Oldenburg = Mehrweg-Stadt - Stadt Oldenburg
Oldenburg = Mehrweg-Stadt

Coffee-to-go ab sofort umweltfreundlicher

Foto: Stadt Oldenburg
Von links nach rechts: Inka Thole vom Agendabüro, Umweltdezernentin Gabriele Nießen, Anja Baar von der Bäckerei Bruno, Jan-Christoph Egerer und Annika Weise von Bäckerei Müller-Egerer. In der Mitte Anja Leutbecher von Café Leutbecher, rechts dahinter Henner Welling vom Café Woyton, Bernhard Meyer, Bäckerei Behrens-Meyer, Bernd Leutbecher, Anne Ewert von Behrens-Meyer. Foto: Stadt Oldenburg

Seit Montag, 4. September 2017, bieten mehrere Bäckereien und Cafés den offiziellen Oldenburg-Mehrwegbecher für den Coffee-to-go an: Behrens-Meyer, Bruno, Müller-Egerer, Café Leutbecher, Café Woyton sowie die Cafeteria in der BBS Haarentor setzen sich als erste Betriebe für den schonenden Umgang von Ressourcen und für die Abfallvermeidung ein und schenken Getränke zum Mitnehmen in Mehrwegbechern aus.

Außerdem ist der Mehrwegbecher jetzt auch im Café Kurswechsel der Gemeinnützigen Werkstätten in der VHS an der Karlstraße, bei Vita-Catering in der Helene-Lange-Schule, im Café MitMensch im Büsingstift, beim Marktcafé der Firma Bastwöste, bei Käthe Kaffee in der Kaiserstraße, im Heimathaven Oldenburg, bei der OVS-Gastronomie in den Weser-Ems-Hallen, in der OLantis-Gastronomie und im Salon 7 in der Baumgartenstraße zu haben.

Bei den oben genannten Betrieben sind die Mehrwegbecher in zwei verschiedenen Größen für 1 Euro Pfand erhältlich. Abgegeben werden können die Becher hinterher auch wieder bei jedem dieser Anbieter.

Infoveranstaltung bereits im März

Vorausgegangen war die Initiative des Agenda-Büros der Stadt Oldenburg. Bereits Ende März 2017 folgten die Bäckereien und Cafés der Einladung des Agenda-Büros zu einer ersten Informationsveranstaltung zum Thema Mehrweg- statt Einwegbecher. Kein halbes Jahr später stellen nun die ersten Betriebe um. „Das ist ein tolles Ergebnis. Wir freuen uns sehr über das Engagement der Betriebe“, sagt Umweltdezernentin Gabriele Nießen.

„Je mehr Betriebe es gibt, die Mehrwegbecher ausgeben und wieder annehmen, desto bequemer für den Kunden und desto besser wird dieses gute Angebot angenommen“, ergänzt Inka Thole, hauptverantwortlich für die Lokale Agenda 21 der Stadt Oldenburg.

Becher im Oldenburg-Design

Foto: Stadt Oldenburg
Mehrwegbecher, Foto: Stadt Oldenburg

Die ersten Becher werden neben den positiven Umwelteffekten auch noch gut aussehen: Die Stadt Oldenburg hat bei der Firma RECUP », die die Mehrwegbecher anbietet, ein Oldenburg-Design in Auftrag gegeben und stellt den ersten fünf Betrieben, die sich für eine Umstellung entschieden haben, je 200 Becher mit der Silhouette von Oldenburg kostenlos zur Verfügung. Freundlicherweise hatte die Firma Freimann Werbung die Grundlage für das Oldenburg-Design zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung gestellt.

Mitstreiter gesucht

Foto: Stadt Oldenburg
Mehrwegbecher, Foto: Stadt Oldenburg

Der Umstieg dieser Betriebe soll aber erst der Anfang sein. Weitere Betriebe, die ebenfalls Getränke zum Mitnehmen anbieten, sind herzlich eingeladen, sich ebenfalls diesem sinnvollen Mehrwegsystem anzuschließen. Je mehr Stellen es gibt, die diesen Mehrwegbecher anbieten und auch wieder zurücknehmen, umso komfortabler für die Kunden. Und das, was einfach und komfortabel ist, wird auch gut angenommen.

Wenn Sie also Interesse an einem Umstieg auf ein Mehrwegbechersystem haben, können Sie sich gern an das Agenda-Büro unter 235-3246 oder agenda21(at)stadt-oldenburg.de » oder direkt an die Firma RECUP (www.recup.de ») wenden. Dort erhalten Sie alle wichtigen Informationen zu diesem Thema.

Rückblick

Foto: Karola Braun-Wanke, Projekt SUSTAIN IT
Berg von Einwegbechern, Foto: Karola Braun-Wanke, Projekt SUSTAIN IT

Mehrweg statt Einweg.

Laut der Deutschen Umwelthilfe werden pro Jahr in Deutschland 2,8 Milliarden Einwegbecher verbraucht. Diese Becher sind Ressourcenfresser, weil sie nach ihrer einmaligen Nutzung bereits zu Abfall werden.

Das Foto der Stapel mit Einwegbechern rechts stammt aus einem Kunstprojekt der Freien Universität Berlin, das sich auch schon mit dieser Thematik beschäftigt haben. Auf der Internetseite » der FU Berlin finden Sie weitere Informationen hierzu.  

Foto: einmannhans/Pixabay
Einwegbecher, Foto: einmannhans/Pixabay

Am 30. März 2017 wurden im Technischen Rathaus drei unterschiedliche Mehrwegbecher und die dazugehörigen Systeme vorgestellt. Allen gemeinsam ist die Bestrebung, die Flut an Einwegbechern für den so beliebten „Coffee to go“ zu verringern und damit einen aktiven Beitrag zur Abfallvermeidung und zum Umweltschutz zu leisten.

An der Veranstaltung haben Vertreterinnen und Vertreter von Bäckereien, Cafés, Coffee-Shops und Fast-Food-Geschäften teilgenommen, die in Zukunft gern auf Einwegbecher verzichten möchten.

Einige Anbieter von „Coffee to go“ bieten ihren Kunden bereits jetzt an, mitgebrachte Becher wieder neu zu befüllen. Teilweise wird dafür sogar ein Rabatt gewährt. Insgesamt wäre jedoch ein flächendeckendes System in Oldenburg, an dem sich möglichst viele Betriebe beteiligen, das bequemste und nachhaltigste Angebot für die Verbraucherinnen und Verbraucher.

Foto: Stadt Oldenburg
Verschiedene Mehrwegbecher, Foto: Stadt Oldenburg

Im Rahmen der Veranstaltung wurden in drei Präsentationen Becher und die dazugehörigen Mehrwegsysteme vorgestellt. Der Becher wird mehrmals benutzt! Damit spart er enorme Mengen Ressourcen und Abfall ein.

Vorgestellt haben die Firma BODUM und Dallmayr ihren „Joy-Cup“.

Das Start-Up-Unternehmen „reCup“ hatte zwei Modelle dabei. Hier finden Sie ausführliche Informationen » zum Becher und dem System.

Der dritte Becher stammt aus Göttingen, von der BBS II. Dort wurde der „Fair Cup“ von Berufsschülern entwickelt. Eine genauere Darstellung » gibt es im Internet.