Plattformen über die unverkaufte Speisen, die im Betrieb übrig geblieben sind (zum Beispiel von einem Mittagsbuffet), preisreduziert angeboten werden können.

Dies sind alles gute Möglichkeit, neue Kunden zu gewinnen und gleichzeitig verzehrfähige Mahlzeiten vor der Vernichtung zu retten.

Haben Sie weitere Ideen, Anregungen oder Hinweise zu diesem Thema? Das Agenda-Büro freut sich über Ihre Rückmeldung unter agenda21(at)stadt-oldenburg.de.