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Oldenburger Verschenkmarkt

Der Oldenburger Verschenkmarkt ist ein Projekt der Lokalen Agenda 21 in der Stadt Oldenburg. Er wird ausschließlich von Ehrenamtlichen der gleichnamigen Agendagruppe » betrieben und befindet sich auf dem Gelände der Firma MACO, Halle 5, Rheinstraße (Wendeplatz neben der Amalienbrücke), 26135 Oldenburg

Öffnungszeiten:

Montag, Mittwoch und Sonnabend von 12 bis 14 Uhr
Dienstag und Donnerstag von 16 bis 18 Uhr

So funktioniert der Verschenkmarkt

Vieles, was ausgemustert wird und schnellstens weg soll, kann ein anderer noch gut gebrauchen. Schade nur, dass der eine nichts von dem anderen weiß. Für diese Fälle gibt es den Oldenburger Verschenkmarkt. So spart man Geld und tut ein gutes Werk.

Das Prinzip ist einfach: Nicht mehr benötigte Gegenstände des täglichen Lebens werden an einer zentralen Stelle angenommen und kostenlos an Personen weitergegeben, die noch eine Verwendung dafür haben. Hierbei kann es sich um Hausrat jeglicher Art, Küchengegenstände, Spielsachen, Kleidung, Möbel, technische Geräte, Werkzeuge, Bücher und vieles mehr handeln.

Nutzungsregeln

  • Alle Waren müssen selbst angeliefert werden. Wir können leider keinen Abholservice anbieten.
  • Angelieferte Waren sind dem Personal zu übergeben. Lassen Sie sich sicht von dubiosen "Helfern" auf dem Parkplatz ansprechen! Die Ehrenamtlichen tragen Verschenkmarkt-Namensschilder. Sie helfen Ihnen beim Ausladen aus dem Auto und räumen die Ware auch selbst ein - Sie als "Lieferant" haben keine Arbeit damit!
  • Für die Funktionstüchtigkeit der Ware wird keine Gewähr übernommen.
  • Nicht angenommen werden Möbel und große Haushaltsgeräte (Faustregel: das Teil muss in einen PKW-Kofferraum passen), Schadstoffe, Gefahrengüter, Tiere und Lebensmittel
  • Textilien und Schuhe müssen sauber und tragfähig sein
  • Der Verschenkmarkt ist kein Beschaffungsmarkt für Verkäufer, Flohmarkthändler und dergleichen

Internet-Verschenkmarkt

Als Ergänzung zum stationären Verschenkmarkt wurde mit Hilfe des Abfallwirtschaftsbetriebs Stadt Oldenburg ein Internet-Verschenkmarkt » eingerichtet. Hier kann man kostenlos Kleinanzeigen schalten – Angebote und Gesuche – sogar mit Digitalfotos. Interessenten können dann direkt mit dem Anbieter Kontakt aufnehmen und die Übergabe verabreden. Auf diese Weise werden Transporte vermieden, weil die Güter nicht erst zu einer Sammelstelle, sondern nur einmal direkt zum Empfänger gebracht werden müssen.

Der Internet-Verschenkmarkt eignet sich deshalb ganz besonders für große und schwere Objekte wie Möbel, Baustoffe usw., für die im stationären Verschenkmarkt ohnehin kein Platz ist.

Personen ohne Internetanschluss können auch telefonisch Anzeigen schalten (Abfallberatung, Telefon 0441/235-3331) oder in den Verschenkmärkten mitteilen. Dort werden Angebote und Gesuche auch regelmäßig in ausgedruckter Form ausgehängt.

Kontakt und weitere Infos

Den Verschenkmarkt „erfunden“ hat Käthe Nebel (Foto links), die im Juli 2008 für ihre langjährigen Verdienste im Umweltschutz und im sozialen Bereich das Bundesverdienstkreuz » verliehen bekam. Sie ist Gründerin war über viele Jahre auch Sprecherin der Agendagruppe ». Aufgrund ihres hohen Alters möchte sie nicht mehr zu Hause angerufen werden.

Auskünfte zum Verschenkmarkt erteilt das Agendabüro » der Stadt Oldenburg.

Hintergrund

Der Oldenburger Verschenkmarkt ist ein Projekt der Agenda21-Gruppe Abfallvermeidung und Ressourcenschutz bei Konsumgütern ». Er verknüpft auf beispielhafte Art ökologische, soziale und ökonomische Belange. Neben dem Umweltschutzaspekt (Abfallvermeidung, sparsamer Umgang mit Ressourcen) kommt dieses Projekt Menschen zugute, die sich den Erwerb ständig neuer Konsumgüter nicht leisten können. Als weiterer sozialer Nebeneffekt wird eine Form der Solidarität und des Miteinanders demonstriert, die oft in Vergessenheit geraten zu sein scheint. Der Verschenkmarkt wendet sich gegen die viel zitierte – Wegwerfgesellschaft – und will den Blick für Alternativen schärfen.

Im übrigen offenbart dieses Projekt auch eine interessante ökonomische Perspektive. Wer Konsumgüter, die andernfalls entsorgt würden, einer weiteren Verwendung zuführt, trägt zur Erhöhung der volkswirtschaftlichen Effizienz bei. Dies erfolgt im vorliegenden Fall sogar in doppelter Hinsicht. Zum einen werden knappe Ressourcen zur Produktion neuer Güter gespart. Zum anderen werden Entsorgungskosten reduziert.

Hintergrundinformationen zur Idee des Verschenkmarktes » (pdf)

Spendenkonto:
Mit Ihrer Spende helfen Sie der Agendagruppe, den Verschenkmarkt als dauerhafte Einrichtung zu erhalten und weiter zu entwickeln.
 
Umwelthaus Oldenburg e.V.
Raiffeisenbank Oldenburg
Kontonummer 2360403
Bankleitzahl: 28060228
Stichwort „Verschenkmarkt“
Auf Wunsch kann eine Spendenquittung ausgestellt werden.

Seit seiner Eröffnung im April 2002 hat sich der Oldenburger Verschenkmarkt im alten Hallenbad am Berliner Platz zu einer zentralen Annahmestelle für ausgemusterte Konsumgüter entwickelt. Er ist damit eines der erfolgreichsten Oldenburger Agenda 21-Projekte. Der Markt erfreut sich eines großen Zuspruchs, der kühnste Erwartungen übertrifft. Personen aller Altersgruppen und aus unterschiedlichsten sozialen sowie kulturellen Kontexten begegnen sich hier, um gebrauchte, aber noch völlig intakte Gegenstände des täglichen Lebens zu finden oder abzugeben. Etwa 40 Ehrenamtliche engagieren sich in dieser Agendagruppe und sorgen für den reibungslosen Betrieb des Verschenkmarktes.

Am 1. Oktober 2006 ging eine Ära zu Ende: der Verschenkmarkt im alten Hallenbad wurde geschlossen. Das Gebäude musste einem Einkaufszentrum weichen. Die Agendagruppe bedauert die Aufgabe dieses zentral gelegenen Standortes sehr. Sie ist aber auch dankbar für die Jahre, in denen sie die Räumlichkeiten für den Verschenkmarkt nutzen durfte.

Doch der Verschenkmarkt bleibt Oldenburg erhalten – auf dem MACO-Gelände an der Rheinstraße in Osternburg, wo die Agendagruppe dank Unterstützung der MACO-Geschäftsführung seit 2004 eine zweite Station betreibt.

Verschenkmarkt bei MACO

Im September 2004 konnte – dank tatkräftiger Unterstützung der Geschäftsführung – eine zweite Verschenkmarkt-Station auf dem Gelände der Firma MACO in Osternburg eröffnet werden (Halle 5, am Wendeplatz der Rheinstraße).

Der Mietvertrag mit MACO ist unter Dach und Fach.
Von links:
Thomas Ponel (Agendabeauftragter)
Rolf Rabe (Geschäftsführer MACO)
Käthe Nebel (Verschenkmarkt)
Christiane Beier (Assistentin der MACO-Geschäftsführung)

Impressionen

Verschenkmarkt im Radio

Am 16. November 2006 war die Oldenburger Agenda 21 zu Gast im Landesfunkhaus des NDR am  Maschsee in Hannover. Käthe Nebel, Insa Mohrmann und Thomas Ponel stellten in der NDR1-Plattenkiste live und mit viel Musik eine Stunde lang den Oldenburger Verschenkmarkt und andere Agendaprojekte vor. Reinhören »

Im Aufnahmestudio des NDR mit Moderatorin Claudia Fyrnihs (stehend)

Bundesweite Beachtung

Der große Erfolg des Oldenburger Verschenkmarktes hat bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Fernsehteams und Besuchergruppen aus anderen Städten waren bei uns zu Gast und informierten sich über dieses Agendaprojekt. Auch auf internationalen Tagungen wurde der Verschenkmarkt vorgestellt.
Es gab mehrfach Auszeichnungen, zum Beispiel
- NDR-Aktion „Niedersachsen aktiv für andere“ (2002): Platz 10 von über 400 Projekten!
- Umweltpreis der Stadt Oldenburg (1999)
- Teilnahme an der „Rio+10 »“-Konferenz in Johannesburg 2002 (als Gewinn eines Umweltpreises im Rahmen der Aktion „Saubere Landschaft“)

Wir geben unser Know-How gerne weiter.
Der Oldenburger Verschenkmarkt ist in die Projektdatenbank für nachhaltige Entwicklung „gute-Beispiele.net“ von Agenda transfer-Agentur für Nachhaltigkeit aufgenommen worden. Dort werden ausgesuchte Projekte einer Nachhaltigen Stadtentwicklung vorgestellt, die besonders anschaulich sind, gute Erfahrungen dokumentieren und beispielhaft auch für andere Kommunen oder Agenda 21-Projekte sein können.

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