Bahnthemen - Stadt Oldenburg
Bahnthemen

Ausbau Bahnstrecke Wilhelmshaven - Oldenburg - Bremen

Eisenbahn. Foto: Digi Train, pixelio.de
Foto: Digi Train, pixelio.de

Der Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven wird künftig zu verstärktem Schienengüterverkehr auf der Strecke Wilhelmshaven - Oldenburg - Bremen führen. Dies würde ohne Schallschutzanlagen eine massive Verschlechterung der Lebensbedingungen im Oldenburger Stadtgebiet mit sich bringen. Daher hat sich die Stadt Oldenburg schon frühzeitig mit Nachdruck beim Bund und bei der Bahn für eine schnelle Realisierung vorsorgender Schallschutzmaßnahmen eingesetzt.

Bereits im Jahre 2007 gab es Zusagen seitens der Bahn für vorsorgenden Schallschutz. Später kam es zu Irritationen, weil die Bahn erste Ausbaupläne vorgelegt hatte, in denen ein ausdrücklicher Hinweis auf vorsorgenden Lärmschutz fehlte. Dies hat Oberbürgermeister Gerd Schwandner, die Ratsfraktionen sowie die hiesigen Abgeordneten in Land- und Bundestag alarmiert. In einer gemeinsamen Initiative wurde an Bund und Bahn appelliert, weiterhin zu den Schallschutzzusagen zu stehen.

Stadt weist Kritik des Niedersächsischen Verkehrsministeriums zurück

Verlautbarungen der Niedersächsischen Landesregierung, wonach die schleppende Umsetzung der im Zusammenhang mit dem Schienenausbau notwendigen Lärmschutzmaßnahmen von der Stadt Oldenburg zu vertreten seien, entbehren jeder Grundlage. Ausdrücklich widerspricht die Stadt den öffentlichen Äußerungen von Herrn Minister Bode, nach denen die Realisierung von Lärmschutz aufgrund von Umplanungen der Stadt Oldenburg nicht forciert werden könne.

Schon seit Jahren, so macht Herr Oberbürgermeister Schwandner in einem Schreiben von Dezember 2010 an Herrn Minister Bode deutlich, hat sich die Stadt Oldenburg mit äußerstem Nachdruck für Schallschutzmaßnahmen an der Schienenstrecke eingesetzt. Nach Einschätzung der Stadt Oldenburg kommen die Schutzmaßnahmen entgegen früheren Zusagen nur zögerlich voran. Jahrelang habe die Bahn AG auf fehlende Planungskapazitäten und -budgets verwiesen. Spätestens jedoch seit der Hafenplanung Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven habe sich der Bund zu konkreten Lärmschutzmaßnahmen verpflichtet.

Äußerst schleppender Planungsfortschritt
Er sei aber, so macht der Oberbürgermeister klar, ein äußerst schleppender Planungsfortschritt zu konstatieren, was dazu geführt hat, dass sich in den vergangenen Jahren erheblicher Unmut verbunden mit vielfältigen politischen Initiativen zum Schutz der Bevölkerung entlang der Bahnstrecke artikuliert hat. Auch beim Bahnübergang Alexanderstraße sei die Planung schließlich erst durch eine von der Stadt vorgelegte Planungsstudie in Gang gekommen. Erst mit dem formalen Antrag auf ein Kreuzungsrechtsverfahren sei es gelungen, die Bahn zur Aufnahme von Ausbauplanungen zu bewegen. Jahrelange Versuche seitens Stadt Oldenburg, die Bahn von der Notwendigkeit zu überzeugen, dass der Bahnübergang beseitigt werden muss, waren vorher ohne Erfolg geblieben.

Weitere Informationen

Auf sechs Stadtteilkonferenzen informierte die Stadt und erörterte mit den Bürgerinnen und Bürgern die Sachverhalte. Hier finden Sie die dabei verwendeten Präsentationsunterlagen als PDF (5.7 MB)

Bahnquerung Ofenerdiek - Visualisierung

Um die baulichen Eingriffe in den Stadtteil Ofenerdiek bei einer Tieferlegung der Straße noch besser zu verdeutlichen, hat die Verwaltung eine Visualisierung in Form einer virtuellen Durchfahrt in Auftrag gegeben. Am Beispiel der Y-Variante wird Ihnen für das Unterführungsbauwerk ein räumlicher Eindruck aus der Perspektive des Verkehrsteilnehmers ermöglicht.