Schienenausbau: Alternative Forderungen - Stadt Oldenburg
Schienenausbau: Alternative Forderungen

Politische Gremien beraten / Immissionsschutz steht vornean

Schnell fahrender Zug. Foto: Uschi Dreiucker, pixelio.de
Foto: Uschi Dreiucker, pixelio.de

Der Stadt Oldenburg ist angekündigt worden, dass im Jahr 2012 das Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt 1 (Oldenburg-Rastede) zum Ausbau der Bahnstrecke nach Wilhelmshaven beginnen soll. Es ist zu erwarten, dass die DB Netz AG genau wie bei den Planfeststellungsabschnitten 2 (Rastede) und 3 (Varel) einen entsprechenden Antrag beim Eisenbahn-Bundesamt einreicht. Im Rahmen kurzer Fristen muss auch die Stadt Oldenburg dann ihre Stellungnahme dazu abgeben. Derzeit befassen sich daher verschiedene Ausschüsse des Stadtrates mit der Festlegung einer Strategie und damit, eine Beschlussfassung für den Rat vorzubereiten.

Fünf Alternativen stehen zur Diskussion
Hinsichtlich der Vorstellungen zum Schienenausbau der Bestandsstrecke mit Elektrifizierung und Bahnunterführungen und zu einer Eisenbahnumgehungstrasse um Oldenburg bestehen derzeit unterschiedliche Einschätzungen zur grundsätzlichen Ausrichtung, die auch in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert werden. Es lassen sich aktuell fünf verschiedene Alternativen im Zusammenhang mit der schienengebundenen Hafenhinterlandanbindung in Oldenburg differenzieren.

Strategische Neuausrichtung
Angesichts dieser unterschiedlichen Alternativen besteht Diskussionsbedarf, damit im künftigen Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt 1 klare Positionen gegenüber der Bahn vertreten werden können. Auch nach dem jüngst vom Bundesverwaltungsgericht abgewiesenen Eilantrag für einen Stopp des Bahnausbaus in den Abschnitten 2 und 3 muss eine strategische Neuausrichtung erfolgen.

Folgende fünf Alternativen lassen sich aktuell differenzieren:

1.

  • Bau einer Eisenbahnumgehungstrasse (EUT) für den Güterverkehr entlang der A 29, vorwiegend auf der Ostseite der Autobahn (so genannte „Seefeldttrasse“)
  • Kein Ausbau der Bestandsstrecke im Stadtgebiet

2.

  • Bau einer Eisenbahnumgehungstrasse (EUT) für den Güter- und Personenzugverkehr entlang der Westseite der A 29 mit Rückführung in den Hauptbahnhof
  • Aufgabe der Bestandsstrecke im Stadtgebiet und Neunutzung der aufgelassenen Bahnflächen

3.

  • Schienenausbau der Bestandsstrecke (Elektrifizierung, vorsorgender Schallschutz, Bahnunterführung Alexanderstraße) ohne Bahnunterführung Am Stadtrand (höhengleiche Lösung)
  • Ergänzend als weitergehenden Schutz vor Schienenlärm die Forderung nach einer in ihrer Lage noch unbestimmten Eisenbahnumgehungstrasse (EUT), deren Realisierung nicht kurzfristig möglich erscheint. Diese ist auch vor dem Hintergrund möglicher Erweiterungen des Jade-Weser-Ports zu sehen.

4.

  • Schienenausbau der Bestandsstrecke (Elektrifizierung, vorsorgender Schallschutz, Bahnunterführung Alexanderstraße) mit Bahnunterführung Am Stadtrand
  • Ergänzend als weitergehenden Schutz vor Schienenlärm die Forderung nach einer in ihrer Lage noch unbestimmten Eisenbahnumgehungstrasse (EUT), deren Realisierung nicht kurzfristig möglich erscheint. Diese ist auch vor dem Hintergrund möglicher Erweiterungen des Jade-Weser-Ports zu sehen.

5.

  • Schienenausbau der Bestandsstrecke (Elektrifizierung, vorsorgender Schallschutz, Bahnunterführung Alexanderstraße) mit/ohne Bahnunterführung Am Stadtrand
  • Keine Initiative für den Bau einer Eisenbahnumgehungstrasse (EUT)