Tag des offenen Denkmals - Stadt Oldenburg
Tag des offenen Denkmals

Wichtige Impulse durch bundesweiten Denkmaltag

Foto: Markus Hibbeler
Von links: Stadtbaurätin Gabriele Nießen, Bundesbauministerin Barbara Hendricks, Gabriele Heinen-Kljajic (Niedersächsische Wissenschaftsministerin), Jörg Haspel (Stiftung Denkmalschutz), Bürgermeisterin Germaid Eilers-Dörfler. Foto: Markus Hibbeler

Das Thema Denkmalschutz hat in Oldenburg seine aktuelle Bedeutung eindrucksvoll bewiesen. Am Sonntag, 10. September 2017, waren mehr als 10.000 Menschen zum bundesweiten Tag des offenen Denkmals in Oldenburg unterwegs. 50 Denkmale in der Stadt waren zu besichtigen und fast überall wurden die Erwartungen an den Besuch übertroffen. Somit waren die Stadt Oldenburg und die Stiftung Denkmalschutz sehr zufrieden mit dem Tag des offenen Denkmals in Oldenburg.

Die Veranstaltung hat wichtige Impulse für den Denkmalschutz in Oldenburg gebracht. Und diese Wirkung wird sich auch in den kommenden Jahren bemerkbar machen, ist sich Stadtbaurätin Gabriele Nießen sicher: „Wir haben gemerkt, welch großes Interesse es gibt. Der Tag hat dazu beigetragen, vielen Menschen die Angst vor dem Umgang mit Denkmalen zu nehmen.“ Die Baudezernentin hob auch die dargebotene Programm-Vielfalt hervor: „Selbst Oldenburgerinnen und Oldenburger haben Orte entdeckt, die sie vorher noch nicht kannten.“

Foto: Stadt Oldenburg
Oldenburger Rathaus und Degode-Haus. Foto: Stadt Oldenburg

Positive Auswirkungen auf die kommenden Jahre
Gabriele Nießen erwartet positive Auswirkungen auf die kommenden Jahre: „Wir werden sicher die Zahl der offenen Denkmale dauerhaft steigern können.“ Bislang hatten zum Tag des offenen Denkmals in Oldenburg etwa 10 bis 15 Denkmale geöffnet. Nun sollen es – nach dem Wunsch der Stadt – mehr werden. In Augsburg, Ausrichter der bundesweiten Eröffnung im vergangenen Jahr, hat sich dieser Effekt in diesem Jahr schon eingestellt. Oldenburg wird ihn hoffentlich 2018 zu spüren bekommen.

Im kommenden Jahr wird Köln die bundesweite Eröffnungsveranstaltung ausrichten.

Oldenburg wünscht schon jetzt viel Erfolg.

Über den Tag des offenen Denkmals

Mit jährlich bis zu 8.000 geöffneten Denkmalen ist der Tag des offenen Denkmals mittlerweile die wohl größte Kulturveranstaltung Deutschlands. Der Aktionstag bietet den Menschen „Geschichte zum Anfassen“ und soll ihnen die Bedeutung des kulturellen Erbes und der Denkmalpflege bewusst machen. Zu diesem Zweck rief der Europarat 1991 die „European Heritage Days“ aus. Deutschland beteiligt sich unter der bundesweiten Koordination der Deutschen Stiftung Denkmalschutz seit 1993 mit dem Tag des offenen Denkmals an den European Heritage Days.

Der Tag des offenen Denkmals findet jedes Jahr am zweiten Sonntag im September statt. Dann öffnen historische Bauten und Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, ihre Türen und Millionen von Architektur- und Geschichtsliebhabern schwärmen zu Streifzügen in die Vergangenheit aus. In fachkundigen Führungen berichten Denkmalpflegerinnen und -pfleger an konkreten Beispielen über die Aufgaben und Tätigkeiten der Denkmalpflege. Archäologen, Restauratoren und Handwerker demonstrieren Arbeitsweisen und -techniken und lenken den Blick auf Details, die einem ungeschulten Auge verborgen bleiben. Das vollständige Programm veröffentlicht die Deutsche Stiftung Denkmalschutz im Internet unter www.tag-des-offenen-denkmals.de »

Über die Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion „Tag des offenen Denkmals“.

Rund 400 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 5.200 Denkmale mit mehr als einer halben Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen.

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