Katastrophenwarnsystem - Stadt Oldenburg
Katastrophenwarnsystem

KATWARN mit erweiterten Funktionen

Foto: Matthias Heyde/Fraunhofer FOKUS
Die Listenansicht der KATWARN-App zeigt Warnungen an. Foto: Matthias Heyde/Fraunhofer FOKUS

Seit 2011 steht allen Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland das Warnsystem KATWARN für ihre Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung – so auch in Oldenburg. Im Gefahrenfall informiert es die angemeldeten Nutzer per Mobiltelefon oder alternativ E-Mail über Gefahren wie Hochwasser, Bombenfunde oder Großbrände. Seit einem System-Update im Januar 2015 berücksichtigt KATWARN die Bedürfnisse von gehörlosen Menschen noch mehr, indem es mehr Bildinformationen bietet. Gemeinsam mit den Forschern vom Fraunhofer-Institut soll nun untersucht werden, wie die KATWARN-Warnungen von gehörlosen Menschen wahrgenommen werden und welche Funktionen noch sinnvoll wären.

KATWARN-App jetzt auch für Windows Phones

Das Update umfasst außerdem erweiterte Funktionen, die auf Rückmeldungen der Nutzer basieren. So können Nutzer nun neben dem aktuellen Standort bis zu sieben weitere Orte eintragen, für die sie Warnungen erhalten wollen – zum Beispiel die Wohnadresse, die Kita der Kinder, das Haus der Eltern oder Großeltern, Ferienorte oder die Büroadresse. Darüber hinaus sind deutschlandweite Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ab Stufe rot eingebunden sowie eine Übersicht, welche offiziellen Einrichtungen am Standort des Nutzers an KATWARN angeschlossen sind. Um möglichst vielen Menschen einen Zugang zu KATWARN zu ermöglichen, wurde gleichzeitig mit dem System-Update die KATWARN-App neben iPhones und Android Phones erstmals auch für Windows Phones freigeschaltet.

Was leistet KATWARN?
Mit Hilfe des KATWARN-Systems können sich Feuerwehr- und Rettungsleitstellen schnell und gezielt an Bürgerinnen und Bürger wenden und ihnen postleitzahlengenaue Gefahrenwarnungen mit Verhaltensinformationen zusenden. Dies dient im Gefahrenfall als Ergänzung zu den klassischen Warnmechanismen wie Radioansagen oder Durchsagen von Lautsprecherwagen.

Übersicht: Was kann die aktuelle KATWARN-App?

  • Offizielle Warnungen für den aktuellen Standort (Schutzengel) und sieben zusätzliche Orte
  • Übersicht über Warnungen in der weiteren Umgebung
  • Warnungen weiterleiten oder teilen, zum Beispiel per Twitter
  • Informationen über angeschlossene Warn-Einrichtungen am aktuellen Standort
  • Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes ab Warnstufe rot
  • Persönlicher Testalarm auf dem eigenen Smartphone

Anmeldung
Die KATWARN-App steht kostenlos zur Verfügung für:

Für die SMS- und E-Mail-Version kann man sich mit einer SMS an die Servicenummer 0163 7558842 mit dem Stichwort „KATWARN“ und der Postleitzahl des Gebietes anmelden, für das Warnungen ausgegebenen werden sollen, also zum Beispiel „KATWARN 26121“ (für das Postleitzahlengebiet 26121); optional wird zusätzlich die E-Mail-Adresse angegeben, also zum Beispiel „KATWARN 26121 hans.mustermann@mail.de“.
Wie die Anmeldung für KATWARN im Detail funktioniert, erfahren Sie auch unter Anliegen A-Z »

Weitere Informationen über KATWARN

Foto: Matthias Heyde/Fraunhofer FOKUS
Die KATWARN-App zeigt: Es liegt keine Warnung vor. Foto: Matthias Heyde/Fraunhofer FOKUS

KATWARN wurde vom Fraunhofer-Institut FOKUS in Berlin im Auftrag der öffentlichen Versicherer entwickelt und wird seit 2011 den Landkreisen und kreisfreien Städten in ganz Deutschland angeboten. In Oldenburg ist das Warnsystem seit September 2012 im Einsatz. Im Oktober 2013 wurde KATWARN im Auftrag der öffentlichen Versicherer Deutschlands am aus rund 1.000 Bewerbern als ein „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“ prämiert.

Weitere Informationen zu KATWARN gibt es auf den Internetseiten