Übergabe der Blessin-Sammlung - Stadt Oldenburg
Übergabe der Blessin-Sammlung

Übergabe der Blessin-Sammlung ans Horst-Janssen-Museum

© (Horst Janssen) VG Bild-Kunst Bonn, 2017

Mit einer Feierstunde im Horst-Janssen-Museum ist am Freitag, 28. April 2017, der Ankauf der sogenannten „Blessin-Sammlung“ gewürdigt worden. Dabei kamen Vertreterinnen und Vertreter der Stadt, der Sponsoren und weiterer Unterstützer zusammen. Der größte Einzelbetrag für die umfangreiche Sammlung (mehr als 300 Werke) stammt von der Kulturstiftung der Länder, deren Vertreterin Dr. Britta Kaiser-Schuster heraushebt: „Horst Janssen zählt zweifelsohne zu den bedeutendsten und eigenwilligsten Zeichnern und Grafikern des 20. Jahrhunderts in Deutschland.“

Enorme Bedeutung für Oldenburg
Mit dem Kauf der Privatsammlung des Janssen-Biographen und Kunstsammlers Prof. Dr. Stefan Blessin übernimmt das Horst-Janssen-Museum, dessen Bestand bisher auf Dauerleihgaben und dem Ankauf von Einzelwerken beruhte, nun eine geschlossene Sammlung. „Diese Erwerbung ist für das Horst-Janssen-Museum und die Stadt Oldenburg von enormer Bedeutung“, sagt Oberbürgermeister Krogmann und führt aus: „Die frühe Zusage der Kulturstiftung der Länder und schließlich auch der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien Monika Grütters verhalf der Museumsleitung dazu, auch in diesen für Stiftungen schwierigen Zeiten erfolgreich zu sein.“

315 Zeichnungen, Aquarelle und Skizzen
Bei den 315 Zeichnungen, Aquarellen und Skizzen handelt es sich um Werke, die der Janssen-Biograf Stefan Blessin über Jahre hinweg zusammengetragen hat. „Wir nähern uns nun dem zwanzigjährigen Bestehen des Horst-Janssen-Museums, und es ist toll, dass wir mit dem Ankauf der Sammlung Blessin zeigen konnten, dass das Museum sich stets weiterentwickelt und neue Perspektiven öffnet. Auf diesem Prozess und der Sammlung wollen wir weiterhin aufbauen“, sagt Dr. Nicole Deufel.

Kunstankauf für 1,5 Millionen Euro abgeschlossen

Foto: Stadt Oldenburg
Oberbürgermeister Jürgen Krogmann mit Kunstsammler Prof. Dr. Stefan Blessin, Dr. Nicole Deufel (Leiterin des Amtes für Museen, Sammlungen und Kunsthäuser) und Dr. Jutta Moster-Hoos (Leiterin des Horst-Janssen-Museums). Foto: Stadt Oldenburg

Ausgangspunkt für künftige Sonderausstellungen
In vielen Fällen hat Horst Janssen selbst dafür gesorgt, dass einzelne seiner Werke in die Sammlung aufgenommen wurden. „Janssen hat die Struktur der Sammlung maßgeblich beeinflusst und dadurch ihre Authentizität und ihren musealen Wert enorm gesteigert“, erläutert Dr. Jutta Moster-Hoos, Leiterin des Horst-Janssen-Museums, und fährt fort: „Nach Janssens Tod hat Blessin vor allem enzyklopädisch gesammelt. Das heißt, alle Sujets und stilistischen Perioden des Künstlers sind in repräsentativer Art und Weise nachzuvollziehen. Damit kann die neu erworbene Sammlung Ausgangspunkt für viele künftige Sonderausstellungen werden.“

Ausstellung ab dem 13. Mai 2017 zu sehen
Die Bilder werden ab Samstag, 13. Mai 2017, im Horst-Janssen-Museum in der Ausstellung „Janssen Revisited“ gezeigt. Vorab können Besucher am Samstag, 29. April, und Sonntag, 30. April, bereits eine Auswahl von rund 40 Werken besichtigen, die anlässlich der feierlichen Übergabe der Sammlung in der II. Ebene des Museums ausgestellt werden.

© (Horst Janssen) VG Bild-Kunst Bonn, 2017

Sponsoren und Spenden ermöglichen Finanzierung
Ermöglicht wurde der Ankauf durch Sponsoren und Unterstützer. Dazu gehören die Kulturstiftung der Länder (500.000 Euro), die Staatsministerin für Kultur und Medien (300.000 Euro), die Ernst-von-Siemens-Kunststiftung (150.000 Euro), die Stiftung Niedersachsen (100.000 Euro), die Niedersächsische Sparkassenstiftung (50.000 Euro), das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (40.000 Euro), die EWE-Stiftung (20.000 Euro), der Förderverein des Horst-Janssen-Museums (20.000 Euro) sowie weitere private Spender. Die Stadt Oldenburg steuert mit 290.000 Euro rund ein Fünftel der Gesamtsumme bei.