Eingliederungshilfe - Stadt Oldenburg
Eingliederungshilfe

Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen

Foto: Rike/Pixelio.de
Puzzleteil. Foto: Rike/Pixelio.de

Menschen mit Behinderungen haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Leistungen der Eingliederungshilfe nach SGB XII, wenn sie nicht nur vorübergehend körperlich, geistig oder seelisch wesentlich behindert oder von einer solchen Behinderung bedroht sind und dadurch in Ihrer Teilhabefähigkeit eingeschränkt sind.

Ziel der Eingliederungshilfe ist es unter anderem

  • drohende Behinderungen zu verhüten,
  • vorhandene Behinderungen und deren Folgen zu beseitigen oder zu mildern und
  • Menschen mit Behinderungen in die Gesellschaft einzugliedern, ihnen insbesondere die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen beziehungsweise zu erleichtern.

Zu den Leistungen der Eingliederungshilfe können beispielsweise gehören:

  • Integrative und heilpädagogische Hilfen für noch nicht schulpflichtige Kinder (zum Beispiel heilpädagogische Frühförderung oder der Besuch eines Integrations- oder Sonderkindergartens)
  • Schulbegleitende Hilfen für Kinder
  • Ambulante Hilfen zur Teilhabe am gemeinschaftlichen und kulturellen Leben
  • Hilfe zur Erlangung eines geeigneten Arbeitsplatzes (zum Beispiel Werkstätten für Menschen mit Behinderung)
  • Hilfen zum selbstbestimmten Wohnen (Assistenz) oder in betreuten Wohnmöglichkeiten
  • Gewährung von Hilfsmitteln

Soweit ein behinderungsbedingter Bedarf vorliegt und die sozialhilferechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind, werden die notwendigen Leistungen der Eingliederungshilfe bewilligt. In vielen Bereichen kann der Antragsteller wählen, ob er die Unterstützung in Form einer Sachleistung oder eines Persönlichen Budgets möchte.

Ansprechpartner und neue Zuständigkeiten

Der Bereich Eingliederungshilfe arbeitet seit dem 1. November 2014 sozialraumorientiert (so wie der Allgemeine Sozialdienst der Stadtverwaltung auch).

Das bedeutet, dass die Zuständigkeiten der bisherigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bereichs Eingliederungshilfe im Amt für Teilhabe und Soziales am Pferdemarkt gewechselt haben. Eine Aufteilung wie bisher nach der Art der Behinderung entfällt.

Die Bearbeitung der Hilfen für Menschen mit Behinderung erfolgt jetzt in fünf Teams, die sich aufteilen in die Stadtbezirke Nord, Mitte-Ost, West und Süd, sowie einem zentralen Team mit überwiegend grundsätzlichen Aufgaben. Diese Veränderung seit 1. November 2014 ist einer der vorbereitenden Schritte, um zum 1. Juli 2015 die neue Fachstelle Eingliederungshilfe im Amt für Teilhabe und Soziales einzurichten. Die Bearbeitung der Hilfen für Menschen mit Behinderung im Rahmen der Eingliederungshilfe erfolgt dann ausschließlich im Amt für Teilhabe und Soziales und nicht wie bisher in zwei verschiedenen Ämtern der Stadtverwaltung.
Nach Finden geeigneter Büroräume in den Stadtbezirken werden die Teams vor Ort tätig sein. „Allen Menschen mit Behinderung kann dann wohnortnah und altersunabhängig ein kompetentes Beratungs- und Unterstützungsangebot gemacht werden“, so Stadträtin Dagmar Sachse.

Die Verantwortlichen des Amt für Teilhabe und Soziales arbeiten darauf hin, dass die Ressourcen im Sozialraum inklusiv genutzt werden können und in die Unterstützung der Hilfesuchenden eingebunden werden. Dieser Veränderungsprozess erfolgt im Rahmen einer zukunftsorientierten Weiterentwicklung des Amtes für Teilhabe und Soziales.

Welche Mitarbeiterin oder welcher Mitarbeiter zuständig ist, richtet sich nach der Wohnungsanschrift (Straße und Hausnummer) und kann über das Servicecenter der Stadt Oldenburg, Telefon: 0441 235-4444, erfragt werden oder Sie können im Onlinestadtplan nachschauen. Diesen finden Sie hier »

Neuer Facharztbericht zur Vorlage beim Sozialhilfeträger entwickelt

Das Amt für Teilhabe und Soziales der Stadt Oldenburg hat einen neuen Vordruck für die Fachärzte aus den Fachgebieten der Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie entwickelt. Patienten, welche einen Antrag auf Eingliederungshilfe stellen, benötigen grundsätzlich zunächst eine fachärztliche Diagnose nach ICD 10. Hierfür dient der Arztbericht. Darüber hinaus bildet der Arztbericht eine wesentliche Voraussetzung zur systematischen Entwicklung und Erstellung eines Gesamtplans für eine individuelle Hilfegewährung.

Das Amt für Teilhabe und Soziales bittet darum, zukünftig das vorgegebene Schema für möglichst umfassende und vollständige Angaben zu nutzen. Dieses Formular wird hier » (PDF, zum Ausfüllen am Bildschirm) zur Verfügung gestellt, ein gedruckter Bericht wird erbeten.

Die in diesem ärztlichen Bericht erhobenen Daten sind ausschließlich zur Vorlage beim Sozialhilfeträger bestimmt und dienen der sozialhilferechtlichen und fachlichen Abklärung des individuellen Hilfebedarfs nach Maßgabe der §§53,54 i.V.m. §55 SGB IX sowie §§ 9 und 58 SGB XII. Dieser Bericht ist dann in einem geschlossenen Umschlag an den Fachdienst „Besondere soziale Leistungen“ der Stadt Oldenburg zu senden. Eine von dem Patienten unterschriebene Schweigepflichtsentbindung sollte dem Bericht anliegen.

Bitte beachten: Nur nach vorheriger schriftlicher Auftragserteilung durch das Amt für Teilhabe und Soziales werden die Kosten für den Bericht nach der Gebührenordnung der Ärzte (GOÄ) übernommen. Die Klienten übergeben die vom Amt für Teilhabe und Soziales ausgestellte Auftragserteilung persönlich an den Facharzt.

Bei Fragen zu dem Vordruck oder den dafür bestehenden rechtlichen Voraussetzungen steht das Amt für Teilhabe und Soziales gerne zur Verfügung:

Amt für Teilhabe und Soziales Oldenburg
Fachdienst Besondere soziale Leistungen
Pferdemarkt 14
26121 Oldenburg