Fahrrad-Monitor 2017 - Stadt Oldenburg
Fahrrad-Monitor 2017

Fahrrad-Monitor 2017

Foto: Stadt Oldenburg
Radfahrer auf der Cäcilienbrücke. Foto: Stadt Oldenburg

Der „Fahrrad-Monitor“ erhebt alle zwei Jahre das subjektive Stimmungsbild der Radfahrenden in Deutschland. Dafür werden im Rahmen einer repräsentativen bundesweiten Studie Bürgerinnen und Bürger zwischen 14 und 69 Jahren im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums befragt. Gefördert wird der Fahrrad-Monitor im Rahmen des Nationalen Radver-kehrsplans 2020. Im Jahr 2017 gab es erstmals die Möglichkeit, dass einzelne Bundesländer, Regionen oder Städte die Fallzahl der Befragung gezielt erhöhen können, um verlässliche Aussagen auf Regionalebene generieren zu können. Dieses Angebot nutzten insgesamt 9 Regionen in Deutschland (davon 5 Bundesländer und 4 Städte), darunter auch die Stadt Oldenburg.

Die Erhebungsmethode für die vertiefende Befragung erfolgte telefonisch durch die SINUS Markt-und Sozialforschung GmbH, Heidelberg/Berlin. Für Oldenburg bedeutete dies, dass 164 in Oldenburg lebende Personen zwischen 14 und 69 Jahren zusätzlich befragt wurden. Die Befragung erfolgte im Juli/August 2017 und das Interview dauerte circa 25 Minuten.

Zur besseren Beurteilung der Ergebnisse, erfolgt in der Studie ein Vergleich Oldenburgs mit anderen Städten zwischen 100.000 bis 500.000 Einwohnern. Beispielhaft werden in dieser Vorlage neun Ergebnisse vorgestellt. So wurde ermittelt, dass:

  • knapp über drei Viertel der Einwohner in diesen Städten in einem Haushalt mit einem Fahrrad (78 Prozent) leben, in Oldenburg jedoch mit 96 Prozent deutlich mehr Haushalte ein Fahrrad besitzen. Im Schnitt sind es hier 3,1 Fahrräder pro Haushalt,
  • das Fahrrad in Oldenburg regelmäßig von 78 Prozent genutzt wird (das heißt täglich bis mehrmals die Woche) und damit über dem Städtedurchschnitt (37 Prozent) liegt,
  • bei dem Vergleich der Beliebtheit von verschiedenen Verkehrsmitteln („nutze ich sehr gerne“/„gerne") das Fahrrad als Verkehrsmittel in Oldenburg mit 81 Prozent den 1. Platz auf der Beliebtheitsskala einnimmt. Das Fahrrad als Freizeitbeschäftigung folgt mit 70 Prozent Zustimmung auf Platz 2, gefolgt von der Fortbewegung zu Fuß, welche mit 65 Prozent auf Platz 3 steht. Das Auto als Verkehrsmittel belegt mit 63 Prozent den 4. Platz,
  • das Fahrrad primär für Einkäufe, kurze Erledigungen (90 Prozent) und Fahrt zu Freizeit-aktivitäten (77 Prozent) genutzt wird. 53 Prozent der Radfahrenden in Oldenburg fahren mit dem Fahrrad zur Arbeit beziehungsweise Fortbildungsstätte. In anderen Städten zwischen 100.000 und 500.000 Einwohnern sind dies mit 34 Prozent deutlich weniger,
  • die Zufriedenheit mit der Abstellsituation im privaten Umfeld am höchsten ist (79 Prozent „sehr gut“/„gut“), gefolgt von den Arbeits- (73 Prozent) und Ausbildungsstätten (77 Prozent). An Bahnhöfen und Haltestellen (41 Prozent), aber auch im Orts- oder Stadtzentrum (47 Prozent) ist sie dagegen geringer ausgeprägt. Im Vergleich mit anderen Städten ist die Zufriedenheit mit den Abstellplätzen deutlich höher,
  • 23 Prozent der Oldenburger die Landesregierung in Niedersachsen als fahrradfreundlich („sehr fahrradfreundlich“/„fahrradfreundlich“) einstufen,
  • die  Kommunalpolitik dagegen von 45 Prozent der Oldenburger grundsätzlich als fahrradfreundlich bewertet wird. Damit stufen Befragte in Oldenburg die Politikebenen, verglichen zu Befragten in Städten mit vergleichbarer Einwohnerzahl (20 Prozent beziehungsweise 26 Prozent), deutlich besser ein,
  • 89 Prozent der Befragten angeben, dass ihnen Radfahren in der Gemeinde/Stadt Spaß macht. Auch damit liegt Oldenburg deutlich über dem Durchschnitt (52 Prozent) und
  • 76 Prozent bereits von Lastenrädern gehört haben. Damit liegt Oldenburg deutlich über dem Durchschnitt (39 Prozent). Von den Lastenrad-Kennern könnten sich 22 Prozent vorstellen, sich eines anzuschaffen. Das Interesse an Pedelecs ist mit 40 Prozent ebenfalls hoch. Ein Viertel der Befragten ist bereits mit einem Rad, das einen Elektromotor hat, gefahren. Auch hier liegt Oldenburg über dem Durchschnitt (19 Prozent).

Alle Ergebnisse der Erhebung sind in der Studie „Fahrrad-Monitor 2017“ » (PDF, 1 MB) nachlesbar.