Stadt für alle Lebensalter - Stadt Oldenburg
Stadt für alle Lebensalter

Arbeitsgruppe „Demografiefestes Oldenburg“

Foto: Stadt Oldenburg
Pfeildiagramm Arbeitsfelder. Foto: Stadt Oldenburg

In der Arbeitsgruppe „Demografiefestes Oldenburg“ arbeiten seit April 2017 externe und verwaltungsinterne Fachleute zusammen. Die Arbeitsgruppe unterstützt die Verwaltung bei der Sensibilisierung für das Thema generationengerechte Kommune und bei der Erstellung und späteren Umsetzung der Strategie „Stadt für alle Lebensalter“. Es werden konkrete Handlungsempfehlungen erarbeitet, die dann über die Jahre umgesetzt werden können.

Die Erarbeitung der Oldenburger Handlungsempfehlungen für ein demografiefestes Oldenburg orientiert sich dabei an den Ergebnissen der Studie der Hamburger Körber-Stiftung und des Berliner Instituts für Bevölkerung und Entwicklung. Die Körber-Stiftung begleitet seit mehreren Jahren deutsche Kommunen auf ihrem Weg der Bewältigung des demografischen Wandels. Aus diesen kommunalen Erfahrungen wurden 10 Handlungsschritte extrahiert, die der Arbeitsgruppe im Oldenburger Prozess als Richtschnur dienen werden:

1. Lage bestimmen – Handlungsbedarf klären: Daten ermitteln und auswerten. Relevante Akteure identifizieren. Erreichtes bilanzieren, Bedarfe formulieren.

2. Alter neu definieren: Den Altersbegriff erweitern. Früh für das Alter sensibilisieren.

3. Altersfreundlichkeit Priorität geben: Alterspolitik auf höchster kommunaler Ebene ansiedeln. Erfahrene Führungspersönlichkeiten einsetzen. Ressortübergreifend arbeiten.

4. Altersfreundlichkeit strategisch umsetzen: Altersstrategie aufsetzen. Lebensphasenübergreifend und langfristig planen. Zielkonflikte und finanzielle Zwänge deutlich machen.

5. Allianzen pro Alter schmieden: Verbände und Vereine, Bürger, Kirchen und Unternehmen frühzeitig einbinden. Hochschulen als strategische Partner gewinnen.

6. In den Quartieren ansetzen: Vorhandene Angebote bündeln. Barrierefreie Wohnumfelder schaffen. Neue Lebens- und Versorgungsmodelle erproben.

7. Gesundheitsvorsorge und Pflege nach Bedarf fördern: Auf Prävention setzen. Pflege bedarfsgerecht ausbauen. Pflege zu Hause unterstützen.

8. Aktives Altern und Engagement stärken: Bürger motivieren. Koordinationsstelle schaffen. Auf neue Zielgruppen zugehen.

9. Alterspolitik sichtbar machen: Informationen bündeln. Internet nutzen. Persönlichen Kontakt suchen.

10. Von anderen lernen und sich vernetzen: Kommunale Netzwerke aufbauen. Synergieeffekte nutzen. Internationalen Austausch anregen.

Ebenfalls sollen die Empfehlungen aus dem Prozess „BürgerForum Demografie“ (2014) » aufgenommen und in der Arbeitsgruppe weiterbearbeitet werden.

In die Arbeitsgruppe sind Persönlichkeiten aus den Bereichen Wohnen, Versorgung und Quartiersentwicklung, Gesundheit und Pflege, Engagement, Beteiligung, Kultur und Bildung, Arbeit und soziale Sicherung, Mobilität und Barrierefreiheit sowie Universität und Hochschule berufen worden.

Netzwerk „Demografiefeste Kommunen“ der KörberStiftung

Seit Herbst 2016 ist die Stadt Oldenburg Mitglied im „Netzwerk Demografiefeste Kommune“ der Hamburger Körber-Stiftung. Die Körber-Stiftung versammelt in diesem Netzwerk Vertreterinnen und Vertreter aus unterschiedlichen Städten und Gemeinden in Deutschland, die in ihren Kommunen die Themen Alter und Demografie mitverantworten. Neben regelmäßigen Treffen zum Erfahrungsaustausch bietet die Stiftung Beratung an. mehr »

Das Netzwerktreffen 2017 fand vom 13. bis 14. März in Oldenburg statt. mehr »