Buch zur Stadtgeschichte - Stadt Oldenburg
Buch zur Stadtgeschichte

Rückblick auf über 900 Jahre Oldenburger Stadtgeschichte

Quelle: Stadtmuseum Oldenburg
Cover des Buches zur Oldenburger Stadtgeschichte. Quelle: Stadtmuseum Oldenburg

Gehen Sie auf Zeitreise durch über 900 Jahre Stadtgeschichte: In einer neuen Veröffentlichung des Stadtmuseums, die ab sofort im Buchhandel erhältlich ist, wird die Geschichte der Stadt von ihren Anfängen bis zur aktuellen Situation erzählt. „Oldenburg. Stadtgeschichte in Bildern und Texten. Vom Heidenwall zur Wissenschaftsstadt“ lautet der Titel der 168-seitigen Publikation mit zahlreichen Abbildungen. Sie wurde anlässlich der 900-Jahr-Feier der Stadt erarbeitet: Im Jahr 2008 feierte Oldenburg die schriftliche Erwähnung ihres Namens („Aldenburg“) im Jahr 1108.

In der Publikation finden sich Beiträge unterschiedlicher Autoren: Udo Elerd, Jana Ester Fries, Ewald Gäßler, Rainer Lisowski, Lioba Meyer, Florence Morel, Matthias Nistal, Berit Pleitner, Andreas von Seggern, Gerd Steinwascher und Joachim Tautz. Herausgeber des Bandes sind Udo Elerd, Lioba Meyer und Gerd Steinwascher (Veröffentlichungen des Stadtmuseums Oldenburg, Band 60, gebunden, 14,80 Euro, ISBN 978 3 89995 609 2).

Heidenwall, Grafenzeit, Weltkriege – Der Weg zur Übermorgenstadt

Quelle: Stadtmuseum Oldenburg
Kupferstich, Graf Anton Günter auf seinem Pferd Kranich. Quelle: Stadtmuseum Oldenburg

Die Autoren berücksichtigen Schwerpunkte der Stadtentwicklung. Das Buch beginnt mit dem Bericht über die Ausgrabungen am „Heidenwall“, einer frühen Befestigung aus dem Jahr 1032. In mehreren Beiträgen wird die Entwicklung der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Stadt nachvollzogen. Daran schließen sich Abhandlungen über die mehr als 800 Jahre währende Grafenzeit an: die Grafen Anton I. und Graf Anton Günther, die Herzöge Peter Friedrich Ludwig und Paul Friedrich August sowie die dänischen Könige. In weiteren Beiträgen wird der Umbau der Stadt im 19. Jahrhundert geschildert, als Oldenburg zwar keine Industriestadt wurde, sich aber wirtschaftlich und politisch veränderte.

In anderen Kapiteln wird der Erste Weltkrieg thematisiert und die nationalsozialistische Zeit als Gauhauptstadt kritisch beleuchtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Oldenburg durch die Aufnahme von zahlreichen Flüchtlingen und Vertriebenen rasch zu einer Großstadt. Ihre wesentlichen Strukturmerkmale wie etwa Verwaltungszentrum, Standort von Bundeswehr und Universität oder Oldenburg als Einkaufsstadt werden erklärt. Der letzte Beitrag richtet den Blick auf die Gegenwart und Zukunft, wie Oldenburg sich als Stadt der Wissenschaft 2009 darauf vorbereitet, Übermorgenstadt zu sein.