Kohlkönigin zu Besuch - Stadt Oldenburg
Kohlkönigin zu Besuch

Kohlkönigin Andrea Nahles ist von ihren Untertanen begeistert

Foto: Markus Hibbeler
Andrea Nahles und Jürgen Krogmann in der Kindertagespflege Mühlengarten. Foto: Markus Hibbeler

Ihre Untertanen in Oldenburg sind ihr innerhalb weniger Stunden ans Herz gewachsen: Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles, amtierende Kohlkönigin der Stadt, stattete ihrem Kohlvolk am Mittwoch einen Besuch ab – und war begeistert: „Die Mentalität des Anpackens hat mir sehr imponiert. Hier redet man nicht nur, sondern man macht“, lobte die Ministerin.

Besuch im „Mühlengarten“
Ein gelungenes Beispiel dafür fand sie gleich bei der ersten Station ihrer Oldenburg-Visite vor: „Vorbildlich“ wertete sie die Kindertagespflege-Einrichtung „Mühlengarten“, die Unternehmen aus dem Gewerbegebiet Tweelbäke an der Gerhard-Stalling-Straße in Form einer Genossenschaft gegründet hatten. Seit dem 1. September 2015 wird dort der Nachwuchs von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der in dem Areal ansässigen Firmen betreut. Unter dem Motto „Mein Kind ganz nah“ wollen die Betriebe ihre Beschäftigten bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen, erläuterte Bernd Weber als Vorsitzender des Fördervereins. Im nächsten Jahr soll die Einrichtung erweitert und die Kapazität verdoppelt werden. „Diese Idee sollte überall Ableger finden“, meinte Nahles. Dafür wolle sie auf Bundesebene und vor allem in ihrer Heimat in Rheinland-Pfalz werben. 

Foto: Markus Hibbeler
Kohlkönigin Andrea Nahles mit Oberbürgermeisterr Jürgen Krogmann und dem Karnevalsverein Närrische Buben Sinzig. Foto: Markus Hibbeler

Bunte Begleitung
Apropos Heimat: Begleitet wurde die Kohlkönigin von einer 25-köpfigen Abordnung von Karnevalsvereinen aus ihrem heimischen Wahlkreis. Den Weg in die Kita bahnten sich die Ministerin und Oberbürgermeister Jürgen Krogmann zusammen mit den Kindern durch ein buntes Spalier der Karnevalisten.

Arbeiten 4.0
Nächste Station war der Standort des Fotodienstleisters CEWE am Meerweg in Kreyenbrück. Vorstandsvorsitzender Dr. Christian Friege führte die Ministerin durch die Produktionsstätten. Bei CEWE sah Nahles viele Aspekte des von ihr angeschobenen Dialogprozesses „Arbeiten 4.0“ umgesetzt. „CEWE ist ein sehr modernes Unternehmen, das sich immer wieder neu erfindet“, lobte die Arbeitsministerin. Hier sei die digitale Transformation hervorragend gelungen. Besonders gut gefielen ihr die Einbeziehung von Mitarbeiter-Know-how und teamorientierte Führungsstrukturen.

Besuch bei „pro:connect“
Ein mustergültiges Projekt lernte Nahles beim Besuch von „pro:connect“ kennen. Der gemeinnützige und spendenfinanzierte Verein bringt arbeitsuchende Geflüchtete und potentielle Arbeitgeber aus der Region zusammen. Im Mittelpunkt steht die erfolgreiche Integration in die Gesellschaft. Beispiele dafür lieferten im Gespräch mit der Ministerin die von „pro:connect“ unterstützten Ghaedaa Bader (39) und Deshty Haj Morad (22), beide aus Syrien, sowie Abdul Rahman Hamidi (25) aus Afghanistan. Hamidi absolviert derzeit eine einjährige Einstiegsqualifizierung zum Fachinformatiker für Systemintegration bei der Stadt Oldenburg, Bader strebt ein Praktikum in der Gynäkologie an, Morad nimmt ebenfalls an einer Einstiegsqualifizierung für eine Ausbildung teil. Die Arbeitsministerin zeigte sich „sehr dankbar“ für die Initiative.

Foto: Markus Hibbeler
Kohlkönigin Andrea Nahles trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Oldenburg ein. Foto: Markus Hibbeler

Eintrag ins Goldene Buch der Stadt
Im Anschluss trug sich Andrea Nahles im Alten Rathaus ins Goldene Buch der Stadt ein. Die Ministerin schrieb: „Tolle Stadt, zupackende Menschen, Top-Stadtverwaltung! Ich bin beeindruckt.“ und verabschiedete sich mit einem „Alaaf“. Nachdem Nahles ihre Unterschrift geleistet hatte, regierte noch einmal der Frohsinn: Abordnungen der Karnevalsgesellschaften Närrische Buben Sinzig, Sinziger Möhnen und Rievkooche Blau Weiß Bad Bodendorf aus ihrem Wahlkreis Ahrweiler gaben eine Kostprobe ihres Könnens. Die Kohlkönigin selber hatte nach ihrer Inthronisierung die Idee gehabt, karnevalistische Entwicklungshilfe in der Diaspora zu leisten.