Maßnahmen zur Digitalisierung - Stadt Oldenburg
Maßnahmen zur Digitalisierung

Oberbürgermeister Krogmann bündelt Maßnahmen zur Digitalisierung

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Handy in der Hand. Foto: ra2_studio/Fotolia.com

Wichtige Impulse für den weiteren Prozess der Digitalisierung setzt der an diesem Montag vorgestellte „Maßnahmenplan Digitalisierung“. Er zeigt erstmalig umfassend auf, welche zukunftsorientierten Projekte in der Stadtverwaltung in den nächsten Jahren angestoßen werden sollen.

„Mensch im Mittelpunkt“
Oberbürgermeister Jürgen Krogmann: „Die Stadtverwaltung macht bereits heute ihr Dienstleistungsangebot und Informationen online zugänglich. Dieses solide Angebot ist Grundlage für die Aufgaben, die nun auf uns warten. Eines ist mir dabei besonders wichtig: Der Mensch muss im Mittelpunkt unseres Handelns stehen. Wir wollen den Bürgerinnen und Bürger die Inanspruchnahme von Services so bequem und kundenfreundlich wie möglich machen, aber wir werden auch alle nicht-technikaffinen Menschen im Blick behalten“, kündigt Krogmann an. Um die „Digitalisierung“ aktiv zu begleiten und Kräfte zu bündeln, wurde im vergangenen Jahr die Stabsstelle Digitalisierung im Büro des Oberbürgermeisters eingerichtet. Hier sollen die gesamten Veränderungen, die durch die zunehmende Verwendung und Vernetzung von digitalen Medien, Technologien und Anwendungen entstehen, koordiniert werden, weil diese Auswirkungen auf alle Lebensbereiche haben.

Plan wirkt nach innen und außen

Der nun vorgestellte „Maßnahmenplan Digitalisierung“ umfasst im Wesentlichen zwei Aufgabenstellungen: zum einen werden die internen Prozesse und Arbeitsabläufe der Stadtverwaltung betrachtet, zum anderen die von der Stadtverwaltung bereitgestellten Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger. „Damit agil auf künftige Entwicklungen reagiert werden kann, ist der Maßnahmenplan als ein lebendiges Dokument zu verstehen, welches entsprechend ergänzt und angepasst wird“, betont Julia Masurkewitz-Möller, Leiterin der Stabsstelle Digitalisierung.

Viele Dienstleistungen digital nutzbar
Die Stadt Oldenburg bietet über ihre Internetseite www.oldenburg.de zahlreiche Dienstleistungen, die teilweise schon vollständig digital abgewickelt werden können. Von „A“ wie Abfuhrkalender (inklusive E-Mail-Erinnerung) bis „Z“ wie Zulassung mit Wunschkennzeichen reicht die Bandbreite. Einige Beispiele: Bauinteressierte können Bebauungspläne online einsehen, Hauseigentümer können prüfen, ob das Dach ihres Hauses für eine Solaranlage geeignet ist. Heiratswillige Exil-Oldenburger haben die Möglichkeit, die notwendige Geburtsurkunde via Internet zu bestellen und zu bezahlen. Eltern melden ihre Kinder über ein Online-System für Kitas an. Digitale Angebote der Stadtbibliothek können per Mausklick heruntergeladen werden – die „Onleihe“ boomt regelrecht.

Online-Bürgerservice wird ausgebaut
Ein wichtiger Baustein des Maßnahmenplans Digitalisierung ist daher der Ausbau des Online- Bürgerservices, um den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit anzubieten, zu einem von ihnen gewünschten Zeitpunkt und Ort die Dienstleistungen der Stadtverwaltung in Anspruch zu nehmen. In den folgenden Jahren sollen die Online-Dienstleistungen, wo möglich, ausgebaut werden.

Sofern ein persönlicher Besuch notwendig bleibt, soll eine Online-Terminvergabe diesen planbarer machen. Die Online-Terminvergabe gibt es bereits schon für erste Dienstleistungen. Im nächsten Schritt (ab Juni 2018) soll die Online-Terminvergabe in einem Pilotprojekt im Bürgerbüro der Stadt Oldenburg eingeführt und auch auf ihren Nutzen und einen weiteren Ausbau in anderen Verwaltungsbereichen hin überprüft werden.

Investitionen in Schul-IT
Weiteres wichtiges Beispiel der „Roadmap Digitalisierung“ ist die Schul-IT. Die Stadt Oldenburg hat bereits Fördergelder für die Glasfaseranbindung aller Schulen beantragt. Dieser Ausbau ist Basis zur Erreichung des Ziels, die IT-Voraussetzungen für einen guten Unterricht zu schaffen. Darüber hinaus wird derzeit ein IT-Entwicklungskonzept für Schulen erstellt, in dem Investitionen und Maßnahmen aufgeführt werden sollen. „Die Förderung der Schulen und ihre optimale Versorgung liegt mir besonders am Herzen. Die hier in zukunftsorientierte Bildung investierten Mittel werden sich in jeder Hinsicht für Oldenburg auszahlen“, lautet die Einschätzung von Oberbürgermeister Krogmann.

Weitere Schwerpunkte
Weitere Themen des Maßnahmenplans Digitalisierung sind die Entwicklung neuer Formen der Kommunikation der Stadtverwaltung mit Bürgerinnen und Bürgern, die digitale Beteiligung an Partizipationsprozessen, der Ausbau von Social Media-Kanälen, eine anschaulichere Darstellung von Finanzdaten, aber auch viele verwaltungsintern wirkende Projekte wie digitale Akten, Prozessmanagement und Arbeitsschutz. Krogmann: „Auf dem Weg zur digitalen Stadt sind wir ein gutes Stück vorangekommen, aber noch lange nicht am Ziel.“

Eine Übersicht über die aktuellen Online-Dienstleistungen der Stadtverwaltung ist hier einsehbar »