Anliegen A-Z: Wohngeld (Mietzuschuss oder Lastenzuschuss) - Stadt Oldenburg

Anliegen A-Z: Wohngeld (Mietzuschuss oder Lastenzuschuss)

Beschreibung

Wohngeld ist ein Zuschuss zu den Unterkunftskosten und dient der wirtschaftlichen Sicherung angemessenen und familiengerechten Wohnens. Es wird in Form von Mietzuschuss (für Mieter einer Wohnung oder eines Zimmers) und Lastenzuschuss (für Eigentümer eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung) gewährt. Das Wohngeld ist als zweckgebundene Leistung zur Zahlung der Miete oder Belastung zu verwenden.

Ob und in welcher Höhe Wohngeld gewährt werden kann, ist abhängig von

  • der Zahl der zum Haushalt zählenden Haushaltsangehörigen,
  • der Höhe des gesamten Einkommens aller Haushaltsangehörigen und
  • der Höhe der zu berücksichtigenden Miete oder Belastung


Zu folgenden Punkten finden Sie Informationen auf dieser Seite

1. Anspruchsberechtigung

2. Regelungen für Auszubildende und Studierende

3. Einkommen - Einkommensgrenzen

4. zu berücksichtigende Haushaltsmitglieder

5. Mietobergrenzen

6. Antragstellung

  • Bewilligungs- und Zahlungszeitraum
  • Beantragung
  • Antragsabgabe
  • Ansprechpartner
  • Öffnungszeiten

7. Leistungen für Bildung und Teilhabe



1. Anspruchsberechtigung

Keinen Anspruch auf Wohngeld haben Empfänger der nachfolgenden Leistungen, wenn bei der Berechnung dieser Leistungen Kosten der Unterkunft berücksichtigt worden sind:

  • Arbeitslosengeld II (ALG II) und Sozialgeld nach dem SGB II
  • Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem SGB XII
  • Hilfe zum Lebensunterhalt
  • ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt oder andere Hilfe nach dem Bundesversorgungsgesetz für Heimbewohner
  • Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz
  • Übergangsgeld in Höhe des Betrages des ALG II
  • Verletztengeld in Höhe des Betrages des ALG II
  • Zuschüsse für Auszubildende zu den Kosten der Unterkunft und Heizung nach § 22 Abs. 7 SGB II
  • Kinder- und Jugendhilfe nach SGB VIII, sofern alle Personen des Haushaltes entsprechende Leistungen erhalten

Sofern nicht alle Haushaltsmitglieder diese Leistungen erhalten, kann es für einzelne Personen noch einen Wohngeldanspruch geben. Zur Klärung solcher Einzelfälle wenden Sie sich bitte an die Wohngeldbehörde.

Ausgeschlossen vom Wohngeld sind auch Haushaltsmitglieder, die einen Anspruch auf Leistungen nach den §§ 13 und 17 Abs.1 des Unterhaltssicherungsgesetzes (USG) für die Dauer ihres freiwilligen Wehrdienstes haben.

Weiterhin besteht kein Anspruch, wenn

  • bereits ein Antrag auf eine der oben genannten Leistungen gestellt wurde, über den noch nicht entschieden wurde oder
  • gegen einen ablehnenden Bescheid für eine der oben genannten Leistungen Widerspruch eingelegt wurde oder
  • ein Vermögen vorhanden ist, welches folgende Beträge übersteigt

    • 60.000 Euro für das erste zu berücksichtigende Haushaltsmitglied
    • 30.000 Euro für jedes weitere zu berücksichtigende Haushaltsmitglied


2. Regelungen für Auszubildende und Studierende

Auszubildende mit Kind / Studierende mit Kind haben grundsätzlich einen Wohngeldanspruch.

Alleinstehende Auszubildende und Studierende, deren Ausbildung dem Grunde nach förderungsfähig ist mit Leistungen der

  • Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) nach dem SGB III
  • Ausbildungsförderung nach dem BAföG

sind vom Wohngeld ausgeschlossen, sofern alle Personen des Haushalts zu den grundsätzlich Anspruchsberechtigten gehören.

Dabei ist es unwichtig, ob sich tatsächlich ein Zahlbetrag errechnet oder ob sich z.B. aufgrund zu hohen Elterneinkommens, ein Zahlbetrag nicht errechnet.

Ein Wohngeldanspruch besteht jedoch dann, wenn die Ausbildungsförderung zu 100% als Darlehen gewährt wird.


3. Einkommen - Einkommensgrenzen

Das zu berücksichtigende Gesamteinkommen setzt sich aus der Summe der Jahreseinkommen aller zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder (siehe Punkt 4) zusammen.

Vom Bruttoeinkommen werden pauschale Beträge für die Kranken- und Rentenversicherung sowie für Steuern abgesetzt.

In den nachfolgenden Fällen können weitere Freibeträge gewährt werden:

  • bei Schwerbehinderung
  • bei Kindern mit eigenem Einkommen
  • bei Alleinerziehung von Kindern unter 12 Jahren und gleichzeitiger Abwesenheit vom Haushalt wegen Erwerbstätigkeit oder Ausbildung
  • bei Erfüllen der gesetzlichen Unterhaltspflicht

Als Jahreseinkommen ist das Einkommen zugrunde zu legen, das zum Zeitpunkt der Antragstellung für den Bewilligungszeitraum zu erwarten ist. Für die Einkommensprognose können auch die Einkommensverhältnisse vor der Antragstellung herangezogen werden.

Geben Sie im Wohngeldantrag immer alle Einkünfte an. Die Wohngeldbehörde prüft dann, ob es sich um anrechnungsfreie Einkünfte handelt.

Die Höhe des Einkommens ist nachzuweisen, z.B. durch Verdienstbescheinigungen, Rentenbescheide, Bestätigung der Banken über Zinseinkünfte.


Einkommensgrenzen

Die nachfolgende Übersicht dient als Anhaltswert dafür, ob sich ein Wohngeld errechnen könnte. Durch Frei- und Abzugsbeträge kann sich ein Wohngeldanspruch auch errechnen, wenn die unten angegebenen Werte überschritten werden.

Bei einer Miete, die unter der Mietobergrenze liegt, kann bereits mit einem geringeren Einkommen ein Anspruch nicht mehr bestehen.

Fragen Sie im Einzelfall in der Wohngeldbehörde nach.

 

Zahl der zum Haushalt zählenden HaushaltsmitgliederGrenze für das monatliche Netto-Gesamteinkommen
1 Person   960,00 Euro
2 Personen1.310,00 Euro
3 Personen1.590,00 Euro
4 Personen2.090,00 Euro
5 Personen2.370,00 Euro
6 Personen2.670,00 Euro 


4. zu berücksichtigende Haushaltsmitglieder

Haushaltsmitglieder sind, neben dem Wohngeldberechtigten, alle Personen, die mit ihm eine Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaft führen und der Wohnraum, für den Wohngeld beantragt wird, jeweils Mittelpunkt der Lebensbeziehung ist.

Eine Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaft liegt vor, wenn Wohnraum gemeinsam bewohnt wird und die Versorgung mit dem täglichen Lebensbedarf ganz oder teilweise gemeinsam erfolgt.

Unter diesen Voraussetzungen handelt es sich neben dem Wohngeldberechtigten bei folgenden Personen um Haushaltsmitglieder

  1. Antragsteller, Ehegatte, Lebenspartner, Eltern, Kinder (auch Stief- und Pflegekinder), Pflegeeltern
  2. Geschwister, Onkel, Tanten, Schwiegereltern, Schwiegerkinder, Schwäger und Schwägerinnen, Nichten, Neffen
  3. andere Personen, die mit dem Antragsteller in einer Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaft leben

Erhöht sich die Zahl der Haushaltsmitglieder, kann das bewilligte Wohngeld auf Antrag erhöht werden.

Verstirbt ein Haushaltsmitglied, das nicht vom Wohngeld ausgeschlossen war, so wird für die Dauer von 12 Monaten nach dem Sterbemonat die bisherige Haushaltsgröße zugrunde gelegt, soweit weiterhin für dieselbe Wohnung Wohngeld beantragt wird.


5. Mietobergrenzen

Für die Berechnung des Wohngeldes wird nur die Miete bzw. die Belastung bis zu folgenden Höchstbeträgen berücksichtigt:

Anzahl der zu berücksichtigenden
Haushaltsmitglieder
Höchstbetrag/Euro
Miete inkl. Nebenkosten ohne Heizung + Strom (Kaltmiete)
1 Person434 Euro
2 Personen526 Euro
3 Personen626 Euro
4 Personen730 Euro
5 Personen834 Euro
für jede weitere Person101 Euro


6. Antragstellung

Bewilligungs- und Zahlungszeitraum

Das Wohngeld wird ab dem Ersten des Monats, in dem Sie den Antrag gestellt haben, geleistet.

Der Bewilligungszeitraum beträgt in der Regel zwölf Monate, er wird jedoch in jedem Einzelfall festgestellt. Anschließend muss ein neuer Antrag gestellt werden. Die neue Antragstellung ist 2 Monate vor Ablauf des Bewilligungszeitraums möglich.


Beantragung

Einen Antrag auf Mietzuschuss bzw. Lastenzuschuss können Sie bei der Wohngeldbehörde der Stadt Oldenburg stellen.

Die benötigten Vordrucke mit Erläuterungen erhalten Sie im Sozialamt oder unter „Formulare“ zum Herunterladen.


Antragsabgabe

Es ist nicht erforderlich, dass sie den Wohngeldantrag persönlich abgeben. Stattdessen senden Sie ihn bitte an folgende Anschrift:

           Stadt Oldenburg - Amt für Teilhabe und Soziales
           Fachdienst Besondere soziale Hilfen
           Wohngeldbehörde
           26105 Oldenburg

oder werfen ihn in den Hausbriefkasten am Pferdemarkt 14 ein.


Ansprechpartner

Sofern Sie Fragen zum Thema Wohngeld haben, können wir diese auch telefonisch beantworten.

 

Wir sind von Montag bis Freitag zwischen 7.00 und 18.00 Uhr für Sie unter der Telefon-Nummer: 0441 235-4444 erreichbar und helfen Ihnen gerne weiter.


Öffnungszeiten

Die Sachbearbeiter/innen stehen Ihnen zu folgenden Zeiten zur Verfügung:

  • Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag: 8.00 bis 12.00 Uhr sowie nach vorheriger Terminabsprache

Außerhalb dieser Zeiten steht Ihnen ein Ansprechpartner für Auskünfte in der Infothek im Erdgeschoss, Eingangsbereich des Neubaus, zu den folgenden Zeiten zur Verfügung:

  • Montag, Dienstag 12.00 bis 15.30 Uhr
    Mittwoch                 8.00 bis 15.30 Uhr
    Donnerstag          12.00 bis 18.00 Uhr

 

 7. Leistungen für Bildung und Teilhabe

Für die bei der Wohngeldberechnung berücksichtigten Kinder besteht ein Anspruch auf Leistungen für Bildung und Teilhabe nach dem Bundeskindergeldgesetz (BKGG). Nähere Informationen erhalten Sie hier:

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