Machbarkeitsstudie Stadion - Stadt Oldenburg
Machbarkeitsstudie Stadion

Stadionbau: Gelände an der Weser-Ems-Halle grundsätzlich geeignet

Foto: AS + P - Albert Speer und Partner GmbH
Entwurf eines neuen Stadions an den Weser-Ems-Hallen. Foto: AS + P - Albert Speer und Partner GmbH

Das Veranstaltungsgelände an der Oldenburger Weser-Ems-Halle ist auch ein guter und geeigneter Standort für ein Fußball-Stadion. Zu diesem Ergebnis kommt die Machbarkeitsstudie des Büros Albert Speer und Partner, die Oberbürgermeister Jürgen Krogmann heute der der Öffentlichkeit vorgestellt hat. Zwar gibt es an diesem Standort hohe Anforderungen an Lärmschutz sowie ein begrenztes Platzangebot. Eine Arena für 10.000 Zuschauer (Auflage Dritte Liga) sowie eine Erweiterung auf 15.000 Plätze (Zweite Liga) sind jedoch grundsätzlich umsetzbar, so die eindeutige Aussage der Machbarkeitsstudie. Die reinen Baukosten für das Stadion betragen 19 Millionen Euro (netto). Damit liegt die Arena bei den Preisen pro Platz im bundesweiten Durchschnitt.

Sehr gute Entscheidungsgrundlage
Für Oberbürgermeister Krogmann hat sich die umfangreiche Untersuchung gelohnt: „Wir haben jetzt endlich eine sehr gute Entscheidungsgrundlage vorliegen und können die langjährige Debatte um ein Fußballstadion in Oldenburg auf einer verlässlichen Grundlage führen. Der Standort an der WEH hat für Oldenburg viele Vorteile, eine Umsetzung des Projektes würde auch viele zukünftige Infrastrukturfragen positiv beeinflussen.“

Grundstück gehört der Stadt
Das Grundstück, auf dem das Stadion gebaut werden kann, ist bereits im Besitz der Stadt. Für die Herrichtung (Altlasten) ist eine entsprechende Rückstellung im Haushalt gebildet. „Auch unabhängig von einem Stadionprojekt würden wir diese Fläche in den kommenden Jahren herrichten“, sagt Krogmann.

Infrastruktur und Parkplätze im Blick
Zu den weiteren Voraussetzungen für den Bau einer Fußball-Arena gehört die Verkehrsinfrastruktur und dabei besonders der Bau von Parkplätzen. Ohne den Nachweis zusätzlicher Stellplätze ist das Stadion nicht genehmigungsfähig. Die Auflagen sehen den Bau eines Parkhauses für etwa 880 Fahrzeuge vor, die Kosten dafür liegen bei etwa 8,2 Mio. Euro (netto). Insgesamt betragen die Kosten für Infrastruktur und Parkplätze 11,9 Mio. Euro (netto).

Untersuchungen zu den Betriebskosten

Für den Betrieb des Stadions sind verschiedene Modelle geprüft worden, dazu gehört auch eine Zusammenarbeit mit der Weser-Ems-Hallen GmbH. Die jährlichen Betriebskosten sind bereits untersucht worden. Sie hängen auch von der Ligazugehörigkeit des dort spielenden Vereins und weiteren Variablen (Finanzierungskosten) ab und liegen im Saldo zwischen 1,4 und 1,9 Mio. Euro im Jahr.
 
Zukunft des Marschweg Stadions
Das Marschweg Stadion würde im Fall eines Neubaus an der Weser-Ems-Halle weiterhin für Schulsport und Leichtathletikveranstaltungen zur Verfügung stehen. Teile der dortigen Nebenflächen könnten für den Wohnungsbau vermarktet werden. Die Stadt rechnet für diesen Fall mit einer Einnahme von mindestens 9 Mio. Euro.

Über die Machbarkeitsstudie

Die Machbarkeitsstudie zum Bau eines Stadions hatte die Stadt im Sommer vergangenen Jahres in Auftrag gegeben. Das Büro AS + P verfügt über umfangreiche Erfahrungen in diesem Bereich. So plant das Büro derzeit auch Stadionprojekte in Darmstadt und Karlsruhe. Ebenfalls beteiligt war PROPROJEKT aus Frankfurt am Main.

Hier gibt es die ausführliche Machbarkeitsstudie zum Download » (PDF, 18 MB)

Statistik

Kapazität:
10.400 Zuschauer
4.200 Stehplätze
5.470 Sitzplätze
650 Sitzplätze VIPs
40 Presseplätze
40 Stellplätze Rollstuhlfahrer und Begleiter

Baukosten:
19 Millionen Euro