Stadt erhält Fördergelder aus Berlin für zweite Auflage
Das Projekt ‚Donnerschwee wird freizeitfit’ zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in der Stadtplanung hat sich bewährt und kann fortgeführt werden. Grünes Licht gab im Juni 2010 das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, das der Stadt Oldenburg 90.000 Euro Forschungsförderung zur Verfügung stellt. Somit ist das Oldenburger Projekt eines von zehn Modellvorhaben bundesweit, das von den bisherigen 26 weitergefördert wird.
Förderung für Aktionen, Theater und Rollsport
Mit dem Geld sollen verschiedene Projektbausteine umgesetzt werden, die sich aus dem bisherigen Projektverlauf entwickelt haben. Geplant sind verschiedene temporäre Aktionen auf dem Gelände der Donnerschwee-Kaserne und im Stadtteil Donnerschwee. Denkbar sind Theateraufführungen mit Kindern und Jugendlichen, Rollsport-Aktionen sowie die Jugendbeteiligung im Rahmen des Stadtentwicklungsprogramms step2025.
Stimmen zur Neuauflage des Projekts
Carsten Schoch, Fachdienstleiter Stadtentwicklung und Bauleitplanung, freut sich über die Zusage: „Die Weiterförderung ermöglicht uns, die vielen positiven Impulse aus dem bisherigen Projekt aufzugreifen und gemeinsam mit den Jugendlichen bis Ende des Jahres 2010 weiterzuentwickeln.“ Sein Kollege aus dem Jugendamt Klaus Kieckbusch, Fachdienstleiter Gemeinwesenarbeit/Jugendhilfedienste, ergänzt: „Wir freuen uns sehr, Jugendlichen im Rahmen eines intensiven Beteiligungsprozesses – wenn auch befristet – einen neuen Ort der Begegnung bieten zu können, an dem sie sich treffen, gemeinsam gestalten und Aktionen durchführen können.“
Hintergrund: „Donnerschwee wird freizeitfit“ 2009
Bereits im Sommer 2009 wurde das Projekt „Donnerschwee wird freizeitfit“ als Modellvorhaben im Forschungsprojekt „Jugendliche im Stadtquartier“ des Experimentellen Wohnungs- und Städtebaus (ExWoSt) vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung unterstützt. Ziel des Forschungsprojektes war es, Methoden und Strategien zu entwickeln, um junge Menschen an kommunalen Planungsprozessen zu beteiligen. Gleichzeitig sollten Erkenntnisse über die Bedürfnisse der Jugendlichen und Anforderungen an eine jugendgerechte Stadt gewonnen werden, die auch für andere Gebiete relevant sein können.
Kinder und Jugendliche entwickeln Ideen
Kinder und Jugendliche haben daher im Rahmen des Projektes „Donnerschwee wird freizeitfit“ in verschiedenen Bausteinen den Stadtteil Donnerschwee unter die Lupe genommen. Bei Interviewaktionen, auf Fotostreifzügen, in Zukunftswerkstätten oder in Planungszirkeln haben sie die fehlenden Freizeitmöglichkeiten und Grünflächen in ihrem Stadtteil ausgemacht und nach Verbesserungsmöglichkeiten gesucht. Darüber hinaus konnten sie auch phantasievolle Ideen zur Umgestaltung des Kasernengeländes entwickeln.



