Service-Menü

Konferenz
13.11.2006

KIBUM 2006 verzaubert zwölf Tage lang die Stadt

Mehr als 35.000 Besucher stürzen sich auf reichhaltiges Lesefutter

Oldenburg. Auf eine überaus erfolgreiche 32. Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse blicken die Veranstalter – Stadt, Universität und Volkshochschule – nach zwölf intensiven KIBUM-Tagen zurück. Mehr als 35.000 kleine und große Besucherinnen und Besucher haben die Buchmesse und das umfangreiche Veranstaltungsprogramm besucht. Die Besucher reisten aus der gesamten Region von den ostfriesischen Inseln bis hinunter zum Oldenburger Münsterland an, einige kamen sogar aus Luxemburg.

 

Die KIBUM 2006 bot für jeden etwas. Über 2.700 Bücher, Hörbücher und Lernsoftware, rund 250 Medien mehr als im letzten Jahr, wurden den Messebesuchern präsentiert. Kinder, Jungendliche und Erwachsene schmökerten im Liegen, Sitzen und Stehen und ließen sich durch nichts bei der Buchlektüre stören. „Die KIBUM ist cool, gemütlich und toll geschmückt“, so die Rückmeldungen der Kinder im „Meckerkasten“. An den Schultagen strömten täglich rund 900 Schüler in das Kulturzentrum PFL. 170 Schulklassen von der Grundschule bis zur BBS nutzen die KIBUM zu einem Besuch. Von den Lehrern mit Fragebögen ausgestattet, erkundeten sie das Medienangebot.

 

Das umfangreiche Hörbuch- und Multimediaangebot wurden rege genutzt. Der Schwerpunkt lag auf der Präsentation von Lern- und Vorschulsoftware. Der größte Besucherandrang herrschte an den Wochenenden. Familien nutzten das reichhaltige Veranstaltungsangebot und erlebten die KIBUM als einmaliges Lese-Event. Das Auftaktwochenende der diesjährigen KIBUM unter dem Motto „Sesam öffne dich – literarische Begegnungen zwischen

Orient und Orient“ erlebte einen Ansturm wie nie zuvor. Die Präsentation der Kinder- und Jugendprojekte „Worte und Beats zur Begegnung“ begeisterte Hunderte von KIBUM-Fans.

 

Insgesamt erhielten die weit über 200 Veranstaltungen großen Zuspruch. „Auch durch die Fokussierung auf bestimmte Altersgruppen und Jugendliche mit Migrationshintergrund konnten wir ein neues Publikum erreichen“, zog Kulturdezernent Martin Schumacher Bilanz. „Mit der Inszenierung der KIBUM zum Lese-Event, um einem breitem Publikum die Medienvielfalt zu präsentieren, gleichzeitig Orientierung zu geben und durch Angebote bereits im Vorfeld der KIBUM leseferne Schichten in den Stadtteilen vor Ort zu erreichen, sind wir auf dem richtigen Weg.“

 

Das Fortbildungsangebot für im Bereich der Leseförderung tätige Multiplikatoren konnte die Nachfrage nicht abdecken, die Veranstalter denken über einen Ausbau dieses Veranstaltungssegmentes nach. „Ein besonderer Dank gilt vor allem den Hauptsponsoren EWE Stiftung und OLB, aber auch der GSG Oldenburg und der Oldenburgischen Landschaft, ohne die ein so umfangreiches und qualitätvolles Programm nicht möglich gewesen wäre,“ so Martin Schumacher.

 

Die Begleitausstellung „Sesam öffne dich – Bilder vom Orient in der Kinder- und Jugendliteratur“ ist noch bis zum 3. Dezember im Stadtmuseum Oldenburg zu sehen. Mit der Eintrittskarte zur KIBUM-Begleitausstellung können die Besucher gleichzeitig in die laufenden Ausstellungen im Stadtmuseum und im Horst-Janssen-Museum gelangen.

 

Die Eröffnung der Begleitausstellung „Sesam öffne dich. Bilder vom Orient in der Kinder und Jugendliteratur“, erstellt von der Forschungsstelle Kinder- und Jugendliteratur an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, zählte zu den ersten offiziellen Amtshandlungen des neuen Oberbürgermeisters Gerd Schwandner. Der Besuch des ägyptischen Botschafters S.E. Mohamed Al-Orabi war eine hohe Ehre für die Veranstalter und zog viele weitere prominente Besucher an. So hielten sich auch mehrere prominente Kulturschaffende aus arabischen Ländern während der KIBUM in Oldenburg auf. Sie hielten viel beachtete Lesungen und führten ergiebige Gespräche mit Fachkollegen von der Universität Oldenburg.

 

„Wir haben mit unserer Ausstellung versucht, die Klischees vom Orient, ja den Orient selbst als Fiktion spielerisch zu ironisieren“, schildert Michael Fritsche von der Forschungsstelle Kinder- und Jugendliteratur sein Konzept. „Viele Besucher haben sich in aufklärerischer Weise verunsichern lassen. Wir hoffen, dass wir damit einen Beitrag geleistet haben zu einem Dialog zwischen den Kulturen auf Augenhöhe. Es ging uns auch darum, neuen Ansätze in der wissenschaftlichen und politischen Auseinandersetzung mit dem Orient eine Bahn zu brechen, die zu einer Individualisierung und Entbilderung beitragen.“

 

0964/06cm


Weitere Informationen

Sprachwechsel

Service

Wetter