Worum geht es?
Mit den Kindern ins Theater gehen?
Fußballspielen oder Musikunterricht?
Die Kursgebühren für eine interessante Weiterbildung sind zu hoch?
Die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben gestaltet sich für manche nicht leicht. Besonders einkommensschwache Bürgerinnen und Bürger sehen sich häufig gezwungen, auf Kultur, Bildung oder Sport zu verzichten.
Nicht so in Oldenburg.
Gemäß dem Motto „Runter vom Sofa – hinein in das städtische Leben“ erleichtert der Oldenburg-Pass einkommensschwachen Bevölkerungsgruppen durch tlw. erhebliche Rabatte (bis zu 100 Prozent) den Zugang zu Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Dies kann zum Beispiel eine Weiterbildung sein, der Besuch kultureller Veranstaltungen, von Theatern und Museen, Bibliotheken und Musikschulen, Rabatte in Geschäften oder die Mitgliedschaft in einem Sportverein.
Wer macht mit?
Die ehrenamtlich tätige Agenda 21-Projektgruppe „Oldenburg-Pass“ hat ihre Wurzeln in der ehemaligen Agenda 21-Arbeitsgruppe „Soziale Gerechtigkeit“. Viele Gruppenmitglieder sind im Bereich der Sozialarbeit tätig, bringen somit fachliche und praktische Erfahrungen mit und steuern wichtige Impulse bei. Interessenten sind jederzeit herzlich willkommen.
Nach jahrelangen Vorbereitungen durch die Projektgruppe, das Agendabüro, das Sozialamt und das Bürgerbüro wurde der Oldenburg-Pass am 15. September 2003 eingeführt.
Mehr als 60 Oldenburger Museen, Theater, weitere Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie Jugendfreizeitstätten, Sportvereine und Einzelhandelsgeschäfte konnten seitdem als Partner gewonnen werden. Sie gewähren Ermäßigungen auf Kursgebühren, Eintrittspreise, Mitgliedschaften und Einkäufe usw.
Eine Zusammenstellung der gewährten Ermäßigungen finden Sie in dieser Übersicht » (PDF).
Der Oldenburg-Pass zahlt sich natürlich auch für die teilnehmenden Einrichtungen aus, lassen sich doch Bekanntheitsgrad und Kundennachfrage damit steigern. Ihre Angebote werden durch den Oldenburg-Pass noch besser wahrgenommen. Die Agendagruppe möchte das Engagement der Kooperationspartner durch regelmäßige Veröffentlichungen hervorheben. Bei Interesse sollen sie die Möglichkeit einer kurzen Selbstdarstellung erhalten.
Die Agendagruppe kümmert sich auch um die Begleitung der Einführungsphase, deren Auswertung und Optimierung des Verfahrens, um die Öffentlichkeitsarbeit und Information sowie um die Sponsorenpflege. Sie bemüht sich um die kontinuierliche Erweiterung des Sponsoren- und Unterstützerkreises und pflegt enge Kontakte zu den zuständigen Behörden. Wer dabei mithelfen möchte, wende sich bitte an das Agendabüro »
Aktueller Stand
Der Oldenburg-Pass ist inzwischen eine dauerhafte und etablierte Einrichtung in unserer Stadt geworden und wird mittlerweile von vielen Stellen zur Prüfung finanzieller Bedürftigkeit verwendet. Er wird vom Bürgerbüro-Mitte am Pferdemarkt nach einer Einkommensprüfung ausgehändigt. Wer den Oldenburg-Pass erwerben will, muss seinen aktuellen ALG II-, Wohngeld-, Sozialgeld-, Sozialhilfe- oder Grundsicherungsbescheid vorlegen. Auch in Oldenburg registrierte Asylsuchende können den Pass erhalten. Der Pass ist ein Jahr lang gültig und kostet 5 Euro, für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 14. Lebensjahr 2,50 Euro.
Durch jährlich wiederkehrende Sonderaktionen (z.B. stark vergünstigte Kinokarten und Weiterbildungskurse, freier Eintritt in Freibäder) werden stetig neue Betätigungsfelder erschlossen.
Exportschlager Oldenburg-Pass
In verschiedenen Städten werden mittlerweile Sozialpässe nach dem Vorbild unseres Oldenburg-Passes eingeführt. Ein Beispiel aus Norden/Ostfriesland: s. Ostfries. Kurier vom 7.11.2007
Bundesweite Beachtung
Unser Agendaprojekt „Oldenburg-Pass“ ist in die Projektdatenbank für nachhaltige Entwicklung „gute-Beispiele.net“ von Agenda transfer-Agentur für Nachhaltigkeit aufgenommen worden. Dort werden ausgesuchte Projekte vorgestellt, die besonders anschaulich sind, gute Erfahrungen dokumentieren und beispielhaft auch für andere Kommunen oder Agenda-Projekte sein können.
Eine schöne Anerkennung und Werbung für die Oldenburger Agenda 21 und die Stadt schlechthin!
Oldenburg-Pass im Sozialausschuss
Über die Erfahrungen mit dem Oldenburg-Pass in den Jahren 2007 bis 2009 berichtete der Agendabeauftragte, Thomas Ponel, im Sozialausschuss des Rates der Stadt Oldenburg am 23. Februar 2010. Anlass war eine entsprechende Anfrage der Ratsfraktion „Die Linke“ (siehe hier », pdf, 27 KB). Die Präsentation können Sie sich hier » (pdf, 3 MB) und eine Finanzübersicht hier » (pdf, 45 KB) ansehen.
Sonderaktionen zum Oldenburg-Pass
Der Rat der Stadt Oldenburg hat im Jahr 2007 erstmalig Finanzmittel für die Förderung bedürftiger Menschen durch den Oldenburg-Pass zur Verfügung gestellt, und zwar eine Summe von 50 000 Euro. Neben der verbilligten Nutzung städtischer Bäder sollen mit dem Geld Busfahrkarten bezuschusst und Bildungsgutscheine ausgegeben werden. In Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen der Agendagruppe wurde ein Modell entwickelt, wie diese Mittel eingesetzt und verteilt werden können. Diese Sonderaktion konnte 2008 und 2009 wiederholt und erweitert werden. Mittlerweile gibt es auch Gutscheine für die Fahrradstation und für den Besuch der Casablanca-Kinos – alles nur, solange der Vorrat reicht. Eine Übersicht über die zurzeit laufende Sonderaktion finden Sie hier »
Ansprechpartner
Sprecherin dieser Agendagruppe:
Frau Nicole Beaumont, Telefon (0441) 36 18 25 87
oder Thomas Ponel vom Agendabüro: (0441) 235-3246
Weitere Informationen
Weitere Informationen können dem Faltblatt » (PDF) entnommen werden.
Eine Zusammenstellung der gewährten Ermäßigungen für Inhaber des Oldenburg Passes finden Sie in dieser Übersicht » (PDF).







