Luftreinhalteplan Oldenburg - Stadt Oldenburg
Luftreinhalteplan Oldenburg

Luftreinhalteplan für Oldenburg

Nachdem im Jahr 2008/09 vom Land Niedersachsen eine modellgestützte Abschätzung von Luftschadstoffkonzentrationen für die Stadt Oldenburg vorgenommen wurde, sind die Bereiche im Stadtgebiet bekannt, an denen die höchsten Luftschadstoffbelastungen zu erwarten sind, sogenannte Hotspots. Als Resultat dieser, von der Zentralen Unterstützungsstelle für Luftreinhaltung, Lärm und Gefahrstoffe beim Staatl. Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim vorgenommenen Untersuchung wurden verschiedene Messstandorte im Stadtgebiet eingerichtet: So fanden von 2009 bis Ende 2012 kontinuierliche Messungen der Luftschadstoffkonzentrationen an der Nadorster Straße statt. Ergänzend wurden an verschiedenen weiteren Straßenabschnitt Messungen der Stickstoffdioxidbelastung mit Hilfe sogenannte Passivsammler vorgenommen.

Durch diese Untersuchungen wurde festgestellt, dass der Immissionsgrenzwert zum Schutz der menschlichen Gesundheit für Stickstoffdioxid (NO2) von 40 µg/m³ (Jahresmittelwert, bezogen auf das Kalenderjahr) im Jahr 2010 an drei Messpunkten nicht eingehalten wurde. An der Nadorster Straße wurde eine mittlere jährliche NO2-Konzentration von 41 µg/m³ festgestellt, am Heiligengeistwall 54 µg/m³, am Schlosswall 42 µg/m³ und an der Hauptstraße 39 µg/m³. Eine Überschreitung anderer Grenzwerte, insbesondere des Feinstaubgrenzwertes, wurde nicht ermittelt. Im Jahr 2011 lag die NO2-Belastung im Jahresmittel an der Nadorster Straße und am Schlosswall bei jeweils 38 µg/m³ und am Heilgengeistwall bei 50 µg/m³.

Aufgrund der Überschreitung des Jahresgrenzwertes für NO2 im Jahr 2010 bestand für die Stadt Oldenburg die Verpflichtung, einen Luftreinhalteplan aufzustellen. Dazu wurde von der Verwaltung ein Entwurf erarbeitet, der in den Ausschusssitzungen des Verkehrsausschusses am 10. Juli 2012 und des Auschusses für Stadtgrün, Umwelt und Klima am 12. Juli 2012 erstmals beraten und dessen öffentliche Auslegung am 16. Juli 2012 im Verwaltungsausschuss der Stadt Oldenburg beschlossen wurde. In der Zeit vom 23. Juli bis 24. August 2012 fand die nach § 47, Abs. 5 des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImSchG) vorgeschriebene Öffentlichkeitsbeteiligung statt, und bis zum 10. September 2012 bestand Gelegenheit zur Stellungnahme. Unter teilweiser Berücksichtigung der Inhalte der Stellungnahmen wurde die Endfassung des Luftreinhalteplans erstellt und den oben genannten Ratsgremien erneut zur Beratung vorgelegt. Die Beschlussfassung über den Luftreinhalteplan traf der Verwaltungsausschuss in der Sitzung am 15. Oktober 2012. Die nach den Gesetzesvorgaben erforderlichen Auslegung des verabschiedeten Plans fand vom 29. Oktober bis 12. November 2012 statt.

Der endgültig verabschiedete Luftreinhalteplan für die Stadt Oldenburg steht hier zum Download (PDF, 7,6 MB) zur Verfügung.

Maßnahmen des Plans sind:

  • Umsetzung von Maßnahmen des Integrierten Energie- und Klimaschutzkon­zeptes der Stadt Oldenburg (InEKK), des Strategieplans Mobilität und Verkehr sowie des Stadtentwicklungsprogramms 2012 (STEP 2025);
  • Fortsetzung der Modernisierung der Busflotte der VWG;
  • Optimierung der verkehrsabhängigen Signalprogrammauswahl für die Straße „Heiligengeistwall“;
  • Einrichtung einer Messstelle am Heiligengeistwall

Ein kontinuierlich arbeitender Messcontainer wird seit 2013 am Heiligengeistwall betrieben und liefert Informationen über die Schadstoffbelastungen zum Beispiel durch Feinstaub oder Stickstoffoxide. Die aktuellen Messergebnisse dieser Station können auf den Internetseiten des Niedersächsischen Umweltministeriums » oder des Umweltbundesamtes » abgefragt werden.

Weitere Informationen zu diesem Themenbereich enthält ein Frage- und Antwortkatalog „Luftreinhaltung in der Stadt Oldenburg“ (PDF, 791 KB)