Witaj! Zweisprachige KIBUM überzeugte das Publikum - Stadt Oldenburg
Pressemitteilung

Witaj! Zweisprachige KIBUM überzeugte das Publikum

13.11.17, 0933/17jg
Der Länderschwerpunkt Polen begeisterte Kinder und Erwachsene

Oldenburg. Die Veranstalter Stadt Oldenburg und Carl von Ossietzky Universität Oldenburg blicken auf neun KIBUM-Tage zurück, in denen die polnische Kinder- und Jugendliteratur im Mittelpunkt stand. Sehr zufrieden ziehen sie kurz vor Ende der KIBUM erfolgreich Bilanz: Rund 33.000 Besucherinnen und Besucher werden in diesem Jahr voraussichtlich die Buchmesse und deren Veranstaltungen aufgesucht haben. Die KIBUM ist noch bis Dienstag, 14. November, von 8.30 bis 19 Uhr geöffnet.

„Die KIBUM hat auch in diesem Jahr gezeigt, was Bücher und Geschichten für eine Anziehungskraft haben können“, so das zufriedene Fazit von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Die Auseinandersetzung mit Sprache und Geschichten fördert nicht nur die Schlüsselkompetenz Lesen, sondern ermöglicht es den Kindern und Jugendlichen, neue Perspektiven einzunehmen und über den eigenen Horizont zu blicken. Die KIBUM ist damit eine gelungene Investition in Bildung und gesellschaftliche Teilhabe.“

Im Mittelpunkt der 43. Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse KIBUM stand in diesem Jahr das Nachbarland Polen und seine renommierte Kinder- und Jugendliteratur. „Klein und Groß sind in den letzten Tagen tief in die spannende Bücherwelt unseres Nachbarlands Polen eingetaucht. Es macht große Freude, diese Begeisterung zu erleben und einmal mehr zu sehen, dass das Konzept der KIBUM voll und ganz aufgeht“, betont Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper, Präsident der Universität Oldenburg.

Die polnischen Autorinnen und Autoren sowie Illustratorinnen und Illustratoren, denen zu Beginn ihrer Lesungen oft ein fröhliches „Witaj“ als Willkommensgruß entgegenschallte, freuten sich sehr über die Gastfreundschaft und Weltoffenheit der Oldenburgerinnen und Oldenburger. „Die Kinder reagieren ausgesprochen interessiert und mit großer Offenheit. Sie sind überraschend gut  vorbereitet und wir bekommen kluge und erstaunliche Fragen gestellt“, so die einhellige Meinung. Der polnische Autor Marcin Szczygielski, der vor 550 Jugendlichen zum Thema „Holocaust“ und „Warschauer Ghetto“ in der Cäcilienschule las, bemerkte zum Abschied: „KIBUM is a unique event“. Grzegorz Kasdepke, der derzeit erfolgreichste polnische Kinderbuchautor, äußerte sich ebenso rundum begeistert: „Ich kenne Literaturfestivals auf der ganzen Welt. Selten zuvor habe ich so eine ausgezeichnete Organisation erlebt wie zur Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse.“

Auch bei den Kindergärten und Schulen aus Oldenburg und der Region kam die 43. KIBUM gut an: 12.865 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene besuchten vormittags die Messe und nutzten das Veranstaltungsangebot. Insgesamt wurden 275 Kita-Gruppen und Schulklassen gezählt, davon kamen 68 Prozent aus Oldenburg und 32 Prozent aus dem Umland. Das Einzugsgebiet erstreckte sich in diesem Jahr von Norderney bis Bramsche, von Leer bis Lemwerder. Der Radius der Tagesbesucher reichte von den ostfriesischen Inseln bis nach Nordrhein-Westfalen. „Auffallend viele junge Familien besuchten in diesem Jahr die KIBUM“, berichtet Heike Janssen, Leiterin der Stadtbibliothek, „die Formate für die Kleinen ab 18 Monate waren besonders beliebt, hier mussten wir kurzfristig die bereits zahlreichen Veranstaltungen noch einmal aufstocken“.

Zu den Highlights der KIBUM zählten auch die Programmangebote rund um den diesjährigen Schirmherrn Janosch. Die beiden Janosch-Theateraufführungen in der Kulturetage waren mit insgesamt 900 kleinen und großen KIBUM-Fans restlos ausgebucht. Die Ausstellung „Oh wie schön ist … Bilderbuchkunst von Janosch“ wurde von äußerst lebendigen Inszenierungen der Janosch-Klassiker begleitet und erreichte bisher rund 3.300 kleine und große Besucherinnen und Besucher. Die Ausstellung ist über die KIBUM hinaus bis zum 26. November täglich von 10 bis 18 Uhr in der Peterstraße 1 kostenfrei zu sehen.

Hans-Joachim Wätjen, Direktor der Universitätsbibliothek, resümierte: „Auch in diesem Jahr hat sich die erfolgreiche Kooperation von Stadt und Universität bewährt. Dabei war der Schwerpunkt ‚Witaj! KIBUM trifft Polen‘ der Sprachbarriere zum Trotz ein Publikumserfolg – und das nicht nur dank Janosch.“

Das interdisziplinäre Symposium „Sprache als Herausforderung – Literatur als Ziel: Sprachsensible Zugänge zur Kinder- und Jugendliteratur“, zu dem die Forschungsstelle Kinder- und Jugendliteratur in die Universität eingeladen hatte, verstand sich als wissenschaftliche Ergänzung zur KIBUM. Im Rahmen der außerordentlich gut besuchten Tagung entfalteten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Sprach-, Literatur- und Mediendidaktik sowie Deutsch als Fremd- und Zweitsprache vielfältige Perspektiven auf kinder- und jugendliterarische Texte, auf ihr Potenzial für die Vermittlung sprachlicher und kultureller Kompetenzen sowie auf sprachliche Hürden, an denen Vermittlungsprozesse häufig scheitern. „Eine geplante Publikation wird die gewonnenen Erkenntnisse für Literaturvermittler an Schulen und Hochschulen zugänglich machen“, erklärte Prof. Dr. Jörn Brüggemann, Leiter der Forschungsstelle Kinder- und Jugendliteratur. Er danke zudem der Universitätsgesellschaft Oldenburg e.V. (UGO) für die Förderung des Symposiums.
 
Die beiden Veranstalter bedanken sich ausdrücklich bei den Förderern des Projektes, ohne deren Unterstützung die KIBUM in ihrer Qualität und Fülle des Programms nicht möglich wäre: Bei dem Hauptsponsor, der Oldenburgischen Landesbank AG, ViVaVostok, CEWE, der EWE Stiftung, der Stiftung der Metallindustrie im Nordwesten, energy & meteo systems sowie mpa Flashligt.

Die KIBUM ist im Anschluss in Lörrach und Ulm, im Frühjahr 2018 in Verden zu sehen.