Eric- und Margarethe-Collins-Stiftung - Stadt Oldenburg
Eric- und Margarethe-Collins-Stiftung

Die Eric- und Margarethe-Collins-Stiftung

Die Eric- und Margarethe-Collins-Stiftung wurde am 8. August 1995 als rechtlich unselbständige Stiftung gegründet. Frau Margarethe Collins hat zu diesem Zweck ihr Ferienhausgrundstück der Stadt Oldenburg (Oldb) durch Schenkung übereignet und ihr damit die Verwaltung der Stiftung übertragen.

Gemäß Stiftungszweck werden die Erlöse jährlich für soziale Zwecke verwendet, vorzugsweise für Kinder und Jugendliche in Notsituationen, sowie für Belange von in Bedrängnis geratenen ausländischen Mitbürgern und Angehörigen sonstiger Minderheiten. Darüber hinaus sollen die Erträge der Stiftung zur Finanzierung von Projekten und Maßnahmen eingesetzt werden, die der Verständigung zwischen Menschen unterschiedlicher Heimatländer, Kulturen und Religionen dienen.

Mit den Erträgen aus den Vermietungen der Ferienwohnung wurden neben den Projektförderungen für das Yezidische Forum, dem Verein Christlich Jüdischer Zusammenarbeit auch der Aufenthalt von Kindern aus Tschernobyl und in Einzelfällen in Not geratene Familien gefördert.

Wer war Eric Collins?

Eric Collins wurde 1897 als Sohn jüdischer Eltern in Schlesien geboren und ist 1928 nach Sachsenhausen gezogen. Dort engagierte er sich als SPD-Ortsvorsitzender und stellvertretender Gemeindevorsteher. Mehrere Male wurde er in der Zeit zwischen 1933 und 1938 verhaftet, ehe er schließlich im Konzentrationslager Sachsenhausen interniert wurde. Von dort gelang ihm die Flucht nach Großbritannien. Mit der britischen Armee kehrte er als Offizier nach Deutschland zurück. Er starb 1993 im Alter von 96 Jahren in Oldenburg, wo er sich 1962 niedergelassen hatte.

Trotz leidvoller Erfahrungen war sein Leben geprägt von Mitmenschlichkeit, Toleranz und Verständnisbereitschaft gegenüber Andersdenkenden.

  • 1994 erschien das Buch „Eric Collins – Ein tapferes Leben im zwanzigsten Jahrhundert”. Das Buch erschien auch in englischer Sprache.
  • 1995 wurde in seinem ehemaligen Heimatort Sachsenhausen eine Straße nach ihm benannt.
  • 1997 wurde anlässlich seines 100. Geburtstages eine Ausstellung in Oranienburg eröffnet.