Monumentendienst - Stadt Oldenburg
Monumentendienst

Schutz von Baudenkmälern: Oldenburg soll Monumentendienst beitreten

Foto: Stadt Oldenburg
Das Oldenburger Schloss. Foto: Stadt Oldenburg

Seit dem 1. September 2009 ist Oldenburg Mitglied im Monumentendienst. Dieser Informations- und Wartungsdienst hat sich zum Ziel gesetzt, auf der Basis eines Public-Private-Partnership zusammen mit den Kommunen im Weser-Ems-Gebiet den Erhalt und die Pflege der die Kulturlandschaft prägenden Bauwerke und Denkmäler zu sichern. Für Oldenburger Besitzer historischer und denkmalgeschützter Gebäude ergeben sich somit neue Möglichkeiten, ihre Häuser zu erhalten: Sie bekommen einen kompetenten Ansprechpartner in allen bautechnischen Angelegenheiten rund um ihr historisches Anwesen.

Oberbürgermeister Gerd Schwandner über die Vorteile des Monumentendienstes:
„Der Monumentendienst ist ein ausgezeichneter Bürgerservice, der von der gemeinnützigen Stiftung Kulturschatz Bauernhof initiiert und getragen ist. Mit dem Monumentendienst erhalten die Eigentümer von denkmalgeschützten und denkmalwürdigen Häusern eine unbürokratische Möglichkeit zur Unterstützung.“

Warum ist der Monumentendienst für Oldenburg wichtig?

Gerade für Oldenburg kann der Monumentendienst wertvolle Dienste leisten: Oldenburg hat sich aus einer kleinen Siedlung des 7./8. Jahrhunderts an einem Hunteübergang im Laufe seiner wechselvollen Geschichte zur lebendigen Großstadt entwickelt. Vor allem klassizistische Bauten bilden das Hauptgewicht der historischen und vielfach denkmalwerten Gebäudesubstanz der Stadt. Dank der vergleichsweise moderaten Kriegszerstörungen umfasst das Verzeichnis der Baudenkmäler der Stadt Oldenburg heute rund 2.000 geschützte Einzelobjekte und Denkmalgruppen.

Im Fachdienst Bauordnung und Denkmalschutz der Stadt Oldenburg unterstützt ein fachkundiges Team Eigentümer von Baudenkmälern durch Beratung, durch die Begleitung von Antragsverfahren nach dem Niedersächsischen Denkmalschutzgesetz und alljährlich durch die Prüfung der geleisteten Erhaltungsaufwendungen zur steuerlichen Anerkennung durch die Finanzbehörden. Der Fachdienst, den Arend Bewernitz leitet, sieht den Monumentendienst als praxisnahe tatkräftige Ergänzung der Unteren Denkmalschutzbehörde.

Was genau ist der Monumentendienst?

Der Monumentendienst verfolgt im Interesse des Gemeinwohls das Ziel, Denkmaleigentümern beim schonenden Erhalt ihrer Gebäude aktiv und beratend zur Seite zu stehen. Baudenkmale sollen vor größeren Schäden bewahrt und deren Eigentümer vor hohen Folgekosten geschützt werden. Dies erfolgt in erster Linie durch regelmäßige Wartungs- und Pflegeinspektionen, durch Information und Beratung in technischen Fragen, die Ausführung kleinerer Unterhaltungsmaßnahmen und die rechtzeitige Veranlassung von Instandsetzungsarbeiten. Dabei will der Monumentendienst nach eigenen Aussagen nicht in Konkurrenz zum örtlichen Handwerk treten, sondern diesem Aufträge vermitteln.

Vorbild und enger Kooperationspartner des Monumentendienstes ist die seit rund drei Jahrzehnten in den Niederlanden tätige „Monumentenwacht Nederland“. In der Pilotregion Weser-Ems betreut der Monumentendienst bereits rund 700 Kunden, dazu zählen die Landkreise Leer, Aurich, Friesland, Wittmund und Cloppenburg, die Stadt Emden und die Ostfriesische Landschaft, aber auch private Besitzer von Gulfhöfen, Stadtvillen, Burgen und Schlössern.
Der Monumentendienst wird gefördert durch das INTERREG III-A Programm der Ems-Dollart Region der Europäischen Union, das Land und die Stiftung Niedersachsen.

Weitere Informationen unter www.monumentendienst.de